Sparda-Münster-City-Triathlon
Tri Finish und seine Helfer bewähren sich erstklassig am langen Tag

Münster -

Der Tag war lang, gerade für die zahlreichen Helfer von Tri Finish Münster und deren Unterstützer aus anderen Vereinen. Doch die bewährten Kräfte ließen sich einmal mehr nicht lumpen. Routine entwickelt sich auch im Umgang mit Bundesliga-Wettkämpfen.

Montag, 23.07.2018, 17:30 Uhr

Manche Starter sinken im Ziel ermattet auf den Boden.
Manche Starter sinken im Ziel ermattet auf den Boden. Foto: Peter Leßmann

Wird die 1. Triathlon-Bundesliga heimisch in Münster? Gut möglich, dieses Szenario. Denn nach dem Einruckeln des Events bei der Vorjahrespremiere war die Rückkehr der Elite-Dreikämpfer am Sonntag innerhalb des Sparda-Münster-City-Triathlons „eine deutlich entspanntere Angelegenheit“, sagte Holger Fritze , im 20-köpfigen Orga-Team von Tri Finish Münster unter anderem fürs Sponsoren-Management zuständig.

Ist die erste Liga zu Gast, steigen die Anforderungen automatisch mit. „Alles muss professioneller abgewickelt werden, auf nahezu jeder Ebene“, erklärt Fritze. „An uns werden Anforderungen gestellt, zugleich bekommen wir aber auch Hilfestellungen durch den Verband.“ Die Deutsche Triathlon-Union dürfte spätestens jetzt wissen, was sie an Münster hat. Und da es nicht so ist, dass potenzielle Standorte Schlange stehen, dürfte der hiesige auf der Anwärterliste bleiben. Im Herbst vergibt der Verband die Rennen für 2019. „Wir beratschlagen zeitig, ob wir uns erneut bewerben“, so Fritze. „Jetzt weiß jede Seite von der anderen, wie sie tickt. Wir kennen die Bundesliga, sie kennen uns.“

Bisher kann Tri Finish für die Vorbereitungen und den überlangen Tag der großen logistischen Herausforderungen noch ausreichend viele Kräfte mobilisieren. „Die Identifikation mit unserem Anliegen ist intern bemerkenswert hoch. Durch die Ligawettbewerbe ist unser Sport, der an sich ja ein Einzelsport ist, ein Stück weit zu einem Teamsport geworden“, beschreibt Fritze ein gewachsenes Zusammengehörigkeitsgefühl. Und lächelt bei der Bemerkung seine Frau Steffi an. Er und die Laufstrecken-Verantwortliche haben sich im Verein kennen gelernt. „Insgesamt gibt es inzwischen sechs Ehepaare, die sich bei Tri Finish gefunden haben.“

Wenig medizinische Versorgungen

Die „Rettungskette“ beim Triathlon, dessen Rennarzt Dr. Ralph Schomaker (Zentrum für Sportmedizin) seit Jahren ist, sorgte für 20 medizinische Versorgungen während des Wettbewerbs. Zwei Athleten wurden in die Klinik gefahren. Die Bundesliga-Wettkämpfe verliefen ohne jeden Einsatz. Tri Finish setzt sich zum Ziel, den Rettungsmittelzugriff schneller zu gewährleisten, als die offizielle Hilfefrist von acht Minuten vorschreibt. Die drei am Sonntag parat stehenden Rettungswagen hätten übrigens bei Bedarf auch reguläre Einsätze gefahren.

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Selbstredend packten die beiden Fritzes noch am späten Abend, als alle Sportler und Zuschauer den Kreativkai längst geräumt hatten, tatkräftig zu. Beim Abbau aller Aufbauten kneift keiner, auch wenn er schon um 4 Uhr morgens zur Stelle war. Der 270 Mitglieder starke Club schultert den enormen Aufwand mit rund 80 Helferinnen und Helfern. Aus eigenen Reihen, aber auch aus vertrauten Vereinen wie dem Ruderverein Münster, dem ARC zu Münster, dem TuS Saxonia und Wasser+Freizeit. Gerade das Know-how von Clubmitgliedern sei unverzichtbar. „Diese Leute wissen aus eigener Erfahrung, wie elementar wichtig das Engagement ist und setzen vor Ort um, was angesagt ist“, so Fritze. Dass manche in ihrer Toleranz an der Strecke stark beansprucht werden, wenn sie den Sportlern die notwendige Vorfahrt gegenüber dem Individualverkehr garantieren, stellt Fritze gar nicht in Abrede. „Ich schätze mal, dass 95 Prozent der Münsteraner unseren Wettbewerb akzeptieren oder sogar unterstützen. Aber die anderen fünf Prozent können sehr anstrengend werden.“

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