Basketball: Regionalliga
WWU Baskets verpflichten Stefan Wess für zwei Jahre

Münster -

Die WWU Baskets Münster präsentieren wenige Tage nach dem alten Trainer einen neuen Spieler, der beim zweiten Blick auch ein ganz alter Bekannter ist. Mit Stefan Wess kehrt eines der größten Basketballtalente Münsters in die Heimat zurück.

Montag, 26.06.2017, 22:06 Uhr

Stefan Wess kennt sich unter den Körben in der Unihalle bestens aus. Hier hat er das Basektball-ABC gelernt.
Stefan Wess kennt sich unter den Körben in der Unihalle bestens aus. Hier hat er das Basketball-ABC gelernt.

Eine Stadtführung kann sich Helge Stuckenholz , Manager der WWU Baskets , sparen. Dem neuen Mann beim Basketball-Regionalligisten muss er die Domstadt nicht mehr erklären. Schließlich ist er hier geboren, hat in Münster mit sieben Jahren erstmals Bälle in Körbe versenkt und später mit dem UBC in beiden Junioren-Jahrgängen Bundesliga gespielt. Stefan Wess galt als eines der größten Basketball-Talente aus der UBC-Nachwuchsschmiede. Spätestens nach Einsätzen in den U-18- und U-20 Nationalmannschaften meldeten Teams aus ganz Deutschland verschärftes Interesse an „Wessi“ an, der dann mit einem Umweg über die EWE Baskets Oldenburg (2013 bis 2016) ein „Ossi“ wurde. Im Sommer 2016 wechselte der 2,03-Mann als A-2-Nationalspieler in die Pro A zu den Niners Chemnitz, mit denen er denkbar knapp den Aufstieg in die Bundesliga verpasste.

Stattdessen geht es für den 23-Jährigen jetzt in der Regionalliga weiter. Für die Baskets ein doppelter Volltreffer, weil Wess sowohl den sportlichen Qualitätssprung gewährleistet, den sich Kappenstein und Manager Helge Stuckenholz auf die Fahnen geschrieben haben, als auch die lokale Note festigt, die den Baskets auch künftig eine Sonderstellung in der Liga bescheren soll. „Stefan und ich standen immer in Kontakt. Jetzt ist er der erste Spieler, den wir als Verein rausgebracht haben und der uns in die höheren Ligen verlassen hat, der schon im besten Alter zurück kommt und seiner Heimatstadt zum nächsten Schritt verhelfen möchte“, setzt Stuckenholz große Erwartungen in den Rückkehrer, der gemeinsam mit Jan König und Leo Padberg auf der Flügel-Position ein Trio der Regionalliga-Extraklasse bilden könnte.

Auch Wess selber freut sich auf die neue Herausforderung im alten Umfeld: „Ich habe die Entwicklung meiner Münsteraner stetig verfolgt und bin der Auffassung, dass wir hier höher spielen können und müssen“, sagt der 23-Jährige, der auch hofft, mit seinem Heimat-Einsatz weitere Ex­UBCler zurück zu ihren Wurzeln locken zu können. Wess setzt beim namensgebenden Partner an der WWU sein Studium der Wirtschaftsinformatik fort – und kann so auch das Uni-Team verstärken.

Ermöglicht wurde die erfolgreiche Rückrufaktion von Wess durch die bekennenden Basketballfans Georg und Christopher Krimphove, die als neue Premiumpartner der WWU Baskets die finanziellen Rahmenbedingungen für den Zweijahresvertrag stemmen.

Trainer Philipp Kappenstein kann damit den nächsten wichtigen Mosaikstein in sein monumentales Meisterstück einfügen, das die Baskets im fünften Anlauf aus der Regionalliga endlich ins Bundesliga-Unterhaus führen soll. Wess soll als Leistungsträger und Führungsspieler unter anderem auch Vorbild für seine Nachfolger in der Junioren-Nationalmannschaft Miguel Wessel, Niko Funk und Erik Brummert sein, zudem hat Wess schon in Oldenburg sehr gut mit Center Kai Hänig zusammengespielt, dessen Vertrag in Münster vor der Verlängerung steht. Mit ihm wie auch mit den anderen Spieler aus dem Vorjahreskader laufen derzeit „gute Gespräche“, wie Kappenstein verrät. Verlassen haben Münster bislang nur Anselm Hartmann und Marley Jean-Louis.

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