Fußball: Bezirksliga
Punkt statt Befreiungsschlag für Gievenbeck II gegen Aasee

Münster -

Im Tabellenkeller machte der 1. FC Gievenbeck II durch das 2:2 im Derby gegen BW Aasee zwar einen kleinen Schritt nach vorne. Richtig zufrieden waren die Gastgeber aber nicht mit dem nur phasenweise niveauvollen Spiel.

Sonntag, 08.04.2018, 18:04 Uhr

Die Gievenbecker Justus Kurk (l.) und Maximilian Brüwer (r.) schmeißen sich gemeinsam in den Zweikampf mit BWA-Akteur Julian Kampschulte (M.) – am Ende wurde es eine Punkteteilung..
Die Gievenbecker Justus Kurk (l.) und Maximilian Brüwer (r.) schmeißen sich gemeinsam in den Zweikampf mit BWA-Akteur Julian Kampschulte (M.) – am Ende wurde es eine Punkteteilung. Foto: Peter Leßmann

In der noch schiefen Tabelle macht die Zweite des 1. FC Gievenbeck einen Platz gut. Aber der erhoffte Befreiungsschlag in der Bezirksliga war das 2:2 (0:1) daheim gegen Blau-Weiß Aasee nicht. Das achte Remis sicherte in Überzahl ganz spät ein Rückkehrer.

Der mehrere Monate lang nach Knieoperationen ausgefallene Theo Töller stand in der 87. Minute klug parat, um aus spitzem Winkel einen Freistoß von Maximilian Brüwer zum Ausgleich zu nutzen. „Und dann hatten wir ja noch diese eine Szene“, ärgerte sich Spielertrainer Stefan Bischoff über das Pech von Daniel Golpavari, der an eine nächste Freistoßhereingabe nicht mehr herangekommen war (89.). „Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Heute war es zum Teil auch spielerisch sehenswert“, fand Bischoff und lobte den Aufwand seiner in der Pflicht stehenden Elf.

Wirklich sehenswert waren freilich längst nicht alle Spielphasen – oft mangelte es an Tempo und Zuspielqualität. „Wir sind wirklich keine Rasen-Mannschaft“, wertete BWA-Trainer Matthias Gerigk ehrlich, der halt daheim nur einen Kunstrasen bespielen lassen kann. Das schnelle Umschalten und die Präzision fielen seiner Elf schwer auf tiefem Geläuf. Und doch legte sie zwei Mal vor. Paul-Moritz Dietz nutzte eine Weiterleitung des kopfballstarken Sturm-Kollegen Torben Bucksteeg zum 1:0 (39.), nach dem Ausgleich durch den bestens von Fabian Gerick bedienten Golpavari (50.) war Enno Stemmerich unbewachter 2:1-Torschütze (60.).

Gievenbeck hatte mehr Ballbesitz, „aber das haben wir einkalkuliert“, wie Gerigk sagte. Eine unerwartete Zuspitzung erfuhr die auch kämpferisch wenig dramatische Partie, als der wegen Meckerns verwarnte BWA-Linksverteidiger Gerrit Borgers Minuten später nach Foul Gelb-Rot sah (64.). Alexander Pelz rückte in die Kette. Sein Kollege Maik Dombrowa traf noch an den Pfosten des FCG-Kastens (72.), dann musste Trainer Gerigk seinen Bankplatz räumen nach einem Disput mit Spielleiter Philipp Rosenthal. „Ich war allenfalls laut“, beschrieb der Coach. Sein Gegenüber hatte Töller eingewechselt, für einen Tick mehr Präsenz gesorgt und letztlich mit ihm den Torschützen gefunden. FCG : M. Wulfert – Beck (75. Bourdos-Marx), Vercelli, Wiechert, Bischoff – Löffler (67. Töller), Geisler (63. Kurk), Vette, Golpavari – Brüwer, Gerick BWA: Schulz – Kampschulte, Roth, Brüninghoff, Borgers – Dombrowa, Stemmerich (75. Dav. Roesmann), Steur (85. Borcherding), Pelz – Dietz, Bucksteeg (90. Fröhning)

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