Basketball: Regionalliga
Die WWU Baskets verlieren in Herten – Nico Funk schwer verletzt

Münster -

Einen ersten Rückschlag auf dem Weg zur Regionalliga-Meisterschaft mussten die WWU Baskets einstecken. Bei den Hertener Löwen unterlag das Team von Trainer Philipp Kappenstein mit 79:83. Viel schwerer aber wog die schwere Verletzung von Münsters Aufbauspieler Nico Funk.

Sonntag, 22.10.2017, 14:10 Uhr

Auf dem Weg zu zwei seiner 21 Punkte war Jan König, der sich hier gegen Atanas Penev (l.) durchsetzte. Am Ende aber hatte Herten die Nase vorn und bezwang die WWU Baskets mit 83:79.
Auf dem Weg zu zwei seiner 21 Punkte war Jan König, der sich hier gegen Atanas Penev (l.) durchsetzte. Am Ende aber hatte Herten die Nase vorn und bezwang die WWU Baskets mit 83:79. Foto: Christina Pohler

Im siebten Spiel der Basketball-Regionalliga hat es die WWU Baskets Münster erwischt – und das gleich doppelt. Nach sechs Siegen unterlag die Mannschaft von Trainer Philipp Kappenstein im Duell zweier ungeschlagener Teams bei den Hertener Löwen 79:83 (36:41) und musste dabei noch einen Schockmoment verkraften.

Nach vier Minuten des zweiten Viertels prallte der 16-jährige Nico Funk mit seinem Gegenspieler zusammen. Die schwerwiegenden Folgen: Gehirnerschütterung samt Schleudertrauma, Bruch des Augenhöhlenbodens mit einer Einblutung im Auge und einer Augapfelprellung – eine lange Pause ist gewiss. „Diese Verletzung überschattet alles“, sagte Kappenstein, der am Samstag nach dem Ausfall von Funk auf der Aufbauposition mächtig improvisieren musste. Denn auch der Amerikaner Brandon McGill fehlte in Herten wegen seiner Hüftblessur komplett. Die Last in der Schaltzentrale trug fortan der 18-jährige Tim Kosel, den Alexander Goolsby unterstützte.

0:15-Lauf

Doch durch diese personellen Rochaden war die Baskets-Rotation kräftig durcheinander gewirbelt, die berühmten Rädchen griffen nicht mehr ineinander. So verspielte Münster seine Führung nach einen Top-Start (7:0, 13:5, 26:16) durch den 0:15-Lauf, der in die Phase von Funks Verletzung fiel. „Da sind wir aus dem Rhythmus gekommen, es passte nicht mehr so gut“, erklärte Kappenstein, dessen Team sich aber nach dem Wechsel stabilisierte und in Minute 26 durch den Dreier von Jan König beim 48:48 auf Augenhöhe war. „Dann haben wir aber die Chancen zur Führung vergeben und sind wieder hinterhergelaufen. Herten hat in den wichtigen Momenten die Big Shots gemacht, wir nicht. An so einem Tag hätte alles passen müssen, so müssen wir die Niederlage anerkennen“, sagte der Coach.

Dabei berappelte sich Münster nach dem zwischenzeitlichen Neun-Zähler-Rückstand noch einmal und verkürzte durch Jan König auf 59:60 (34.), sechs weitere Zähler Hertens – unter anderem von Top-Scorer Jordan Whelan (21 Punkte) – aber bedeuteten die Vorentscheidung. Diese ist trotz der Niederlage in der Liga aber noch lange nicht gefallen, verrückt machen lassen sich die Baskets nicht. „Wir haben knapp bei einem Mitfavoriten verloren, und das unter diesen Umständen“, erklärte Kappenstein, der sein Team nun auf die BSG Grevenbroich vorbereitet – und die ist wie Herten noch ungeschlagen. Baskets-Punkte: J. König (21), Wess (16), Kosel (15), A. König, Padberg (je 8), Hänig (5), Goolsby, Massing (je 3)

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