Volleyball: 1. Damen-Bundesliga
USC-Einzelkritik – Fuchs bietet das beste Gesamtpaket

Münster -

Sina Fuchs war die konstanteste Spielerin des USC Münster in dieser Saison. Jennifer Keddy steigerte sich gewaltig, Erica Wilson verschaffte sich einen Namen in der Liga, Kaisa Alanko hatte bärenstarke Partien – Bogdana Anisova erfüllte die Erwartungen nicht. Der Kader in der Einzelkritik.

Donnerstag, 23.03.2017, 23:03 Uhr

Eine starke Saison  spielte Sina Fuchs.
Eine starke Saison  spielte Sina Fuchs. Foto: pp

Nach der Halbfinalteilnahme und Platz drei im Vorjahr be­endete der USC Münster die jüngste Saison auf dem fünften Rang. Ein Ergebnis, das der Verein angestrebt hat – und mit dem er bedingt zufrieden sein kann. Schließlich waren der siebte Platz und damit der Gang in die Pre-Playoffs nicht eingeplant. Unter dem Strich ist das Team im Soll, aber wie fällt die individuelle Bilanz aus? Die Saison-Einzelkritik für das USC-Aufgebot.►  Kaisa Alanko : Die 1,74 Meter große Finnin erarbeitete sich den Status der Nummer eins im Zuspiel. Sie agierte äußerst solide und hatte zudem im Aufschlag starke Partien. Fünf Auszeichnungen zur wertvollsten Spielerin unterstreichen ihren Stellenwert.► Bogdana Anisova : Die Ukrainerin war nicht die erhoffte Verstärkung. Die 25-Jährige spielte oft glücklos und wirkte distanziert, ihre Annahmequote hätte besser sein können und sollen. Eine Zukunft am Berg Fidel scheint fraglich.►  Ines Bathen: Die Konstante des USC ist einfach nicht wegzudenken. Auch wenn Münsters Urgestein – Bathen ist seit zehn Jahren eine Unabhängige – schwächere Phasen in der Saison hatte, war auf sie immer Verlass in Annahme wie Angriff.►  Britt Bongaerts: Die junge Niederländerin wollte in Münster den nächsten Entwicklungsschritt in ihrer Karriere machen. Kam aber nicht an Alanko vorbei, hatte nur halb so viele Spielanteile in der Regie – und dürfte daher nicht zufrieden sein mit ihrer Saison.►  Linda Dörendahl: Die letzte Saison in ihrer Laufbahn war nicht die beste – und dennoch gehörte die 32-Jährige wieder zu den Top-Liberas der Bundesliga. Auf Dörendahl war immer Verlass, auch als Leaderin. Keine Frage, sie wird eine große Lücke hinterlassen.► Sina Fuchs : Hinterließ im Gesamtpaket den besten Eindruck. In der Annahme mehr als stabil, dazu im Angriff  hinter Erica Wilson, deren Position sie spät übernahm, die Gefährlichste. Eine starke Saison, besonders ab Ende 2016.►  Jennifer Keddy: Die US-Blockerin kam langsam, aber dann gewaltig. Nach Anlaufproblemen steigerte sie sich vehement und war in 18 Partien sechs Mal beste Scorerin ihres Teams. Gerade in den Ausscheidungsspielen war Keddy auffällig gut.► Juliane Langgemach: Der 22-jährige Neuzugang aus Aachen war ein guter Griff, eroberte sich im Laufe der Spielzeit einen Platz in der Stammformation. Sammelte mit 41 Zählern die meisten Blockpunkte beim USC.►  Hanna Orthmann: Das Küken hat eine schwere Saison hinter sich. Die Umstellung auf der Außen-Annahme-Position fiel der 18-Jährigen nicht so leicht wie erhofft, gerade in der An­nahme hatte sie Probleme. In der Schlussphase der Saison rückte sie wieder auf die Diagonale und kam da etwas besser zurecht.►  Leonie Schwertmann: Die Kapitänin spielte eine solide Saison, in der sie zwischenzeitlich ihren Startplatz im Mittelblock verlor – sich aber wieder zurückkämpfte. Für die Chemie im Team wertvoll, ein Verbleib am Berg Fidel wäre wichtig.►  Erica Wilson: Kraftvoll, athletisch, dynamisch – und Münsters beste Scorerin und in der Liga eine Nummer. Nicht so raffiniert wie Vorgängerin Michala Kvapilova, ihr Ausfall in der Endphase aber schmerzte sehr.

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