Fußball: Landesliga
Feiertag bei Westfalia Kinderhaus – 3:1-Sieg gegen Victoria Heiden

Münster -

Was für ein Tag für die Westfalia: Nach der Einweihung der neuen Tribüne setzen die Kicker in der ersten Landesliga-Spielzeit ein erstes Ausrufezeichen, schlagen Heiden mit 3:1.

Montag, 20.08.2018, 14:02 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 19.08.2018, 14:46 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 20.08.2018, 14:02 Uhr
Applaus für die neue Tribüne gab es am Samstag im Rahmen der offiziellen Eröffnung auch aus den Reihen der Spieler um den verletzten Moritz Knemeyer (rechts). Das Duell gegen Heiden gewann Kinderhaus – was für ein historischer Tag.
Applaus für die neue Tribüne gab es am Samstag im Rahmen der offiziellen Eröffnung auch aus den Reihen der Spieler um den verletzten Moritz Knemeyer (rechts). Das Duell gegen Heiden gewann Kinderhaus – was für ein historischer Tag. Foto: Katrin Jünemann

Der fast perfekte Tag für Westfalia Kinderhaus: Nach der Eröffnung der neuen Tribüne gab es für die Nordmünsteraner gleich drei weitere Jubiläen: Das erste Heimspiel in der Landesliga, das erste Tor und den ersten Sieg in eben jener neuen Spielklasse. Dennoch war Trainer Marcel Pielage nach dem 3:1-Sieg gegen Victoria Heiden nicht komplett zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Ich stelle mir unsere Qualität noch anders vor. Vor allem in Halbzeit zwei haben wir den Faden verloren.“

Und so war es. Schon früh im Spiel wurde deutlich, dass hohe Fußballkunst an diesem Tag nicht gefragt war. Stattdessen erwartete die Zuschauer, die die Tribüne bis auf den letzten Platz füllten und sogar noch am Spielfeldrand standen, eine sehr umkämpfte Partie mit vielen kleinen Fouls. Die Westfalia startete aktiver in das Spiel und arbeitete sich nach vorne. Doch in der Gefahrenzone trafen die Stürmer der Hausherren häufig die falschen Entscheidungen oder zögerten zu lange, sodass kaum echte Chancen entstanden. Als die ersten bösen Gedanken an das Spiel der Vorwoche gegen Altenberge, als man in der Anfangsphase dominierte und nach dem ersten Gegentor auseinanderfiel, aufkamen, fasste sich USA-Rückkehrer Philipp Hollenhorst aus 20 Metern ein Herz und versenkte den Ball zur Führung (20.).

Das erste Landesliga-Tor der Westfalia-Geschichte trug allerdings kaum zu einer besseren Partie bei. Weiterhin waren Chancen Mangelware, einzig Tobias Baumeister traf für Heiden die Latte (36.).

Nach dem Pausenpfiff kam der Gast stärker aus der Kabine und wollte den Ausgleich erzwingen. Doch Kinderhaus hatte die passende Antwort: Einen blitzsauberen Konter vollendete Corvin Behrens gekonnt zum 2:0 (50.). Doch auch dieser Treffer entschied die Partie nicht. Stattdessen brachte Kinderhaus das Auswärtsteam durch viele kleine Fehler und Unkonzentriertheiten zurück ins Spiel. Das ganze gipfelte im Anschlusstreffer für Victoria Heiden. Auch dieser resultierte aus einem unnötigen Fehler. Westfalia-Torwart René Steinke hielt den Ball auch nach Aufforderung des Schiedsrichters viel zu lange in der Hand. Folgerichtig gab es einen indirekten Freistoß für Heiden, den Guido Vierhaus verwandelte (71.).

Doch prompt gelang es Steinke seinen Fehler wiedergutzumachen. Einen Kopfball von Markus Seyer hielt er sicher (74.). Statt des möglichen Ausgleichs gelang es Kinderhaus mit der letzten Spielaktion, den Sack zuzumachen. Behrens legte quer für Mike Liszka, der locker zum 3:1-Endstand traf. Bereits am Donnerstag geht es für Kinderhaus daheim weiter, im Westfalenpokal empfangen die Münsteraner Westfalenligist RSV Meinerzhagen, ehe am Sonntag der Werner SC in der Liga wartet.

Westfalia: Steinke – Göbel (57. Winter), Schwinn, Rensing, Gogoll – Eichler Hollenhorst, Niehues (55. Wassmann) – Behrens, Liszka, Jungfermann (78. Alic)

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