Rudern: Kleinboot-DM und Ranglistenrennen
RVM-Athleten zeigen doppelte Stärke – Brummel etwas enttäuscht

Münster -

Felix Brummel, der Vorzeigeruderer des RV Münster, erlebte eine kleine Enttäuschung bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften in Krefeld. Mit Partner Alexander Diedrich wurde er in der neuen Schwergewichtsklasse nur Dritter im B-Finale. Dafür sprangen andere Münsteraner in den parallel stattfindenden Ranglistenrennen in die Bresche.

Montag, 24.04.2017, 16:04 Uhr

Münsterische Doppelsieger in Krefeld: Ole Kruse, Mika Kohout, John Heithoff und Yannik Sacherer (von links). Bei der 47. Aasee-Regatta starteten am Wochenende im Senioren-3-Boot für den ARV Münster Brennen Heames, Nicolas Kobus, Jens Wiesemann und Lorenz-Alex Englisch (kleines Foto).
Münsterische Doppelsieger in Krefeld: Ole Kruse, Mika Kohout, John Heithoff und Yannik Sacherer (von links). Bei der 47. Aasee-Regatta starteten am Wochenende im Senioren-3-Boot für den ARV Münster Brennen Heames, Nicolas Kobus, Jens Wiesemann und Lorenz-Alex Englisch (kleines Foto). Foto: Detlef Seyb/fotoideen.com

Seine Stimme wirkt angeschlagen. Das Wochenende war lang. Drei Tage Krefeld hat Thorsten Kortmann gerade in seinem Rückspiegel gelassen. Drei Tage Deutsche Kleinboot-Meisterschaften an der Seite von Marc Rossmeier. Die beiden Trainer des RV Münster begleiteten eine elfköpfige Delegation des Vereins an den Niederrhein. „Da lässt du auch als Übungsleiter Körner“, sagt Kortmann. Wer beide kennt, der weiß, dass hier Fachkräfte am Werk sind, die sich mit Leib und Seele reinhängen, um den Aktiven die bestmögliche Stütze zu sein.

Für Felix Brummel und Partner Alexander Diedrich (Treis-Karden) diente der Trip in erster Linie einer Standortbestimmung. Erstmals ließen die beiden „Schwergewichte“ ihr Boot über die 2000 Meter in der Männer-A-Klasse aufs Wasser. Bis zum Halbfinale waren beide in der Spur. „Dann haben sie es einfach laufen lassen und sind weit unter ihren Möglichkeiten geblieben“, sagt Kortmann. Die Folge: Brummel und Diedrich rutschten ins B-Finale, wurden dort Dritte. Schon irgendwie enttäuschend, zumal der Deutsche Ruderverband (DRV) in den nächsten Tagen die Köpfe zusammensteckt und darüber berät, welche Athleten er wie positioniert. „Wir werden die Hügelregatta in Essen in drei Wochen nochmals sinnvoll nutzen und Gas geben“, verspricht Kortmann.

Henri Schwinde ruderte in seinem ersten U-23-Jahr ebenfalls ins Einer-B-Finale. Rang drei stand auch für ihn am Ende zu Buche, in der Summe Platz neun. Als Lohn erhielt er eine Einladung vom Verband für die Bildung eines Doppelvierers in Ratzeburg. Genau wie Luisa Neerschulte, die nach Platz zehn im Einer in der offenen Klasse nach Berlin reisen darf und in der Hauptstadt auf einen Platz in einem Doppelvierer hofft.

Parallel bat Bundestrainerin Brigitte Bielig alle deutschen U-19-Ruderer in Krefeld zum Ranglistenrennen . Über 2000 Meter sorgten Mika Kohout und John Heithoff für das Glanzlicht als schnellster Zweier. Knapp dahinter folgten Yannik Sacherer und Ole Kruse – damit stellte der RVM die ersten beiden Boote der deutschen Rangliste. Kohout und Heithoff hätten durch ihren souveränen Start-Ziel-Sieg im A-Finale schon das Ticket für die Junioren-EM in vier Wochen in Krefeld (20. und 21. Mai) in der Tasche gehabt. Doch RVM-Chefcoach Kortmann verzichtete, damit sich das komplette Quartett in zwei Wochen bei der Internationalen Junioren-Regatta in München den gemeinsamen Start im Nationaltrikot im Vierer sichern kann.

Fleißige Medaillensammler auf dem Aasee

Bei der 47. traditionellen Regatta auf dem Aasee waren die heimischen Ruderer zahlreich vertreten. Der RV Münster stellte bei den Leichtgewichten in der U 19 folgende Sieger: Joscha Feder (im Einer und Zweier), Luca Frankenstein und Bennet Pennekamp (im Zweier und Vierer, jeweils mit Renngemeinschaften) sowie Maximilian Micus, Hannes Deittert, Luca Frankenstein und Bennet Pennekamp (im RVM-Vierer). In der U 17 saßen Jan Rieger und Steuermann Paul Seiling im Stützpunktvierer mit Minden, Hamm und dem Akademischen Ruder-Club (ARC) und hatten die Nase vorn. Mia Wiesenack und Laura Wappelhorst siegten ebenfalls mit dem Stützpunktvierer. Für den ARC siegte außerdem Sebastian Strauß im U-17-Achter in einer Renngemeinschaft mit Minden und Hamm. Ebenfalls ganz vorne landete Leonard Heinz im Leichtgewichts-Doppelvierer (U 17) und im Einer.

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Sönke Kruse und Anton Bühlmeyer schafften den Sprung ins E-Finale und setzten sich dort an die Spitze des Feldes. Die bescherte ihnen Platz 25 in der Rangliste. Die Nachwuchsfahrer Ben Schippers und Louis Kirstein sammelten immerhin wertvolle Erfahrungen bei diesem Kräftemessen.

Ach ja, Kortmann, der Arme. Seine Stimme konnte der Coach am Montag nicht schonen. Er weilte bereits wieder in Köln auf einem internationalen Kongress für Nachwuchsförderung.

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