Leichtathletik: Hallensaison
Preußen-Weitspringerin Malkus plant Rückkehr, Garritsen und Breitkopf verletzt

Münster -

Die Hallensaison steht vor der Tür. Nicht alle Leichtathleten lieben sie, doch gerade für die Gruppe des SC Preußen hat sie in diesem Jahr eine hohe Bedeutung. Zwar müssen Jonas Breitkopf und Christoph Garritsen noch auf Wettkämpfe verzichten, dafür plant Lena Malkus ihr Comeback.

Donnerstag, 19.10.2017, 12:10 Uhr

Lena Malkus hat nicht nur eine Seuchensaison hinter sich. Nun möchte die Weitspringerin wieder an ihre alte Bestform anknüpfen. Den Auftakt zum Comeback bestreitet sie in der Halle.
Lena Malkus hat nicht nur eine Seuchensaison hinter sich. Nun möchte die Weitspringerin wieder an ihre alte Bestform anknüpfen. Den Auftakt zum Comeback bestreitet sie in der Halle. Foto: Jürgen Peperhowe

Eigentlich ist die Hallensaison für die Leichtathleten eine ungeliebte im Vergleich zu den Meisterschaften draußen: kurz, anstrengend – und immer wieder mit langem, kraftraubendem Grundlagentraining verbunden. Da gilt es zudem, an der Technik zu feilen, die veränderten Bodenverhältnisse in den Sportstätten zu berücksichtigen. In den nächsten Monaten werden jedenfalls die körperlichen Voraussetzungen für angestrebte Höchstleistungen im Sommer geschaffen. Wem der Einstieg ins Aufbautraining trotzdem schwer fällt, für den hält der leitende DLV-Verbandspsychologe Dr. Michael Gutmann einen Tipp namens intrinsische Motivation parat: „Wenn man verstanden hat, wofür die Inhalte sind, und wenn ich das will, weil es meinen Zielen entspricht, dann kann ich mich auch motivieren“, erklärte er gegenüber dem Portal „leichtathletik.de“. Die Athleten des SC Preußen Münster werden verstanden haben: Seit dieser Woche sind sie im (ungeliebten) Grundlagentraining: ein hartes Brot, denn die ersten Wettkämpfe und Meisterschaften finden erst ab Januar statt.

Zwei, die es als Rehabilitation verstehen müssen, sind dabei Jonas Breitkopf und Christoph Garritsen. Breitkopf, der im Sommer noch bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt mit dem Erreichen des 200-Meter-Finales in 20,95 Sekunden für Aufsehen gesorgt hatte, wird ebenso wie Garritsen die Hallensaison „knicken“ müssen. Der Sprinter zog sich im Urlaub am Strand von Barcelona einen Mittelfußbruch zu. „Das waren keine guten Nachrichten, die uns da erreichten“, sagt Trainer Frank Bartschat. Die Männerstaffel, ein Kandidat für die Hallen-DM im Februar in Dortmund, ist mit Breitkopfs Ausfall gesprengt. Pech.

Glück hat Dreispringer Garritsen. Nach seiner äußerst langwierigen und komplizierten Verletzung vom Frühjahr hat der Sieger der Deutschen Jugend-Meisterschaften von 2016 an diesem Dienstag endlich die Gehhilfen wegwerfen können. An die Wintersaison verschwendet der 21-Jährige freilich trotzdem noch keinen Gedanken.

Das wiederum gilt nicht mehr für Lena Malkus . Die ehedem langzeitverletzte Weitspringerin des SCP, Deutsche Meisterin des Jahres 2015 und WM-Teilnehmerin, ist nach Monaten wieder im Training und wird – so die Belastungsschmerzen nach einer Virusinfektion endgültig abgeklungen sind – die Hallensaison Stand heute auch bestreiten. „Man muss mit Prognosen ein wenig vorsichtig sein“, betont Trainerin Elke Bartschat mit Blick auf den Ausfall seit 2016. Keine Frage, mit einem geglückten Comeback würde die ehemalige U-23-Europameisterin direkt wieder in den Fokus rücken.

Dahin will auch Tabea Christ. Die DM-Siebte im Weitsprung und Silbermedaillengewinnerin der U-20-EM in Grosseto ist nach einer Behandlung eines Weisheitszahns nun wieder im Training und hat ebenso wie Dreispringerin Imke Daalmann, die vergangene Woche bei einem DLV-Lehrgang in Saarbrücken zu Gast war, die Hallen-DM im Visier. Ebenso wie die weibliche Sprint-Staffel des SC Preußen oder Sprinter Lukas Genenger und Hürdensprinterin Frieda Breitkopf. Vor allem steht bis dahin aber das Grundlagentraining. Ungeliebt oder nicht. Auf jeden Fall notwendig.

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