Fußball: Westfalenliga
TuS Hiltrup verfällt gegen VfL Theesen nach dem Pausentee in Tiefschlaf

Münster -

Erste Halbzeit hui – zweiter Durchgang – na ja. Der TuS Hiltrup führte gegen den VfL Theesen bereits mit 3:0, geriet dann aber noch wegen eigener Schlafmützigkeit in Bedrängnis. Gut gegangen, hieß es aus Hiltruper Sicht, doch Trainer Carsten Winkler war mit dem Auftritt seiner Elf im zweiten Durchgang ganz und gar nicht zufrieden.

Montag, 20.08.2018, 14:02 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 19.08.2018, 19:04 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 20.08.2018, 14:02 Uhr
Artistisch: Hiltrups Martin Lambert verpasst in dieser Szene sein zweites Tor im Spiel gegen Theesen nur ganz knapp.
Artistisch: Hiltrups Martin Lambert verpasst in dieser Szene sein zweites Tor im Spiel gegen Theesen nur ganz knapp. Foto: Peter Leßmann

Vermutlich wird sich Carsten Winkler am Montag in einer Apotheke nach „Hallo-Wach-Pillen“ umsehen, die er seiner Mannschaft demnächst in der Halbzeitpause verabreichen wird. Denn schon wieder kam der TuS Hiltrup entweder sorglos, vielleicht ratlos, in jedem Fall hilflos zum zweiten Abschnitt unausgeschlafen aus der Kabine. So konnte sich der VfL Theesen noch ernsthafte Gedanken darüber machen, dass der 0:3-Pausenrückstand noch zu reparieren sei. Am Ende riss sich das Team um Kapitän Eric Rottstegge aber doch noch zusammen und feierte mit dem 5:2 (3:0)-Erfolg den ersten Sieg im zweiten Spiel.

„Ich bin mit der Leistung in der zweiten Halbzeit absolut unzufrieden, weil wir den Gegner durch Nachlässigkeiten stark gemacht und unsere sichere Führung dadurch noch in Gefahr gebracht haben.“ Trainer Winkler sah zwischen Minute 46 und 69 eine Wiederholung dessen, was ihn vor Wochenfrist schon in Maaslingen auf die Palme gebracht hatte. Dort wurde der TuS bereits in der 47. Minute kalt erwischt, als es den unnötigen Ausgleich und den Platzverweis gegen Joschka Brüggemann gegeben hatte.

Dieses Mal sollte es nicht so weit kommen, Aber das 1:3 durch den starken Yatma Wade in der 53. Minute ließ Böses erahnen. Zumal die Gäste in der Folgezeit etliche Chancen bekamen, um sie dann nicht zu nutzen. Im Gegenteil. Sie halfen kräftig mit, den TuS wieder in die Spur zu bringen. Denn mit einem Eigentor durch Alessio Giorgio (69.) zum Hiltruper 4:1 war die Vorentscheidung gefallen. Dachte man. Aber der Aufsteiger gab sich noch nicht geschlagen. Moritz Wefelmeier (85.) traf, und Wade legte wenig später seinen zweiten Treffer nach, aber der wurde nicht anerkannt. Durchschnaufen auf der Hiltruper Bank und finale Freude, als Eric Rottstegge in der Schlussminute auf 5:2 stellte.

Zur Ehrenrettung der Hiltruper muss festgehalten werden, dass sie vor der Pause durch Effektivität geglänzt hatten. Vier Chancen hatten sie, drei nutzten sie. Durch Martin Lamberts Kopfball nach zehn Minuten, durch einen Foulelfmeter von Manuel Beyer (verwirkt an Janik Bohnen) in der 21. Minute und durch Guglielmo Maddente mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumgrenze nach einer guten halben Stunde. Da war die Welt der „Blauen“ voll in Ordnung und der Gegner mehr als angeknockt. Aber leider ging es wenig später in die Kabinen.

Es ist auch Fakt, dass sich dem TuS nach dem Wechsel noch etliche Möglichkeiten boten, von denen Beyer und David Lauretta die allerdicksten vergaben. „Spätestens da hätten wir die letzten Zweifel beseitigen müssen“, ärgerte sich Frank Busch, der Sportliche Leiter der Hiltruper, dass sich die Gastgeber vor dem gegnerischen Kasten zu generös gaben.

Der Hiltruper Sieg war verdient, wenn auch nicht souverän herausgespielt. Drei wichtige Punkte sind im Kasten, aber über das „Wie“ wird sicher noch gesprochen. Letztlich ist der TuS in der Spur, und das ist nach Ansicht vieler Besucher „die Hauptsache“. Den Feinschliff muss das Team in den kommenden Wochen erhalten. Dass dabei Jannik Tipkemper nicht mithelfen kann, ist bitter. Er hatte sich bekanntlich in Maaslingen verletzt, inzwischen ist die niederschmetternde Diagnose mit einem doppelten Kreuzbandriss und Meniskusschaden Fakt. Ganz bitter.

TuS Hiltrup: Böcker - Blesz, Grabowski, Lambert, Finkelmann - Rottstegge - Lauretta - Fromme (81. Cas­tro), Bohnen (68. Wiethölter) - Maddente (88. Gockel), Beyer.

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