Volleyball: Bundesliga
Neuzugang Roosa Laakkonen macht beim USC Münster die Mitte dicht

Münster -

Der USC Münster schlägt in der kommenden Bundesliga-Saison groß auf: Auch der nächste Neuzugang weist Gardemaß auf. Die Finnin Roosa Laakkonen misst 1,93 Meter und will beim USC hoch hinaus.

Montag, 12.06.2017, 17:06 Uhr

Langsam füllen sich beim USC Münster die Lücken 
Langsam füllen sich beim USC Münster die Lücken  Foto: Grafik: Lisa Stetzkamp

Der USC Münster hat eine weitere Planstelle in seinem Kader besetzt und damit die verbliebene Lücke im Mittelblock geschlossen. Nach dem Abgang von Kapitänin Leonie Schwertmann, die zum Bundesliga-Rivalen Rote Raben Vilsbiburg wechselt, verkündete der Club vom Berg Fidel am Montag die Verpflichtung von Roosa Laakkonen . Die Finnin, die am Freitag einen Einjahresvertrag unterschrieb, ist in ihrer Heimat Nationalspielerin und kommt vom Erstligisten LP Kangasala.

Mit ihren 23 Jahren passt Laakkonen in das Raster des USC, der auf junge, entwicklungsfähige Spielerinnen setzt. Der Tipp, die 1,93 Meter große Blockerin einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, bekamen Trainer Teun Buijs und der Sportliche Leiter Axel Büring von einem Kollegen. „Roosa kam auf Empfehlung von Dirk Sauermann zu einem Probetraining zu uns. Da hat sie uns voll überzeugt“, erklärt Beuijs. Sauermann war nach seiner Zeit bei Bayer Leverkusen für zwei Jahre als Coach beim HPK Naiset tätig, lebt in Finnland und betreibt die Agentur VolleyNetWork. „Roosa ist eine Spielerin, die sich noch entwickeln kann. Sie bringt gutes Grundhandwerkszeug mit“, sagt Büring. In Münster steht die Finnin in Konkurrenz zu Juliane Langgemach und Juliet Lohuis, die beide wie Laakkonen Gardemaß aufweisen. Die deutsche Nationalspielerin ist 1,88 Meter groß, die neu verpflichtete Niederländerin ist noch zwei Zentimeter größer.

Laakkonnen weist mit ihren jungen Jahren schon Erfolge und internationale Erfahrung auf. 2014 gewann sie mit Kangasala den finnischen Pokal und wurde im Finale zur wertvollsten Spielerin gekürt. Eine Saison später schloss sie die Meisterschaft mit ihrem Club, mit dem sie im CEV-Cup sowie im Challenge Cup spielte, auf Rang drei ab, weitere zwölf Monate danach erreichte sie ein zweites Mal das Pokalfinale. Ihre Trainerin Virginie de Carne ist wie Beuijs von den Qualitäten Laakkonens, für die in den Statistiken eine Abschlaghöhe von 3,17 Meter angegeben ist, überzeugt. „Sie hat sehr gute Block-Möglichkeiten bei schnellen wie bei hohen Bällen und erreicht im ersten Tempo eine gute Höhe. Roosa ist athletisch stark und gibt dem Team viel Energie“, meinte die frühere belgische Nationalspielerin de Carne.

Nach der Verpflichtung Laakkonens besteht der USC-Kader aktuell aus acht Spielerinnen, drei weitere sollten noch folgen. Noch gänzlich unbesetzt ist die Schaltzentrale der Unabhängigen, die im Vorjahr mit Britt Bongaerts und Kaisa Alanko auf der Zuspielposition agierten. Doch die Niederländerin verließ Münster nach nur einem Jahr wieder in Richtung Aachen (wir berichteten), die Zukunft von Laakkonens Landsfrau Alanko am Berg Fidel ist weiter offen.

Und auch eine Power-Hitterin im Stile einer Michala Kvapilova oder Erica Wilson steht noch auf der münsterischen Fahndungsliste. „Das kann eine Diagonal- oder eine Außenangreiferin oder eine Mitte, die diagonal spielen kann, sein. Wir stehen in regelmäßigen Gesprächen mit Kandidatinnen. Das kann schnell gehen, es kann aber auch noch etwas dauern“, erklärt Büring, der mit Trainer Theun Beuijs weiter geduldig die Möglichkeiten auslotet.

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