Beachvolleyball: Deutsche Tour
Poniewaz-Brüder und Schröder starten für den USC

Münster -

Mit zwei vielversprechenden männlichen Teams geht der USC Münster in diesem Jahr in die Beachvolleyball-Saison. Paul Beckers neuer Partner heißt Jonas Schröder. Außerdem schließen sich David und Bennet Poniewaz dem Verein an.

Donnerstag, 23.02.2017, 16:02 Uhr

David (2.v.l.) und Bennet Poniewaz sind neu in der USC-Familie. Auf die Zwillinge freut sich Kollege Paul Becker (M.), der mit Jonas Schröder spielt, genauso wie Vizepräsidentin Prof. Karen Zentgraf und Geschäftsführer Mariano Pala (l.).
David (2.v.l.) und Bennet Poniewaz sind neu in der USC-Familie. Auf die Zwillinge freut sich Kollege Paul Becker (M.), der mit Jonas Schröder spielt, genauso wie Vizepräsidentin Prof. Karen Zentgraf und Geschäftsführer Mariano Pala (l.). Foto: Peter Leßmann

Der USC Münster und Beachvolleyball – das hat eine lange Tradition. Seit den Anfängen des sandigen Vergnügens in Deutschland in den 1990ern mischen die Unabhängigen erfolgreich mit. Ob die Deutsche Meisterin Ulrike Schmidt (1996 und 1998), die Titelträger Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich (2004) oder die DM-Dritten Teresa Mersmann und Cinja Tillmann (2012), häufig war der Name des USC mit im Spiel.

Im Sommer 2017 aber wird man erstmals seit Ewigkeiten auf der Smart-Beach-Tour keine USC-Spielerin mehr finden, nachdem mit Kim Behrens die letzte Athletin den Berg Fidel in Richtung Stuttgart verlassen hat. Da passt es gut, dass sich mit den 23-jährigen Zwillingen David und Bennet Poniewaz ein weiteres Männer-Team den Unabhängigen angeschlossen hat. Das Duo, aktuell die Nummer vier Deutschlands, repräsentiert dann mit Paul Becker und dessen neuem Partner Jonas Schröder Münster national wie international.

Als der Olympia-Stützpunkt in Kiel im Zuge der strukturellen Neuordnung geschlossen wurde, orientierten sich die Sportsoldaten zurück in Richtung Heimat. Die in Bohmte geborenen Brüder wohnen nun in Osnabrück und engagierten vor wenigen Wochen den beim USC bestens bekannten Axel Büring als Coach. In Kontakt mit Münster kamen die DM-Vierten beim gemeinsamen Training mit Becker und Jan Romund im Sommer 2016, bei dem einige Male auch die Paarung Sebastian Fuchs/Stefan Windscheif dabei war – und eben die betreute Büring, der nun mit WVV-Beach­trainer Ralph Bergmann die Zwillinge durch den Sand jagen wird. „Wir sind glücklich, dass es geklappt hat. Wir mussten uns neu aufstellen und haben jetzt erstmals einen eigenen Trainer. Wir freuen uns, dass wir die Infrastruktur in Münster nutzen können“, sagt der 1,93 Meter große David Poniewaz, der mit seinem einen Zentimeter größeren Bruder bereits vor zwei Wochen beim Major-Turnier der Weltserie in Fort Lauderdale das Hauptfeld erreichte und dort 25. wurde. „So viel wie möglich“ (Bennet Poniewaz) wollen die Neu-USCer auf der internationalen Bühne starten. „Aber wir wissen nicht, wie oft wir das von Verbandsseite aus dürfen.“ Die begehrten Startplätze sind knapp und zunächst von den Nationalteams belegt. An diese wollen Poniewaz und Poniewaz möglichst nahe heranrücken – und sie dann verdrängen. „Wir versuchen dranzubleiben und hoffen, auch international unsere Chance zu bekommen. Dass wir im Vergleich zu den neu formierten Teams bereits eingespielt sind, kann ein kleiner Vorteil sein“, so David Poniewaz.

Ein Vorteil soll auch die neue Konstellation in Münster sein, von der auch ­Becker/Schröder profitieren wollen. „Ich habe das Gefühl, dass ich im Verein angekommen bin und fühle mich hier pudelwohl“, meint der 26 Jahre alte Becker, der in sein zweites Jahr bei den Un­abhängigen geht. Die Smart-Beach-Tour ist das Haupt­augenmerk des Lehramts­studenten, der an dem zwei maligen Studenten-Weltmeister Schröder „seit ein paar Jahren herumgebaggert“ (Becker) hat. „Jetzt hat es geklappt. Jonas ist potenziell der stärkere Spieler, er hat unfassbar viel Talent. Ich freue mich auf die Herausforderung“, so Becker. Sein 25-jähriger Kompagnon, der derzeit in England sein ­Masterstudium in Mathematik vorantreibt, ergänzt: „Ich bin gespannt, was wir als klassische Abwehrspieler erreichen können. Paul und ich wollen unsere Unbekümmertheit beibehalten.“

Für den USC sind die beiden Teams ein Glücksfall. Sie halten den Verein auch in der Pause der Hallen-Bundesliga auf der Bildfläche und sind zudem Symbol für die Neuausrichtung des Vereins im Beach-Bereich. „Wir wollten neben der Bundesliga und dem Bundesstützpunkt die Bedeutung und Sichtbarkeit des Beachvolleyballs beim USC erhöhen. Wir verstehen uns als Volleyballer, da gehört Beach einfach auch dazu“, sagt USC-Vizepräsidentin Prof. Karen Zentgraf.

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