Fußball: Westfalenliga
Preußen Münster II trifft auf den 1. FC Gievenbeck

Münster -

Jannik Borgmann darf nicht mehr spielen, ein Punkt Rückstand auf Schermbeck: Sören Weinfurtner, Trainer der zweiten Preußen-Garde, ist aktuell nicht unbedingt zu beneiden. Und Pfingstmontag kommt Meister und Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gievenbeck. Ein Interview.

Montag, 21.05.2018, 14:05 Uhr

Der Kopf ist wieder frei: Sören Weinfurtner hat die Oberliga noch nicht zu den Akten gelegt. Am Montag soll ein Sieg gegen Gievenbeck her, um im Rennen zu bleiben.
Der Kopf ist wieder frei: Sören Weinfurtner hat die Oberliga noch nicht zu den Akten gelegt. Am Montag soll ein Sieg gegen Gievenbeck her, um im Rennen zu bleiben. Foto: Johannes Oetz

Das war ein gebrauchter Sonntag für Sören Weinfurtner. Erst die Hiobsbotschaft, dass Jannik Borgmann bei den Profis festgespielt ist, dann die beiden Regenunterbrechungen und zum „glorreichen“ Abschluss die späten Gegentore beim 0:2 gegen den SV Schermbeck. Aufstieg verspielt? Redaktionsmitglied André Fischer sprach mit dem Trainer der Preußen-Reserve vor dem Westfalenliga-Derby gegen den 1. FC Gievenbeck am Montag um 15 Uhr.

Herr Weinfurtner, die Posse um Jannik Borgmann war ein Aufreger. Haben sich die Gemüter wieder beruhigt?

Weinfurtner: Zwangsläufig. Fakt ist, dass der Zeitpunkt extrem unglücklich war. Wir hatten unsere taktische Besprechung, die Jungs haben sich warm gemacht. Und dann erklär mal 15 Minuten vor Spielbeginn so einem Jungen, dass er nicht spielen darf. Für den ist eine Welt zusammengebrochen.

Ein Spieltag zum Vergessen?

Weinfurtner: Klares Ja. Wir haben uns viele Infos über Schermbeck eingeholt, waren extrem gut vorbereitet. Und dann geht alles schief. In der Endphase, als wir die Lufthoheit hergeschenkt haben, hätte ein Jannik Borgmann den Unterschied ausmachen können. Dieses Spiel samt der Unterbrechungen war extrem anstrengend, körperlich und vor allem für den Kopf.

Heißt das Motto auf der Zielgeraden: Jetzt erst recht?

Weinfurtner: Ich bin alles andere als pessimistisch. Es ist erst zu Ende, wenn es zu Ende ist. Wir haben noch eine minimale Chance. Die wollen wir in den letzten beiden Spielen nutzen.

Wer soll es gegen Gievenbeck richten? Ihr Team hat drei Spieltage nicht getroffen.

Weinfurtner: Luca Steinfeldt hat oft genug bewiesen, zu was er fähig ist. Und Tobias Warschewski hat unter der Woche richtig gut trainiert. Macht einen frischen, befreiten Eindruck. Timon Schmitz und Fabian Kerellaj sind ebenfalls in der Lage, das Tor zu treffen. Ich bin gespannt.

Sie können ja auch ein paar U-19-Spieler ins kalte Wasser werfen.

Weinfurtner: Das werden wir tun. Marius Lackmann gehörte schon zum Aufgebot. Julius Woitaschek, Dominik Klann und Jonas Ströker werden am Montag ein Thema sein. Frisches Blut wird uns guttun.

► Der 1. FC Gievenbeck kommt als Meister und Oberliga-Aufsteiger. Und will so spielen. „Wir wollen immer gewinnen“, sagt Trainer Benjamin Heeke. Zuletzt gelang das eindrucksvoll beim 2:1 in Hiltrup. Fehlen wird Jannik Balz (Knöchelverletzung). Möglich, dass fünf Spieler zur Reserve abgegeben werden, die zeitgleich in Hauenhorst antritt.

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