Basketball: Regionalliga
Wehe, wenn sie losgelassen – Baskets heiß auf den Gipfel

Münster -

Aktuell passt kaum ein Blatt zwischen Spitzenreiter und Verfolger, in der kommenden Spielzeit wird dann eine ganze Spielklasse zwischen der BSG Grevenbroich und den WWU Baskets aus Münster liegen. Welche Mannschaft dann in Liga zwei Körbe jagt, entscheidet sich am Samstag.

Donnerstag, 15.02.2018, 19:02 Uhr

Wenn alles gesagt ist, müssen Taten sprechen: Philipp Kappenstein hat seine WWU Baskets auf das Gipfeltreffen eingeschworen.
Wenn alles gesagt ist, müssen Taten sprechen: Philipp Kappenstein hat seine WWU Baskets auf das Gipfeltreffen eingeschworen. Foto: Peter Leßmann

Philipp Kappenstein wäre derzeit in Pyeongchang bestens aufgehoben: In der kommenden Woche beginnen bei den Olympischen Winterspielen die Bob-Wettbewerbe – und einen Mann wie Kappenstein könnten sie in der Eisrinne nur zu gut gebrauchen. Einen, der erst als Anschieber so richtig Gas gibt und dann bei der rasanten Fahrt den Bremser gibt, damit die ganze Chose nicht aus der Kurve fliegt. Zwei Wochen lang hat Kappenstein seine Schützlinge von den WWU Baskets auf das wohl meisterschaftsentscheidende Gipfeltreffen in der Basketball-Regionalliga am Samstag (19.30 Uhr) in und gegen Grevenbroich vorbereitet, jetzt gilt es, die PS auf die Straße zu bringen, ohne dass die Reifen durchdrehen. „Die Vorfreude ist riesig, jetzt wollen die Jungs auch losgelassen werden“, so Kappenstein nach intensiven Trainingstagen und vor dem Liga-Showdown, den sich die Mannschaft in den vergangenen Wochen erarbeitet und verdient hat. „Da haben wir uns diese Chance erarbeitet, jetzt müssen wir sie auch nutzen“, lautet die unmissverständliche Vorgabe, „wir wollen die Tabellenführung zurückhaben.“

Die Baskets wissen aus eigener Erfahrung, dass und auch wie man in Grevenbroich gewinnen kann. Doch es bedarf dazu einiger Komponenten, die leider nicht alle in den bewährten eigenen Händen liegen. „Trainiert haben wir gut, aber es kommt auf die Tagesform an und auch, darum, dass Glück zu zwingen.“ Für Spannung ist allemal gesorgt, das besorgt sehr überzeugend der Blick auf die aktuelle Tabelle – die beide Teams auf Augenhöhe sieht. „Das wird natürlich kein Spaziergang, auch die Physis wird entscheiden“, macht sich Kappenstein auf einen Kraftakt gefasst.

Vor allem unter den Körben erwartet Kappenstein eine Macht am Rhein, eine Garde, die im Verlauf der Saison erst zwei Mal ausgeblockt werden konnte – beide Male von den WWU Baskets aus Münster. Zudem baut Kappenstein einmal mehr auf den Kollektivgedanken. „Grevenbroich stellt sechs bärenstarke Leute, bei uns sind es acht und mehr“, sagt und hofft der Trainer.

„Das ist unsere Stärke. Wir brauchen keinen Mann der 50 Punkte macht. Wir müssen das auf mehrere Schultern verteilen.“ Genug Freiwillige zum Schultern sind allemal da und scharren mit den Hufen – Kappenstein ist bereit, seine Jungs loszulassen.

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