Boxen: NRW-Meisterschaften
Münsters Boxer sichern sich sechs Titel

Münster -

Das ist eine richtig starke Bilanz. Bei den NRW-Titelkämpfen in Köln räumten die Boxer aus Münster die Pokalvitrine leer. Die Bilanz: saubere sechs Titel.

Montag, 10.07.2017, 17:07 Uhr

Quintett mit drei Siegern: Hamrin Gafar (von links), Trainer Hamdi Wilderim, Patrick Walfort, Dilara Gökalan und Coach Ole Barth.
Quintett mit drei Siegern: Hamrin Gafar (von links), Trainer Hamdi Wilderim, Patrick Walfort, Dilara Gökalan und Coach Ole Barth. Foto: Boxzentrum Münster

Die Prozedur war immer die gleiche – nur nicht langweilig. Das Boxzentrum Münster stellte am vergangenen Wochenende gleich fünf NRW-Meister beim großen Finale in Köln und durfte das oberste Treppchen fast schon für sich vereinnahmen. Es gibt Schlimmeres. Bei den Männern B freute sich auch der BC Münster über einen Titelträger.

Es ist die ganz normale Mühle der Qualifikation: Wer Teil des Hauptaktes auf Landesebene sein will, der muss auf Kreis- und Westfalenebene seine Hausaufgaben machen. Eindrucksvoll tat das Münsters Nachwuchs – um in Köln nochmals ein Pfund draufzulegen. Hamrin Gafar bezwang in der Klasse bis 54 Kilogramm Edina Topcagic (BSC Wattenscheid) nach Punkten. Dilara Gökalan (bis 57 Kilogramm) profitierte in Runde zwei von der Aufgabe ihrer Gegnerin Darya Kasyanova (SR Garath). Kampflos Meister wurde Patrik Walfort im Schwergewicht, dessen Gegner Jonas Billstein (SC Colonia Köln) krankheitsbedingt nicht antrat. Mit Martin Houben (bis 81 Kilogramm, VfR Übach-Palenberg) und Oliver Ginkel (bis 75 Kilogramm, BR Mönchengladbach) hievten sich zwei Boxer nach oben, die in Münster studieren und im Boxzentrum trainieren. „Starke Leistungen. Wir sind voll zufrieden“, bilanzierte Trainer Farid Vatanparast.

Das war auch Lars Wagner vom BC Münster, der im Schwergewicht im B-Finale mit Tim Vogt einmal mehr seinen Vereinskameraden vor die Fäuste bekam. „Das ist nicht schön, weil wir beide uns super verstehen. Aber für die Zeit ruht die Freundschaft“, sagt der 24-Jährige. Mit 4:1-Kampfricherstimmen ging der Kampf an Wagner. Zum dritten Mal in 2017 nach den erfolgen bei den Kreis- und Westfalenmeisterschaften. Allein 2016 auf westfälischer Ebene hatte noch Vogt seinem „Kumpel“ das Nachsehen gegeben. Die nächste Revanche kommt bestimmt.

Bis dahin wird sich Wagner eifrig seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre widmen. Die Klausurphase beginnt in knapp drei Wochen. „Ich hatte zuletzt den Kopf nicht frei. Jetzt kann ich mich hinsetzen und konzentriert arbeiten.“ Als amtierender NRW-Meister.

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