Sparda-Münster-City-Triathlon
Dirksmeier allein auf weiter Flur, Czerny und Arlom jubeln auch

Münster -

Am Ende jubelten die Lokalmatadoren. Patrick Dirksmeier gewann auf der olympischen Distanz, die Volksdistanz ging an Sebastian Czerny und Hannah Arlom. Es war ein reibungsloser Sonntag rund um das Hafenbecken – mit den passenden Siegern.

Sonntag, 23.07.2017, 16:07 Uhr

„Ich lass Konfetti für dich regnen“: Patrick Dirksmeier genießt das Bad in der Menge. Die Belohnung gibt es in Form eines Kusses von Ehefrau Jenna (kleines Foto oben links). Der amtierende ETU-Europameister deklassierte den Zweiten Dennis Möllers (kleines Foto rechts beim Sprung von der Rampe) mit fast neun Minuten Vorsprung.
„Ich lass Konfetti für dich regnen“: Patrick Dirksmeier genießt das Bad in der Menge. Foto: Peter Leßmann

Jenna hat sich von ihrer Familie losgeeist, bringt sich im Zielbereich für das Siegerküsschen in Position. „Ich musste mich sputen“, lacht die Ehefrau von Patrick Dirksmeier, der schuld daran ist, dass seine bessere Hälfte ins Schwitzen kommt. In atemraubendem Tempo stürmt der amtierende ETU-Europameister am Sonntag nach 1:45,54 Minuten rein in den Konfetti-Regen. Das Publikum tobt. Sein dritter Streich nach 2010 und 2011 über die olympische Distanz im Heimspiel.

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Fast neun Minuten Vorsprung

Und was für einer. Der 33-jährige Tri-Finisher schwimmt (17:26 Minuten, 1500 Meter), fährt (52:29 Minuten, 40 Kilometer) und läuft (34:09 Minuten, zehn Kilometer) die Konkurrenz in Grund und Boden. Fast neun Minuten beträgt der Vorsprung auf den Zweiten Dennis Möllers ( Sparda-Bank Münster). Die Erklärung liefert Dirksmeier gleich mit: „Der zweite Platz 2013 beim letzten Start hat mich gewurmt, ich wollte hier gewinnen.“

Auch wenn er relativiert: „Die Waffengleichheit ist nicht gegeben. Ich mache

das professionell, bin das ganze Jahr viel unterwegs. Hier sind hauptsächlich Hobby-Athleten am Start.“ Er ist halt eine ehrliche Haut, der Patrick. Auf den letzten Kilometern nimmt er das Tempo vorsichtshalber sogar raus. Am Wochenende startet der Jurist in Prag schon wieder über eine Mitteldistanz.

„Genial“, Papa Toni klatscht seinen Sohn in der Finisher-Zone ab, drückt ihn. Ja, die Schar der Gratulanten ist groß. „Eine extrem emotionale Kiste“, sagt Dirksmeier und genießt das Bad in der Menge. Hier kennen sie ihn, hier lieben sie ihn. Und hier gehen sie auf Tuchfühlung mit ihrem „Patti“. „In Münster hat alles angefangen“, weiß er nur zu gut, wo seine triathletische Ader einst Wurzeln schlug.

Volksdistanz in münsterischen Händen

Einer, der dem großen Dirksmeier irgendwann Konkurrenz machen kann, ist Jannik Feder von W+F Münster. Der 18-Jährige läuft als Zwölfter ins Ziel – und ist angefressen. „Ich habe meine Trinkflasche auf dem Rad verloren und hatte nur noch ein Gel. Das war zu wenig“, sagt der Youngster, für den es keine Option war, abzusteigen, um den Flüssigkeitshaushalt bei Laune zu halten. „Nein, dann hätte ich zu viel Zeit verloren.“ Feder gilt als hoffnungsvolles Talent in der 2. Bundesliga bei Wasser + Freizeit.

Sparda-Münster-City-Triathlon 2017

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Auch die Volksdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) ist an diesem Tag fest in münsterischen Händen. Sebastian Czerny , Tri-Finish-Mitglied im Bundesliga-Kader, setzt sich nach 54:36 Minuten an die Spitze des Feldes. „Sogar das Schwimmen, das sonst mein Manko ist, hat erstaunlich gut funktioniert. So ein Heimrennen verpflichtet“, grinst der Österreicher, der schnell seine Klamotten gegen das Helfer-Outfit tauscht. Beim Event wird jeder aus dem eigenen Stall mit eingebunden.

Bei den Frauen passiert schließlich Hannah Arlom von den Zweitliga-Mädels von Tri Finish als Erste den Zielstrich. Sie startet diesmal für ihren Heimatverein LG Emsdetten Tri-Team – und toppt ihren zweiten Rang von 2016.

Kommentar: Event mit Suchtfaktor

Darauf einen ...Hundertprozentig hochprozentig – der Sparda-Münster-City-Triathlon berauscht. Der Schritt in die Abhängigkeit, in die Sucht, er ist klein, winzig klein. Wer Teil des Spektakels ist, ganz gleich ob aktiv oder passiv, der wird gefangen genommen von dieser einmaligen Atmosphäre rund um den Stadthafen. Ein Event mit „Gänsehautgarantie“ – so wie es der Veranstalter in seiner Ausschreibung frech propagiert. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Starterfelder innerhalb kürzester Zeit ausgebucht sind und die Zuschauer, Tausende an der Zahl, begeistert das Treiben der Dreikämpfer trotz des Niederschlags am Sonntagmittag verfolgten. Teil der Faszination in Münster: Die Weltklasse trifft die Breite. Das gab es in dieser Art nie zuvor. Der Bundesliga-Wettkampf hat das Schauspiel auffällig bereichert. Olympioniken im Wettstreit mit der erstklassigen Konkurrenz und der Stoppuhr – das zieht. Und mobilisiert noch mehr Massen. Feuerprobe bestanden, liebes Orga-Team. Die Lust auf 2018, sie ist ungebrochen. Ein Jahr lang müssen sich alle nun in Geduld üben. Das dürfte schwer fallen. Denn: Wenn einem so viel Gutes widerfährt ...

Von: André Fischer

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