Schwimmen: Deutsche Mannschaftsmeisterschaften
Unterschiedliche Ausgangslagen für Zweitliga-Teams der SGS

Münster -

Mit zwei Zweitliga-Teams tritt die SGS Münster am Wochenende zu den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften an. Die Frauen haben sich mehr vorgenommen als nur den Klassenerhalt, die Männer kämpfen mit personellem Aderlass.

Donnerstag, 01.02.2018, 12:02 Uhr

Führt die SGS-Frauenriege bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Gelsenkirchen an: Dana Schmidt (v.).
Führt die SGS-Frauenriege bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in Gelsenkirchen an: Dana Schmidt (v.). Foto: Peter Leßmann

Einmal im Jahr verlassen die Individualathleten, die Schwimmer ja gemeinhin sind, ihre kleine Bühne und betreten die ganz große Arena ihres Sports. Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften geht es um Teambuilding, das Gemeinschaftserlebnis und auch um mannschaftliche Geschlossenheit. Und natürlich ums Prestige: Wer wird deutscher Meister (1. Bundesliga), wer steigt ab, wer auf? Ein Kult-Wettbewerb sei das Aufeinandertreffen der Erstligisten (schwimmen am Wochenende in Essen) und Zweitliga-Vereine (Süd, West und Nord), heißt es beim Deutschen Schwimmverband: Ehemalige Top-Athleten treten mit Talenten an, das Publikum feiert auf den Rängen mit Pauken und Trompeten. 26 Strecken werden in zwei Durchgängen absolviert – auf dem Plan steht das komplette olympische Programm. Wobei jeder Schwimmer maximal vier Mal an den Start gehen darf.

Zweitligist SGS Münster tritt am Samstag im Gelsenkirchener Zentralbad im Wettkampf der zwölf Vereine der 2. Bundesliga West an – und will dieses Mal mit der Tradition brechen: Seit dem Aufstieg 2011 wurde immer das Ziel Liga-Verbleib ausgegeben. Nun wird Cheftrainer Jens Lohaus ein wenig forscher: „Na klar wollen wir den Klassenerhalt schaffen. Die Chancen stehen aber auch nicht schlecht, in das obere Tabellendrittel vorzudringen“, blickt der Coach durchaus optimistisch auf seinen Frauenkader. Der zeigte schon bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften starke Leistungen und überzeugte mit zahlreichen Bestzeiten. „Wir sind gut aufgestellt und können, wenn als gut geht, an die 800 Punkte mehr holen als im Vorjahr“, so ­Lohaus. 2017 erzielte Münster mit 14796 Zählern Platz sechs. Ines Leonhardt (Jahrgang 1996), Dana Schmidt (2001), Desiree Wever (1994), Sophia Schocke (2001), Janne Bodemer (2003), lnga Brüggenhorst (1996), Johanna Walaschewski (2005) und Tina Wetzel (2005) versprechen dem SGS-Trainer eine gute Mischung aus erfahrenen und sehr jungen Athletinnen. Lohaus spricht sogar von „rosigen Aussichten“ im Feld, das von Erstliga-Absteiger SG Bayer Wuppertal und der stark eingeschätzten SG Gladbeck/Recklinghausen dominiert werden dürfte.

Etwas anders stellt sich die Situation bei den SGS-Männern, dem letztjährigen Aufsteiger, dar. Alexander Eckervogt schwimmt mittlerweile für die SGS Essen, Max Hewing pausiert nach einem Motorradunfall und auch Florian Bunn fällt verletzt aus. „Klassenerhalt“ (Lohaus) ist folglich das erklärte Ziel. Gut, dass die SG Gelsenkirchen mit vereinsinternen und die SG Bergheim mit personellen Problemen zu kämpfen haben: Denn zwei steigen ab. Und dazu wollen die SGS-Starter Richard Darcis (2001), Routinier Simon Benemann (1991), Stefan Schneider (1993), Luca Wiesenack (2000), Tilman Botz, (2000), Valentin Schnermann (2004) und Robert Settle (2004) nicht gehören.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5475915?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Nachrichten-Ticker