Mitgliederversammlung: Sportinternat bald voll – Kasse gut gefüllt
Verein zur Förderung des Leistungssports positiv gestimmt

Münster -

Eigentlich ist ja alles zum Guten bestellt: Die Vereinskasse ist im positiven Bereich, es können in diesem Jahr sogar weitere Rücklagen gebildet werden. Das Sportinternat, dessen Träger der Verein zur Förderung des Leistungssports in Münster ist, wird nach den Sommerferien mit 28 Schülern, die ja auch Leistungssportler sind, gefüllt sein. Die Mitgliederversammlung verlief entsprechend harmonisch und in „Rekordzeit“. Also alles gut? Wäre da nicht die drohende Schließung des Bundesleistungsstützpunkt Volleyball, die der DOSB und der Deutsche Volleyballverband im Zusammenhang mit der anstehenden Leistungssportreform angekündigt hat.

Freitag, 23.06.2017, 14:06 Uhr

Nicht sorgenfrei, aber positiv gestimmt: Geschäftsführer Uwe Peppenhorst, und die Vorsitzenden Karin Reismann sowie Peter Bochnia (v. l.) .
Nicht sorgenfrei, aber positiv gestimmt: Geschäftsführer Uwe Peppenhorst, und die Vorsitzenden Karin Reismann sowie Peter Bochnia (v. l.) . Foto: Thomas Austermann

Erst der (vermeintliche) Nackenschlag durch die im Zuge der bundesweiten Spitzensportreform angedrohte Schließung des Bundesstützpunktes Volleyball, dann immerhin ein (finanzieller) Befreiungsschlag: Der Verein zur Förderung des Leistungssports in Münster kann für sich gesprochen positiv auf das laufende und kommende Geschäftsjahr blicken, hat aber in Hinblick auf seine ureigene Arbeit eine Zitterpartie vor sich. Anfang August werden der Deutsche Olympische Sportbund ( DOSB ) und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) über den Fortbestand des münsterischen Vorzeige-Stützpunktes, aus dem so viele National- und Bundesligaspielerinnen hervorgingen, entscheiden. Ganz maßgeblich davon betroffen sein dürfte das Sportinternat in der Salzmannstraße. Der Verein zur Förderung des Leistungssports ist dessen Träger; zwölf Nachwuchsvolleyballerinnen sind hier unter anderem beheimatet. „Zermürbend und nervenaufreibend“ sei die Debatte geführt worden, sagte die Vereins-Vorsitzende Karin Reismann , die persönlich mit dem zuständigen Bundesinnenminister Thomas de Maizière stützpunkttechnisch im Gespräch war.

Dennoch: Das Sportinternat wächst weiter. Nach den Sommerferien sind bei sieben Neuaufnahmen dann unter anderem 15 Volleyballerinnen hier beheimatet. Neun junge Schüler werden – zum Großteil mit dem Abitur in der Tasche – das Internat verlassen. Leichtathletik, Rudern, Boxen, Fuß- und Basketball sind ebenfalls und national wie international erfolgreich, vertreten. „Durchaus möglich, dass das Internat nach den Sommerferien richtig voll (28 Plätze) sein wird“, betonte Reismann zukunftsweisend.

Für die Zukunft gerüstet ist der Verein auch aus finanzieller Sicht, das berichtete Geschäftsführer Uwe Peppenhorst während der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend. Dessen im Januar aufgestellter Finanzplan wurde wie von ihm prognostiziert mittlerweile deutlich ins Positive entwickelt. Vor allem durch Einsparmaßnahmen und gleichzeitigem Plus im Sponsoringbereich stehe nun ein Überschuss von rund 39 000 Euro zu Buche, womit die Rücklagen auf über 45 000 Euro aufgestockt werden können. Auch die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2017 versprächen, so Peppenhorst, unter Berücksichtigung der „gesicherten Einnahmen“ ein Gesamt-Plus von rund 5000 Euro.

Der Geschäftsführer nahm zum wiederholten Mal die Stadt Münster mit ins Boot: Im Zeitraum der nächsten drei Jahre müsse „die Stadt das Internat tragen; anders wird’s nicht gehen“, betonte Peppenhorst. Für den Verein zur Förderung des Leistungssports wäre das dann erst recht ein Befreiungsschlag.

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