Handball: Frauen-Verbandsliga
Westfalia Kinderhaus verteidigt die Spitze gegen die HSG Hohenlimburg

Münster -

Westfalia Kinderhaus bleibt Spitze. Mit 34:21 wurde die HSG Hohenlimburg in die Schranken gewiesen. Coach Florian Ostendorf konnte sich das Treiben auf dem Feld genüsslich ansehen.

Sonntag, 15.10.2017, 20:10 Uhr

Sprühte nur so vor Energie: Jutta Müller-Deile traf zweimal für die Westfalia.
Sprühte nur so vor Energie: Jutta Müller-Deile traf zweimal für die Westfalia. Foto: fotoideen.com

Es gibt Handballspiele, da braucht sich der Trainer das Geschehen nur anzuschauen. Sitzend, entspannt, genüsslich. Ein Wellnessbad am Samstagabend, eine regelrechte Wohlfühl­oase in Kinderhaus. Er kann seine Stimmbänder schonen, braucht keine Auszeit zu nehmen, wechselt munter durch und hat seinen Spaß. Am Ende steht dann ein 34:21 (16:10)-Erfolg über die HSG Hohenlimburg auf der Anzeigetafel. Die Westfalia-Mädels tanzen vor Freude, und der Coach überlegt sich, was er da gerade erlebt hat.

Florian Ostendorf sieht das nicht genauso. „Wir haben einen guten Start erwischt, dabei eine klare Führung herausgespielt, aber kurz vor der Pause geriet das dann ein wenig ins Wanken.“ Das war die Phase, als vorne nicht gut abgeschlossen wurde und es hinten einige Male lichterloh brannte. Zum Glück konnte Torhüterin Christin Schürmann zwei Siebenmeter abwehren und einige schwere Würfe parieren, so dass man mit einem komfortablen 16:10 in die Pause ging.

Nach der Pause hielt der heimische Verbandsligist die Konzentration hoch, das Tempo noch höher. Das sollte sich auszahlen, weil das Verhältnis zwischen kassierten und erzielten Treffern deutlich für die Westfalia sprach. „Mir hat vor allem gefallen, wie konsequent wir hinten 60 Minuten gearbeitet haben. Aber auch unser schnelles Umschalten war richtig gut.“ So manches Mal spendete Ostendorf ostentativen Applaus, wenn einer seiner Spielerin mal wieder ein Pass quer durch die Halle genau in die Hand der gestarteten Mitspielerin gelungen war.

Es läuft bei Kinderhaus, keine Frage. Aber größenwahnsinnig wird da wohl niemand in Münsters Norden. „Die Saison ist sehr jung, da kann noch so viel passieren. Wir genießen den Moment, mehr nicht. Übrigens: Bei Hohenlimburg fehlten zwei Rückraumspielerinnen, das sollten wir nicht vergessen. Aber wir waren ja auch nicht komplett“, schmunzelte Ostendorf. Ihm ist schon klar, dass dies eine sehr erfolgreiche Saison werden kann, wenn Tempo und Konzentration hoch gehalten werden können. Wenn auch nicht immer ein Wellness-Abend. . . Westfalia-Tore: Glage, Petermann (je 6), Schibilla (5), Brinkhus (5/2), Brügger (4), Pohlkötter (3), Müller-Deile, Volkmer (je 2), Rehorst (1)

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5225436?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Nachrichten-Ticker