Basketball: Oberliga
Korbjäger aus Wolbeck bilden die zweite Kraft in Münster

Münster -

Im Team sind halbe Sachen okay, auf dem Platz nicht: Da schlägt die Spielgemeinschaft aus Telgte und Wolbeck gnadenlos zu. Im ersten Oberliga-Jahr hat sich die Mannschaft, die abwechselnd in Telgte und Wolbeck spielt, erstaunlich schnell und überraschend überzeugend geschlagen.

Mittwoch, 10.01.2018, 15:01 Uhr

Simon König ist in der Wolbecker Erfolgsmaschinerie in erster Linie für die Punkteproduktion zuständig.
Simon König ist in der Wolbecker Erfolgsmaschinerie in erster ­Linie für die Punkteproduktion zuständig. Foto: Ralf Aumüller

Spricht man in Münster von Basketball, dann meist vom UBC Münster im Allgemeinen und im Besonderen von dessen Flaggschiff, den WWU Baskets . Doch im breiten Schatten des ambitionierten Regionalligisten wird die Basketball-Landschaft derzeit ein wenig umgestaltet.

Westfalia Kinderhaus galt über viele Jahre als Kronprinz in der münsterischen Korbjägergilde, bringt den Nachweis dafür zumindest gemessen an der Ligenzugehörigkeit derzeit aber nur noch im Damenbereich. Bei den Herren spielt die Westfalia zum zweiten Mal in Serie „nur“ in der Landesliga, peilt da allerdings als punktgleicher Tabellenzweiter dezent den Wiederaufstieg in die Oberliga an. Dort etabliert sich aktuell mit der Spielgemeinschaft aus Telgte und Wolbeck ein anderer Club als Nummer zwei in Münster. Trainer Marc Schwanemeier, einst unter Bruno Soce und Dusko Milic selber für den UBC im Einsatz, hat die Mannschaft in der vergangenen Spielzeit in die Oberliga geführt und sieht sein Team da bestens aufgehoben. „Da hatte ich schon drauf geachtet, dass wir mithalten können“, so Schwanemeier. Bei Testmatches bewegte sich die SG mit einer ausgewogenen Mischung aus Spielern des TV Wolbeck und des TV Friesen Telgte bereits auf Augenhöhe mit der Oberliga-Konkurrenz, inzwischen meldet die SG als Tabellenvierter sogar leise Führungsansprüche an. Mit acht Siegen und vier Niederlagen liegt die Truppe in Schlagdistanz zum Führungsduo BC Leopoldshöhe und Citybasket Recklinghausen II (je 10:2). Aufstiegsträume sind dennoch nicht angesagt. „Mein Ziel ist jetzt die obere Hälfte. Ganz vorne werden andere stehen“, so Schwanemeier, „uns stehen vor allem auswärts viele schwere Spiele bevor.“

Schwerer Auswärtshürde zum Neustart

Das erste bereits zum Jahresneustart am Samstag beim Drittplatzierten in Löhne. Dennoch ist Schwanemeier schon jetzt mit der Premierensaison sehr zufrieden. „Für uns ist es bis jetzt sehr gut gelaufen“, so das Zwischenfazit. Die Mischung scheint zu stimmen: Erster Punktegarant im Team ist der Wolbecker Simon König, ein wichtiger Leistungsträger Leon Schmidt aus Telgte und weitere wichtige Stützen sind die Neuzugänge Alex Pop und Max Trindeitmar. „Wir sind insgesamt sehr gut und gleichwertig besetzt“, sagt Schwanemeier, der im seltenen Optimalfall die Wahl aus 13 Spielern hat.

Heimspiele im steten Wechsel

Die Heimspiele werden im Wechsel ausgetragen: sechs Partien in der „Alten Zweifachhalle“ in Telgte, fünf in der Wolbecker Dreifachhalle, wo sich die SG zu Saisonbeginn auch gegen den Regionalligisten Ibbenbüren aus dem Pokalwettbewerb verabschiedete. Der TVI wiederum – und hier schließt sich der Kreis – ist Samstag zu Gast bei Münsters Branchenführer in Sachen Basketball: den WWU Baskets.

Zugegebenermaßen eine andere Liga, allerdings gab es in dieser Saison auch schon einen direkten Vergleich mit dem UBC: Gegen dessen routinierte Drittvertretung siegten die SG Telgte-Wolbeck Baskets überraschend deutlich mit 63:47.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5414878?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Das große Jucken
Die Stiche und Bisse von Insekten sind für Laien mühsam zu identifizieren.
Nachrichten-Ticker