Tischtennis: NRW-Liga
Abstieg ist kein Problem für den 1. TTC

Münster -

Es war ein Abenteuer und am Ende nur ein kurzer Ausflug. Nach einer Saison muss der 1. TTC Münster die NRW-Liga wieder verlassen. Der Abstieg wäre für den Neuling durchaus vermeidbar gewesen. Wirklich frustriert wirken die Akteure aber nicht.

Donnerstag, 13.04.2017, 11:04 Uhr

Die Nummer eins des TTC, Alexander Wehling, bleibt dem Absteiger treu und spielt auch in der Verbandsliga.
Die Nummer eins des TTC, Alexander Wehling, bleibt dem Absteiger treu und spielt auch in der Verbandsliga. Foto: fotoideen.com

Seit Samstag ist der Abstieg in die Verbandsliga nicht mehr abzuwenden, der 1. TTC Münster trägt die Dinge gefasst. „Es hat uns ja nicht unerwartet getroffen“, sagt Teamsprecher Simon Voß . „Eigentlich wäre der Klassenerhalt die größere Überraschung gewesen.“

Der TTC hat es versucht und nun endgültig feststellen müssen, dass die Qualität für die NRW-Liga nicht reicht. Es war knapp, nur vier lumpige Spiele trennten die Münsteraner vom punktgleichen Tabellennachbarn Paderborn, den sie daheim 9:7 besiegten. Auswärts reichte es zum Remis. Die Ostwestfalen nehmen trotzdem an Relegationsspielen teil, der TTC ist raus. Neuanfang in der Verbandsliga. „Kein Problem“, erklärt Voß.

Wahrscheinlich ist der Einspartenclub dort tatsächlich besser aufgehoben als in höheren Gefilden. Sicher wird er erfolgreicher sein. Der NRW-Liga-Ausflug war hart, zwischendurch drückte er auch auf die Stimmung im Kader. In der Hinrunde setzte der TTC nicht weniger als 17 Spieler ein, da geriet einiges aus den Fugen. Im Winter gab es klare Ansagen, die Mannschaft raufte sich zu einem wirklichen Team zusammen. Wenn man so will, stand der Kern die Rückrunde gemeinsam durch. Und nahezu geschlossen soll es in der kommenden Serie dann in der Verbandsliga zur Sache gehen. Vom Stammpersonal verabschiedet sich nur Thomas Benen . Er bleibt im Club, tritt aus privaten Gründen aber deutlich kürzer. Für Ersatz ist gesorgt, in Kürze hofft der TTC auf die Zusage eines Neuzugangs aus Sachsen. „Wir werden nicht schwächer werden“, so Voß.

In der NRW-Liga fehlte den Münsteranern ein herausragender Spitzenspieler. Mit der Bilanz im oberen Paarkreuz (6:32/nur Rückrunde) war der Absteiger nicht konkurrenzfähig. In der Breite schon. An den Positionen vier und fünf schlugen sich Thomas Boonk (8:9) und Benen (8:9) wacker, Voß glänzte an Brett sechs sogar mit einer starken 11:3-Bilanz.

Die NRW-Liga hat der TTC erhobenen Hauptes verlassen. Es war kein verlorenes Jahr. Sagt Voß: „Da haben sich alle mit einem anderen Tempo und einem anderen Niveau auseinandersetzen müssen. Daran kann man wachsen. Im Nachhinein war es vielleicht eine hilfreiche und wertvolle Erfahrung für uns.“

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