Fußball: Frauen-Turnier
Warendorf stellt den ersten Sieger beim Turnier von BW Aasee

Münster -

Einen Tag vor dem Auftakt der Frauen-Fußball-EM bestimmten die Fußball-Spielerinnen auch bei BW Aasse das Bild. Beim Turnierdebüt sorgte Regionalligist Warendorfer SU für die spielerischen Glanzlichter.

Sonntag, 16.07.2017, 15:07 Uhr

So sehen Siegerinnen aus: Regionalligist Warendorfer SU machte beim Turnier von BW Aasee am Ende den Klassenunterschied deutlich.
So sehen Siegerinnen aus: Regionalligist Warendorfer SU machte beim Turnier von BW Aasee am Ende den Klassenunterschied deutlich. Foto: Peter Leßmann

Für die Gastgeberinnen gab es weder Tore noch Punkte. Aber jede Menge Lob und Anerkennung. Die Kreisliga-Fußballerinnen von Blau-Weiß Aasee stellten auf ihrer Anlage erstmals ein Einladungsturnier auf die Beine, dessen Abschlusstabelle exakt die sportliche Rangfolge wiedergab. Regionalligist Warendorfer SU gewann vor Westfalenliga-Aufsteiger SC Gremmendorf sowie Landesligist Wacker Mecklenbeck und Aasee.

BWA-Trainer Kolja Steinrötter titulierte den von ihm erdachten Wettbewerb auf dem Großfeld – jeder gegen jeder über 40 Minuten – nicht zufällig als „Equality-Cup“, denn die Gleichberechtigung steht erstens im Programm des Clubs ganz oben und ist zweitens allgemein noch immer nicht erreicht. „Frauen sind im Fußball nach wie vor benachteiligt“, geht er genau dagegen an – auch mit derlei Unternehmungen. Den großen Wanderpokal überreichte Steinrötter der WSU, die mithin moralisch verpflichtet wurde, 2018 zur Zweitauflage des Turniers zu kommen. Den Gästen gefiel die Premiere bestens, auch wenn ihr Zeitpunkt nicht allen ideal in den Vorbereitungsplan passte. Und alle wiesen einen anderen Stand auf in Sachen Fitness und Teamhomogenität auf. Warendorfs Trainer Andre Kuhlmann rief seine Mädels schon am 2. Juli wieder zusammen und unterbricht die Vorbereitung jetzt zum Ferienstart „mangels Masse“ wieder für drei Wochen. Sein Kader wusste sich im Turnier zu steigern. Nach dem 0:1 gegen Wacker gab es ein 2:0 gegen BWA und ein 3:0 im entscheidenden Spiel über Gremmendorf.

Gerade hier agierte der Favorit deutlich überlegen, was Taktik, Tempo und Passqualität anging. „Wir waren platt“, sagte SCG-Aufstiegscoach Marc Dillmann, dem zehn Kaderspielerinnen fehlten und dem mit Julia Block ein Neuzugang vom TuS Saxonia mit womöglich folgenschwerer Knieblessur nach dem ersten Spiel (3:0 gegen Aasee) ausfiel. „Unsere neu gemischte Gruppe soll sich hier besser kennenlernen und Spaß entwickeln“, setzte Dillmann Prioritäten. „Es ist doch toll, dass es so ein Turnier in Münster gibt.“

Dem pflichtete Wackers Trainer Andre Frankrone gerne bei, auch wenn sein Kader vor dem 2:0 über BWA mit 0:2 gegen Gremmendorf verlor. „Wir sind Freitag erst in die Vorbereitung gestartet und haben taktisch noch gar nichts besprochen. Es gab dennoch in jedem Duell etwas zu sehen für mich. Es ist ja klar, dass wir in der Landesliga den Charakter unseres Spiel verändern müssen“, ist er sicher, dass seine Elf dominanter agieren sollte.

Drei Fragen an Stfanie Heidfeld, Kapitänin des SC Gremmendorf

Die EM der Frauen läuft an. Verfolgen Sie die Titelkämpfe in Holland?

Stefanie Heidfeld: Grundsätzlich interessiere ich mich für die Nationalmannschaft und verfolge die großen Turniere, aber ich habe noch keine Tickets erworben. Bis in die Niederlande ist es ja nicht weit. Vielleicht schaffe ich es mal spontan, mir eine Partie anzusehen.

 

Welche deutsche Nationalspielerin beeindruckt Sie am meisten?

Heidfeld: Ich finde Dzsenifer Marozsan klasse. da bin ich ja nicht die einzige. Die hat in Lyon noch einmal einen großen Schritt gemacht und überzeugt. Sie kann sicherlich eine wichtige Rolle spielen für Deutschland.

 

Wie steht es mit Ihrem Interesse an der Bundesliga der Frauen?

Heidfeld: Ganz ehrlich: So lange da keine schwarz-gelbe Mannschaft mitspielt, packt mich diese Liga nicht richtig. Ich bin eben Fan von Borussia Dortmund, aber der Club hält sich ja heraus aus dem Frauenfußball. Ich habe einmal den FC Bayern live gesehen, das war in einem Pokalspiel in Ibbenbüren. Ich weiß auch, dass Wolfsburg zuletzt ziemlich dominant aufgetreten ist.

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