Reiten: DM der Vielseitigkeit
Ingrid Klimkes gewinnt in Luhmühlen ihr fünftes Silber

Münster -

Ingrid Klimke hat bei den Deutschen Meisterschaften der Vielseitigkeitsreiter erneut eine Medaille gewonnen. Nachdem sie im Vorjahr als Vierte noch leerausgegangen war, wurde sie diesmal in Luhmühlen Zweite. Es war das fünfte Silber unter ihren nun zwölf DM-Plaketten.

Sonntag, 17.06.2018, 20:46 Uhr

Als eines von nur drei Reiterpaaren blieben Ingrid Klimke und Hale Bob im Gelände ohne Strafpunkte – der Grundstein für DM-Silber.
Als eines von nur drei Reiterpaaren blieben Ingrid Klimke und Hale Bob im Gelände ohne Strafpunkte – der Grundstein für DM-Silber. Foto: dpa

Ingrid Klimke scheint mittlerweile bei den Deutschen Meisterschaften der Vielseitigkeit ein Abonnement auf Silber abgeschlossen zu haben. Wie 2013, 2015 und 2016 wurde die Münsteranerin bei den nationalen Titelkämpfen in Luhmühlen mit Hale Bob erneut Zweite. Es siegte Julia Krajewski (Warendorf) mit Samourai du Thot, Bettina Hoy (Rheine) mit Designer machte in der Lüneburger Heide das Podest zu einem Amazonen-Treppchen. „Ich bin sehr glücklich mit Silber“, sagte Klimke.

In der Dressur am Freitag, in der Hale Bob „nichts hätte besser machen können“ (Klimke) hatte sich die 50-Jährige mit dem drittbesten Ergebnis eine gute Ausgangsposition geschaffen. Und aus der attackierte die Reitmeisterin mit Augenmaß und all ihrer Erfahrung, mit der sie auf der Geländestrecke das richtige Tempo fand und mit ihrem Wallach als nur eines von drei Paaren fehlerfrei und in der Zeit blieb.

„Vom Allerfeinsten“

„Bobby ging vom Allerfeinsten. Er war immer zehn Sekunden vor der Zeit. So hatte ich genug Zeit, die Aufgaben immer vorzubereiten“, sagte Klimke, die sich vor dem abschließenden Springen vorbei an Hoy auf Rang zwei schob.

Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen

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  • Die Reiterin Julia Krajewski hat erstmals die deutsche Vielseitigkeits-Meisterschaft gewonnen.

    Foto: Philipp Schulze
  • Dahinter kam Ingrid Klimke auf Platz zwei.

    Foto: Philipp Schulze
  • Die Europameisterin aus Münster sammelte mit Hale Bob 25,90 Strafpunkte.

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  • Dritte wurde Vorjahressiegerin Bettina Hoy aus Rheine mit Designer (29,80).

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  • Bei dem Turnier kam es erneut zu schweren Stürzen. Der deutsche Vielseitigkeitsreiter Felix Etzel kam mit seinem Pferd Bandit an einem Hindernis ins straucheln.

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  • Während dieser Sturz glimpflich ausging,...

    Foto: Philipp Schulze
  • ...erlitt das von der Belgierin Chloe Raty gerittene Pferd Axel (im Bild) am Samstag einen Bruch des ersten Lendenwirbels und wurde eingeschläfert. (Das Bild zeigt eine Geländeprüfung am Samstag)

    Foto: Philipp Schulze
  • Die 24 Jahre alte Reiterin erlitt nach Angaben des Veranstalters keine schweren Verletzungen. (Das Bild zeigt eine Geländeprüfung am Samstag)

    Foto: Philipp Schulze
  • „Das ist unheimlich traurig“, sagte Ingrid Klimke zu dem Vorfall.

    Foto: Philipp Schulze
  • Die Siegerin: Die 29-jährige Julia Krajewski aus Warendorf setzte sich am Sonntag beim Turnier im niedersächsischen Luhmühlen mit ihrem Pferd Samourai durch. Nach Dressur, Geländeritt und Springen hatte Krajewski nur 19,90 Strafpunkte.

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  • Sehen Sie im Folgenden weitere Bilder aus Luhmühlen: Jonelle Price, Vielseitigkeitsreiterin aus Neuseeland, freut sich auf ihrem Pferd Faerie Dianimo nach dem sie die internationale Vier-Sterne-Prüfung der Vielseitigkeitsreiter gewonnen hat.

    Foto: Philipp Schulze
  • Jonelle Price, Vielseitigkeitsreiterin aus Neuseeland, springt mit ihrem Pferd Faerie Dianimo bei der internationalen Vier-Sterne-Prüfung der Vielseitigkeitsreiter über ein Hindernis.

    Foto: Philipp Schulze
  • Pietro Roman, Vielseitigkeitsreiter aus Italien, durchquert in der Geländeprüfung auf seinem Pferd Barraduff ein Wasserhindernis.

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  • Pietro Roman, Vielseitigkeitsreiter aus Italien, springt in der Geländeprüfung auf seinem Pferd Barraduff über ein Hindernis.

    Foto: Philipp Schulze
  • Jesse Campbell, Vielseitigkeitsreiter aus Neuseeland, stürzt mit seinem Pferd Cleveland während der internationalen Vier-Sterne-Geländeprüfung in einem Wasserhindernis.

    Foto: Philipp Schulze
  • Nicolas Wettstein, Vielseitigkeitsreiter aus Ecuador, durchquert mit seinem Pferd Happy in der internationalen Vier-Sterne-Geländeprüfung ein Wasserhindernis.

    Foto: Philipp Schulze
  • Die neuseeländische Vielseitigkeitsreiterin Jonelle Price reitet in der internationalen Vier-Sterne-Geländeprüfung auf ihrem Pferd Faerie Dianimo durch ein Wasserhindernis.

    Foto: Philipp Schulze
  • Die neuseeländische Vielseitigkeitsreiterin Jonelle Price reitet in der internationalen Vier-Sterne-Geländeprüfung auf ihrem Pferd Faerie Dianimo durch ein Wasserhindernis.

    Foto: Philipp Schulze
  • Die neuseeländische Vielseitigkeitsreiterin Jonelle Price reitet in der internationalen Vier-Sterne-Geländeprüfung auf ihrem Pferd Faerie Dianimo durch ein Wasserhindernis.

    Foto: Philipp Schulze
  • Die britische Vielseitigkeitsreiterin Laura Collett reitet in der internationalen Vier-Sterne-Geländeprüfung auf ihrem Pferd Mr Bass über ein Hindernis.

    Foto: Philipp Schulze
  • Der amerikanische Vielseitigkeitsreiter Boyd Martin reitet in der internationalen Vier-Sterne-Geländeprüfung auf seinem Pferd Shamwari über ein Hindernis.

    Foto: Philipp Schulze
  • Der amerikanische Vielseitigkeitsreiter Boyd Martin reitet in der internationalen Vier-Sterne-Geländeprüfung auf seinem Pferd Shamwari über ein Hindernis.

    Foto: Philipp Schulze

Diesen verteidigte sie trotz eines Abwurfes im Parcours, der ärgerlich, am Ende aber nicht mehr von Bedeutung war. „Ein leichter Fehler passiert immer mal. Da ist es mir lieber, dass es dieses Mal passiert ist, als es nicht mehr weh tat“, meinte Klimke, die mit insgesamt 25,0 Zählern in der Endabrechnung sechs Punkte hinter Krajewski und knapp vier vor Hoy rangiert.

14 Dinge, die Sie über Ingrid Klimke wissen müssen

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  • Kein Aprilscherz: Ingrid Klimke wurde am 1. April 1968 in Münster geboren.

    Foto: Jim Hollander
  • Nach 2000 (Sydney), 2004 (Athen), 2008 (Peking/Hongkong) und 2012 (London) sind die Spiele in Rio ihre fünften.

    Foto: Fazry Ismail
  • Die 48-Jährige ist die Tochter des 1999 verstorbenen Dr. Reiner Klimke, der bis heute der siegreichste Dressurreiter der Welt und einer der erfolgreichsten Sommer-Olympioniken ist.

    Foto: Friso Gentsch
  • 2014/15 gewann sie als erste Deutsche die Gesamtwertung der FEI Classics.

    Foto: Jim Hollander
  • 2012 wurde Klimke das Silberne Lorbeerblatt verliehen, die höchste sportliche Auszeichnung in Deutschland.

    Foto: Michael Kappeler
  • Im Anschluss an ihre Schulzeit machte sie eine Lehre zur Bankkauffrau und begann dann noch ein Lehramtsstudium - um sich dann aber ganz der professionellen Reiterei zu widmen. Mit Erfolg, wie unzählige nationale und internationale Triumphe beweisen.

    Foto: Fazry Ismail
  • Beim K+K-Cup 2012 erhielt Ingrid Klimke den Titel des Reitmeisters - als zweite Frau überhaupt. Die Auszeichnung ist eine der höchsten in der deutschen Reiterei.

    Foto: Friso Gentsch
  • Die Münsteranerin hat mit Stallmanagerin Carmen Thiemann ein der besten ihres Faches in ihrer Crew. 2013 erhielt Thiemann vom Weltreiterverband den „Best Groom Award“.

    Foto: Friso Gentsch
  • Naturgemäß kletterte Ingrid Klimke schon als kleines Mädchen in den Sattel. „Ich konnte eher reiten als laufen“, sagt sie daher oft scherzhaft.

    Foto: Friso Gentsch
  • Ingrid Klimke ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Vielseitigkeitsreiterin. Nicht nur in dem hippologischen Dreikampf ist sie Weltklasse, auch in der Dressur siegte sie schon in Prüfungen auf Grand-Prix-Niveau. Dazu gewann sie ebenso im Springparcours Goldene Schleifen.

    Foto: Friso Gentsch
  • Als waschechte Münsteranerin versucht sie, sich jeden Mittwochvormittag freizuschaufeln, um auf den Markt zu gehen.

    Foto: Friso Gentsch
  • Ingrid Klimke ist die Mutter zwei Töchter, die Greta und Philippa heißen. Mit Greta saß eine der beiden bereits in der Pony-Vielseitigkeit erfolgreich im Sattel.

    Foto: Jim Hollander
  • Ingrid Klimke ist zweifache Olympiasiegerin mit der deutschen Equipe (2008/2012). Eine olympische Einzelmedaille aber fehlt ihr noch.

    Foto: Uwe Anspach
  • Ingrid Klimke stand vor den Olympischen Spielen als eine von fünf Athleten zur Wahl, bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne ins Stadion zu tragen. Am Ende machte Tischtennis-Star Timo Boll das Rennen. Klimke wäre die erste Frau gewesen, die die Disziplin Reiten als Fahnenträgerin vertreten hätte.

    Foto: Michael Kappeler
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