Volleyball-Länderspiel
Auch der USC hofft auf volle Tribünen – Länderspiel als Brückenschlag?

Münster -

Die Karawane ist weitergezogen, hat aber Spuren hinterlassen. Die USC-Damen hoffen jedenfalls, vom Glanz des Länderspiels profitieren zu können. „Volle Tribünen wünsche ich mir auch für unsere Heimspiele“, sagt Trainer Teun Buijs.

Freitag, 24.08.2018, 22:54 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 24.08.2018, 16:22 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 24.08.2018, 22:54 Uhr
Mittendrin: Ivana Vanjak (M.) zählt er seit wenigen Monaten zum Kreis der Nationalmannschaft.
Mittendrin: Ivana Vanjak (M.) zählt er seit wenigen Monaten zum Kreis der Nationalmannschaft.

Als Teun Buijs mitte des dritten Satzes seinen Blick über die prall gefüllten Tribünen gleiten ließ, war rasch zu erkennen, wie sehr er die fabelhafte Atmosphäre genoss. „Toll“, sagte der Trainer des USC Münster, „so etwas wünsche ich mir auch für unsere Zukunft.“

Der Niederländer ist in der zweiten Saison Coach der Unabhängigen. Eine ausverkaufte Sporthalle Berg Fidel hat er noch nicht erlebt. Dazu bedurfte es dann schon eines Auftritts der Nationalmannschaft. Den WM-Test gegen die Niederlande sahen fast 2500 Zuschauer. Sie beobachteten eine prächtige Begegnung mit einem unglücklichen, aber keineswegs enttäuschten Verlierer. Beim 2:3 hatte die DVV-Auswahl reichlich gute Szenen. Und am Ende Pech: Ein Netzroller entschied die Partie. Vielleicht kommen am 31. Oktober ja viele wieder. An diesem Mittwochabend ist Saisonstart in der Bundesliga. Der USC hat dann den Titelaspiranten Dresden zu Gast. Eine große Nummer, möglicherweise wird es auch ein großes Spiel. Nach sehr langer Pause brachte sich der Volleyball am Donnerstagabend mit dem Ländervergleich wieder in Erinnerung und in Position. Es sei ein schönes Signal gewesen und eine Brücke zur neuen Punktspielrunde, meinte Buijs.

Zwei seiner Schützlinge zeigten sich am Donnerstag in den jeweiligen Nationaltrikots. Juliet Lohuis agierte bei den Niederländerinnen im Stamm. Die bald 22-Jährige, die im Sommer vergangenen Jahres von Coolen Alterno zu den Unabhängigen kam, hat eine überragende Entwicklung genommen. Das untermauerte die Mittelblockerin auch im Länderspiel. „Juliet beherrscht jedes wichtige Element, das macht sie so wertvoll“, erklärt Teun Buijs. Vermutlich wird es sehr schwierig für den USC, die Spielerin über das Vertragsende (30. Juni 2019) hinaus zu binden.

Am Ende der nächsten Saison läuft auch der Kontrakt von Ivana Vanjak aus. Die 23-Jährige zählt erst seit kurzer Zeit zum Kreis der Nationalmannschaft. Sie hofft auf eine Nominierung für die Weltmeisterschaft in Japan (30. September bis 21. Oktober). Doch die Konkurrenz im Außenangriff ist groß und von erheblicher Qualität. Der Trainerstab der DVV-Auswahl hat deshalb Überlegungen angestellt, Vanjak langfristig als Mittelblockerin aufzubauen. Beim USC wird er mit diesen Gedanken aber keine offene Türen vorfinden. Der Bundesligist benötigt die Spielerin im Angriff.

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