Rudern: Leistungsvergleich
RVM-Athlet Brummel glänzt nach Disziplinwechsel auch als Schwergewicht

Münster -

Felix Brummel wusste, dass es schwer wird, wenn er schwer wird. Doch der erste Auftritt des erfolgsverwöhnten Leichtgewichtsruderers in der neuen Gewichtsklasse war ein Statement. Münster Sportler des Jahres macht sich auf, die besten schweren Jungs Deutschlands aufzumischen.

Montag, 03.04.2017, 16:04 Uhr

Alex Diedrich (l.) und Felix Brummel hatten das Gros der Konkurrenz immer im Blick – nur zwei Boote waren dem starken Zweier aus Münster beim Langstreckentest voraus.
Alex Diedrich (l.) und Felix Brummel hatten das Gros der Konkurrenz immer im Blick – nur zwei Boote waren dem starken Zweier aus Münster beim Langstreckentest voraus. Foto: Detlev Seyb

Am Wochenende kam die deutsche Ruderelite in Leipzig zu einem ersten Leistungsvergleich in der noch jungen Saison 2017 zusammen. Weit vorne mit dabei waren auch Luisa Neerschulte und Felix Brummel vom RV Münster .

Der Bundestrainer schickte die Kandidaten fürs Nationalteam zunächst auf der Rudermaschine über die klassische 2000-Meter-Distanz. Anschließend mussten die Athleten im Einer und im Zweier ohne eine 6000 Meter lange Strecke absolvieren. Mit besonderem Interesse wurde der Auftritt von RVM-Routinier Brummel und seinem Treis-Kardener Partner Alexander Diedrich verfolgt: Zusätzlich zu ihrem Aufstieg von der U 23 in die offene Altersklasse hatten sie sich erst vor wenigen Wochen zu ihrem Wechsel vom Leichtgewichtsbereich ins Schwergewicht entschieden. Dem vorausgegangen war ein Beschluss des Weltruderverbandes, den leichten Vierer ohne aus dem olympischen Programm zu nehmen – die Bootsklasse, in der Brummel und Diedrich zweifache U-23-Vizeweltmeister sind. Dass die Entscheidung keine falsche war, bewiesen die beiden mit einem starken Auftritt im Zweier ohne. Das Duo fuhr mit lediglich vier Sekunden Rückstand auf den dritten Rang. Dabei ließen sie zahlreiche Spitzenruderer hinter sich, die schon seit jeher in der offenen Klasse unterwegs sind – darunter auch Mitglieder des silbergeschmückten Achters aus Rio. Brummel nach dem Rennen: „Es lief richtig gut. Wir haben im Rennen gemerkt, dass wir uns stetig näher an das vor uns gestartete Boot heranschieben.”

Auch auf dem Trockenen machte Ex-Leichtgewicht Brummel ein gute Figur: Er setzte eine neue persönliche Bestzeit. „Felix hat sich um gewaltige acht Sekunden gesteigert. Wenn er sich noch weiter so entwickelt, sehe ich gute Chancen für ihn, sich bei den Schwergewichten zu etablieren”, gibt sich RVM-Trainer Thorsten Kortmann optimistisch.

Ebenfalls einen starken Auftritt legte Neerschulte hin. Die Münsteranerin erkämpfte sich auf dem Ergometer eine Position im vorderen Feld der deutschen Skullerinnen. „Ihre Zeit von 6:52 Minuten ist eine klasse Leistung und nebenbei auch eine neue persönliche Bestzeit. Darauf lässt sich aufbauen”, so das Fazit von Coach Kortmann. Auf dem Wasser ruderte die RVM-Athletin im Einer im topbesetzten Feld später noch auf den 13. Platz.

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