Volleyball: Frauen-Bundesliga
Lena Vedder auf Ines Bathens Spuren

Münster -

Der USC Münster hat ein vielversprechendes Talent an Land gezogen. Vom RC Sorpesee zieht es Lena Vedder zu den Unabhängigen. Die 21-jährige Angreiferin ist ehrgeizig und will so schnell wie möglich in der Bundesliga Fuß fassen.

Montag, 22.05.2017, 14:05 Uhr

Neu beim USC: Lena Vedder, die vom Zweitliga-Absteiger RC Sorpesee an den Berg Fidel wechselt, gehört zu Deutschlands vielversprechendsten jungen Angreiferinnen.
Neu beim USC: Lena Vedder, die vom Zweitliga-Absteiger RC Sorpesee an den Berg Fidel wechselt, gehört zu Deutschlands vielversprechendsten jungen Angreiferinnen. Foto: USC

Vor zehn Jahren fand Ines Bathen den Weg aus dem Sauerland nach Münster. Die damals 17-jährige Angreiferin wechselte vom RC Sorpesee zum USC mit dem Ziel, sich in der Volleyball-Bundesliga zu behaupten. Und das ist der U-20-Weltmeisterin von 2009 ja bekanntlich auch eindrucksvoll gelungen, Bathen ist in der Vergangenheit zur Stammkraft gereift und ist mittlerweile die Dienstälteste am Berg Fidel. Nun wandelt ein weiteres Talent aus dem Sauerland auf den Spuren der Ex-Kapitänin. Lena Vedder wechselt vom Zweitliga-Absteiger an den Berg Fidel. Eine Verpflichtung, die überraschend ist, mit der der USC aber seinen eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzt.

Es ist eine Zusammenkunft im zweiten Anlauf. Bereits vor einigen Jahren war die damalige Schülerin Vedder in Münster im Gespräch, schaute sich intensiv das Sportinternat an. Doch die 21-Jährige, die im Angriff sowohl die Außen- als auch die Diagonalposition einnehmen kann, entschied sich anders – und ist nun doch beim USC gelandet. „Sie ist ihren eigenen Weg gegangen. Und zwar eindrucksvoll“, erklärt USC-Sportdirektor Axel Büring .

Vedder, die die Nationalmannschaftskapitänin Maren Brinker als Vorbild angibt, hat ihr Ziel erreicht und gibt sich schon vor dem offiziellen Trainingsstart ehrgeizig und lernwillig. Bei Chefcoach Teun Buijs bat sie aus eigenem Antrieb um einen individuellen Trainingsplan, um sich an das bald steigende Pensum schnellstmöglich gewöhnen zu können. „Das zeigt, dass wir die Richtige verpflichtet haben“, meint Büring, der wie Vedder weiß, dass die Studentin des Chemieingenieurswesens ihre Zeit braucht, um sich auf Erstliga-Niveau zu akklimatisieren. „Ich will jetzt erst einmal ankommen in der ersten Liga und mich ans Niveau heranarbeiten. Ich bin nicht der Überzeugung, dass ich im ersten Bundesligaspiel der Saison gleich auf dem Feld stehen werde. Aber ich hoffe, dass ich schon helfen kann“, sagt Vedder, die damit die Einschätzung von Büring einhellig teilt, der die von USC-Präsident Jörg Adler eingefädelte Verpflichtung als „perspektivisch“ bezeichnet. „Mit Lena sind wir nicht auf einen Schlag alle Sorgen los. Wir wissen aber, dass sie sich bei uns weiter entwickeln wird.“

Die sich bietende Möglichkeit geht Vedder, die in den USA nach dem Abitur ein halbes Jahr an einem College in Rhode Island Auslandserfahrung sammelte, beherzt an. „Ich freue mich total, dass der USC Münster mir die Chance gibt, mich in die erste Liga einzufinden. Damit habe ich so nicht unbedingt gerechnet. Ich kann es nicht abwarten, dass es losgeht.“

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