Reiten: Jahreshauptversammlung
Westfälischer Reiterverein agiert mit gewohnter Kompetenz

Münster -

Der Großteil der Führungscrew des Westfälischen Reitervereins ist älter geworden. Aber nicht müde, neue Ideen auf den Weg zu bringen. Erst recht, nachdem das Sextett auf der Jahreshauptversammlung in seinen Ämtern bestätigt wurde.

Donnerstag, 23.11.2017, 12:11 Uhr

Hendrik Snoek
Hendrik Snoek Foto: Peperhowe

Sie bleiben drei weitere Jahre im Amt, die sechs Vorstandsmitglieder des Westfälischen Reitervereins. Aber sie machen sich schon Gedanken, wie es mal weitergeht. Denn der Großteil des Sextetts ist in die Jahre gekommen, da macht sich der Präsident Hendrik Snoek nichts vor. „Abends knacken schon die Knochen.“ Protest kam bei diesem Ausspruch von Julia Becker , dem Jungbrunnen im Führungsteam. Bei der Frau des Bundestrainers Otto Becker knackt es noch nicht, bei Michael Klimke vielleicht auch nicht. Aber von Wolfgang Hölker, Fritz Greis und Robert Hönke kam kein Widerspruch nach Snoeks Aussage. Vielmehr ein bestätigendes Kopfnicken.

Aber der Westfälische Reiterverein ist froh, mit dieser Mannschaft an der Spitze in die nächsten drei Jahre zu gehen. Denn die Bilanz des vergangenen Jahres ist gut. Mit nun exakt 500 Mitgliedern ist man gut aufgestellt, die Finanzlage ist ausgeglichen, das jüngste Turnier der Sieger wird als „eines der besten überhaupt“ gelobt. Mit über 100 000 Euro wurde erstmals die Schallmauer bei den verkauften Eintrittskarten geknackt, was angesichts des „grottenschlechten Wetters“ (Snoek) an den ersten drei Tagen schon bemerkenswert ist.

Sportlich wurde einmal mehr alles geboten, was das Herz der Pferdefreunde erfreut. Die Starterfelder waren erstklassig, die Leistungen ebenso. Und die Neuerungen mit der teilweise überdachten Stehplatztribüne vor dem Schloss und dem überdachten Zentrum im Ausstellungsbereich haben gegriffen. Hier hat der Verein weder Kosten noch Mühen gescheut, um den Besuchern optimale Bedingungen zu bieten. Mit der Straffung der Starterfelder hat man sich mehr Luft verschafft, sodass genügend Zeit für die Umbauten blieb und die Gäste in Ruhe einen Kaffee genießen konnten. Die Stimmung war einmal mehr hervorragend, der Etat mit 1,25 Millionen Euro blieb stabil.

Das nächste Turnier der Sieger findet vom 23. bis 26. August 2018 statt. Weil das Problem der Sicherheit Jahr für Jahr mehr Anstrengungen und damit Kosten verursacht, auch weil über 100 000 Euro an Sponsorengeldern fehlen werden, macht man sich Gedanken. „Wir müssen neue Geldgeber finden“, sagt Snoek. Auch an die Erhöhung der Eintrittspreise wird gedacht. Die Unterstützung von Stadt und Land ist mehr als überschaubar, dafür sind die Kosten für die Platzmiete gewaltig. Ein Missverhältnis, „wo wir mit unserem Turnier doch in der Champions League spielen, zumindest fast“, so Snoek. Sein Vorschlag: „Es wäre besser, wir bekommen gar nichts und wir zahlen gar nichts.“ Wunschdenken.

Den Abschluss des Abends im Gräftenhof bildete dann Sportliches im Film und Kulinarisches in Form von Backschinken. So geht der Verein gestärkt in die nächsten Jahre, nicht nur das wiedergewählte Führungsteam.

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