Triathlon: ETU-Challenge in Herning
Dirksmeier ist ETU-Europameister

Herning -

Das ist ein Riesending: Patrick Dirksmeier ist Europameister der Europäischen Triathlon-Union (ETU). Der 32-jährige Profi aus Münster feierte am Samstag im dänischen Herning den bislang größten Erfolg in seiner Karriere.

Sonntag, 11.06.2017, 17:06 Uhr

Fügt seiner Vita  einen EM-Titel hinzu: Triathlon-Profi Patrick Dirksmeier aus Münster.
Fügt seiner Vita  einen EM-Titel hinzu: Triathlon-Profi Patrick Dirksmeier aus Münster. Foto: imago

„Skandal!“ Janusz Góra hat seinen Platz in den Fußball-Annalen seit 1999 sicher. Sein temperamentvoller Wutausbruch nach vier Feldverweisen gegen den ehemaligen Bundesligisten SSV Ulm ist legendär, wird stets bei passenden Anlässen rausgekramt. Patrick Dirksmeier, Triathlet aus Münster und ausgestattet mit einer Profilizenz, dürfte das Vokabular am Samstag zumindest leise über die Lippen gegangen sein, durchlebte der 32-Jährige bei der Challenge der Europäischen Triathlon-Union (ETU) im dänischen Herning auf der Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen) doch zu Beginn des Wettkampfes ein echtes Wechselbad der Gefühle, auf das er zu gern verzichtet hätte: Just auf der Strecke im Fuglsang-See unterwegs, lotste ihn ein Paddelboot um eine falsche Boje. Überflüssig wie ein Kropf – diese Aktion kostete Zeit, und Kraft. „Zum Glück habe ich mich auf dem Rad herangetastet und bin taktisch klug den Halbmarathon gelaufen“, sagte er im Nachklapp – mit einem Lächeln. Das stand ihm – mit zwei Minuten Vorsprung finishte er nach 3:49,27 Stunden als Erster und darf sich ETU-Europameister nennen. Sein bislang größter Erfolg in seiner noch jungen Profi-Vita, auch wenn die Frodenos und Kienles dieser Welt nicht am Start waren.

Beeindruckend. Noch vor drei Jahren ging der gebürtige Ostwestfale bei der ETU-EM in Paguera (Mallorca) als 22. aus der Challenge, ein Jahr drauf in Rimini (Italien) immerhin schon als Zwölfter. „Damals habe ich dem Europameister voller Ehrfurcht gratuliert, heute stehe ich selbst dort oben“, musste sich der Jurist, ja Dirksmeier arbeitet in einer Anwaltskanzlei, da sein Sport finanziell kaum was abwirft, schon kneifen. Immerhin 3500 Euro versüßten ihm diesmal all die Leiden – und den Ärger im Wasser zum Auftakt.

Richtung Münster geht es noch nicht. Dirksmeier, der mit seinen Eltern im Wohnmobil angereist ist, zieht weiter ins dänische Elsinore. Dort steigt am Sonntag die KMD-Ironman-70.3-Europameisterschaft. Dann will der Münsteraner wieder ins Rampenlicht eintauchen. Doppel hält besser.

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