Volleyball: 3. Liga
TSC behält im Tiebreak-Krimi gegen den PTSV Aachen die Nerven

Münster -

Der TSC Gievenbeck hat nach seinem überraschenden Erfolg in Hörde nachgelegt und diesen im Heimspiel vergoldet. Gegen PTSV Aachen lieferte der Drittligist eine beherzte Partie, in der das Team von Trainer Axel Büring gute Nerven bewies.

Sonntag, 22.10.2017, 14:10 Uhr

Hoch die Hände: Marvin Weichert (l.) und Torsten Mühlemeier streckten sich gegen Aachen erfolgreich.
Hoch die Hände: Marvin Weichert (l.) und Torsten Mühlemeier streckten sich gegen Aachen erfolgreich. Foto: Wilfried Gerharz

Nach einem langen Abend war Durchschnaufen angesagt. Über 103 Spielminuten rangen die Volleyball-Drittligisten TSC Gievenbeck und Post Telekom SV Aachen um Vorteile, ehe die Männer aus Münster mit dem 3:2 (23:25, 25:23, 25:16, 21:25, 15:10) zwei Punkte für den dritten Saisonsieg dingfest gemacht hatten. TSC-Coach Axel Büring hatte auch im wechselvollen Abtausch die Ruhe weg und hegte „keine Zweifel“ am Gelingen.

Dabei erwischte es die Gastgeber bis direkt vor Spielbeginn unglücklich. Nach Libero Samuel Schleitzer sagte auch Martin Götte aufgrund von Knieproblemen das Mitmachen ab. Da waren‘s nur noch neun – und Nils Lydorf marschierte als Libero ohne Training über die volle Spielzeit, sein Kollege und Diagonalangreifer Erik Kerp rückte mit Beginn des zweiten Durchgangs für den nicht richtig in Schwung kommenden Frank Ludwig auf den Platz, obschon auch er gerade erst wieder belastbar war. „Und trotzdem haben wir ein gutes Niveau gehalten“, lobte Büring die Unbeugsamen, die sich wiederholt auch aus schwächeren Phasen befreiten und immer an den Sieg glaubten. „Das wichtigste für mich ist, dass wir insgesamt und bisher konstant deutlich besser spielen als im Vorjahr“, verglich Büring das Einst und Jetzt. „Und das hätte ich auch gesagt, wenn wir verloren hätten.“

Aachens bisher dünne Ausbeute führte den TSC nicht aufs Glatteis, Gievenbeck unterschätzte die Kaiserstädter nicht. Im ziemlich engen ersten Satz lag der Gastgeber nur ausnahmsweise mal mit vier Punkten vorne, aber Aachen fand im Block und mit den Attacken Mittel, nicht nur dagegenzuhalten, sondern den Satz zu drehen. „Unsere Aufschläge hatten Qualität und boten Varianten“, machte Büring aber eine Stärke des TSC aus, der Gästespieler und Zwei-Meter-Mann Jonas Aberle oft unter Druck setzte. Das münsterische Risiko zahlte sich unterm Strich aus. Mit 25:23 wurde Gleichstand erreicht, mit dem 25:16 ging es vorwärts nach der bis hierher überzeugendsten Phase. Zwei Fehlentscheidungen „klauten“ den Münsteranern sogar Punkte, aber auch das steckten sie weg.

Aachens Aufbäumen folgte wirkungsvoll. Über 6:1 und 18:15 lag der Gast im vierten Satz stets vorne. Gleich fünf Servicefehler am Stück brockten dem TSC am Ende das 21:25 ein. Aber im Tiebreak war vor 100 Zuschauern die Konsequenz am Netz so hoch wie der Mut zur Attacke. Marvin Weichert traf und blockte alleine, als es wichtig wurde.

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