Rhythmische Sportgymnastik: Sommerpokal der TG Münster
Harmonisch synchron geht es zu bei der TG Münster

Münster -

Grazil und elegant: Die Rhythmischen Sportgymnastinnen aus Münster schafften es auf der einen Seite, den perfekten Gastgeber zu geben und gleichzeitig sportlich selber Glanzlichter zu setzen.

Montag, 26.06.2017, 16:06 Uhr

Schwerkraft, nein danke: Lotta Richter scheint zu schweben – und der Ball gleich mit.
Schwerkraft, nein danke: Lotta Richter scheint zu schweben – und der Ball gleich mit. Foto: Peter Leßmann

Wenn Sportgymnastinnen die Bühne betreten und ihre Übungen turnen, sieht das von außen betrachtet leicht und fast schon spielerisch aus. Und eben das ist die Kunst in diesem Sport: Schwieriges ganz leicht aussehen zu lassen. Doch steckt hinter jeder Pirouette, hinter jedem Sprung und hinter jedem Wurf eine ganze Menge Arbeit.

„Wir trainieren ein Jahr für manche Choreografien“, sagt Janina Schlarmann . Sie ist seit 14 Jahren Trainerin bei der TG Münster und sah am Samstag die neunte Auflage des Sommerpokals in der Dreifachturnhalle an der Lotharinger Straße.

„Das war perfekt, was die Mädels gerade gezeigt haben“, kommentiert Schlarmann einen Gruppenauftritt einer TG-Auswahl. Gespannt ist sie auf das Urteil der Kampfrichter, die am anderen Ende der Halle sitzen. Insgesamt gehen 21 Gymnastinnen im Einzelwettkampf und elf Turnerinnen in zwei Gruppen von der TG Münster an den Start. Sie wollen einen möglichst hohen D-Wert erreichen. Dies sind die sogenannten Pluspunkte, die eine Gruppe etwa für einen harmonischen und synchronen Auftritt bekommt. Verliert eine Turnerin ein Gerät, wirkt sich dies auf den E-Wert aus, der die Minuspunkte dokumentiert. Am Ende wird ein Gesamtergebnis aus dem D- und E-Wert errechnet.

Die Kleidung der Turnerinnen ist auf die Musik abgestimmt und soll zur Choreografie passen. Auch die Geräte unterscheiden sich: So können etwa Keulen oder Reifen zum Einsatz kommen. Die Koordination von Gerät und Körper ist wohl der schwierigste Aspekt des Turnens. Gymnastinnen fangen in der Regel schon im Alter von fünf Jahren mit ersten Übungen an. Balletterfahrung wird dabei vorausgesetzt. Die Mädchen treffen sich bis zu vier Mal wöchentlich zum gemeinsamen Training und werden von unterschiedlichen Personen angeleitet. So verfügt die TG über sieben Trainerinnen. „Wir sind ein gutes Team und ergänzen uns. Allein könnten wir das alles nicht auf die Beine stellen“, sagt Schlarmann.

Sie hält Turnen mittlerweile für einen konditionell sehr anspruchsvollen Sport, bei dem es nicht mehr nur auf Beweglichkeit und Eleganz ankommt. Mit der Leistung ihrer Mädels kann sie zufrieden sein, die zuletzt auch beim Deutschland-Turnier in Berlin eine gute Figur abgaben.

Am Samstag erreicht Christin Herwegen in der Gruppe der Zehn- bis Zwölfjährigen den dritten Platz. In der Juniorenwettkampfklasse belegt Christine Tandilashvili einen starken zweiten Platz. In der freien Wettkampfklasse steht Clarissa Eichwald am Ende ganz oben. Auch als Gruppe gibt die TG eine gute Figur ab: Im Freien Wettkampf mit fünf Reifen erreicht sie den ersten Rang. „Insgesamt war es ein sehr erfolgreicher Wettkampf für die TG mit sehr guten Ergebnissen und zehn Podestplätzen“, resümiert Trainerin Schlarmann.

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