Volleyball: 1. Damen-Bundesliga
Dörendahl-Abschied vom USC vom Leistungssport nicht ohne Tränchen

Münster -

Die Momente nach dem letzten Ballwechsel waren emotional. Linda Dörendahls Karriere ist zu Ende. Die Libera des USC Münster bekam ganz viel Applaus nach ihren finalen Spiel. Ihre Kolleginnen blicken einer langen Pause entgegen. Die Frage ist: Wer bleibt beim Verein, und wer geht?

Mittwoch, 22.03.2017, 22:03 Uhr

Tränen zum Abschied: Für Linda Dörendahl wurde es nach ihrem letzten Spiel emotional.
Tränen zum Abschied: Für Linda Dörendahl wurde es nach ihrem letzten Spiel emotional. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Ende konnte Linda Dörendahl dann doch ein paar kleine Tränchen nicht verbergen. Bei ihrer Abschiedsrede wurde die Libera, die seit 2010 am Berg Fidel als Leistungsträgerin und Wortführerin große Fußstapfen hinterlassen hat, emotional – halt so, wie sie in all den Jahren auch auf dem Feld war. „Ich hatte gehofft, dass ich mein letztes Spiel hier in Münster machen würde. Aber während der Partie wollte ich natürlich gewinnen und ein drittes Spiel in Stuttgart erzwingen“, sagte die 32-Jährige, die ihre erfolgreiche Karriere nun mit der 1:3-Niederlage gegen Allianz MTV abschließt.

Und so erlebte Dörendahl in den letzten Ballwechseln schon besondere Momente. „Ich wusste gar nicht, dass es schon so knapp vor dem Ende war“, sagte die frühere Nationalspielerin, nachdem sie beim 20:23 auf die Anzeigentafel geschaut hatte. „Ich habe das Spiel genossen und hatte viel Spaß, auch wenn wir verloren haben. Aber Stuttgart war besser und hat verdient gewonnen“, sagte sie und anerkannte den Einzug der starken Gäste ins Playoff-Halbfinale.

Sina Fuchs , die für das Heimteam die meisten Punkte beisteuerte, sah das genauso. „Der Gegner hatte schon Klasse. Aber wir haben uns unsere beiden vielleicht besten Leistungen für das Ende der Saison aufgehoben. Und es wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen, wenn wir in allen Momenten voll da gewesen wären“, so die 24-Jährige, die erst diagonal und dann außen angriff. „Wir haben bis zum letzten Ballwechsel alles rausgehauen, haben nach dem ersten Satz schnell den Rhythmus gefunden und besser aufgeschlagen. Leider ohne Ertrag. Letztlich ist es nicht schlimm, wenn die Saison zu Hause endet.“

Leonie Schwertmann hatte da ganz ähnliche Gedanken. „So waren alle unsere Freunde da, die Familien – das passte schon. Aber auf dem Feld will man natürlich gewinnen“, sagte die Kapitänin, der nun eine lange Sommerpause bevorsteht, die immerhin vielleicht von einer Berufung in die Nationalmannschaft unterbrochen wird. „Jetzt kommt die große Leere. Wir leben ja in der Saison jeden Tag für das nächste Training.“ Die Freude auf etwas Freizeit hat aber auch etwas für sich. Und außerdem, so Schwertmann, werden die nächsten Wochen mit Blick auf die sich konkretisierenden Vertragsgespräche „sehr aufregend“.

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