Fußball: Zwischen Ober- und Landesliga
Daniel Masuch pendelt zwischen dem SC Münster 08 und dem 1. FC Gievenbeck

Münster -

Er ist ein erfahrener Schnapper. Unter anderem stehen 60 Zweitliga-Einsätze in seiner Vita. Daniel Masuch hat viel erlebt in seiner Karriere – und gibt seine Erfahrung jetzt weiter. Beim Oberligisten 1. FC Gievenbeck und beim Landesligisten SC Münster 08.

Freitag, 31.08.2018, 18:44 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 31.08.2018, 14:38 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 31.08.2018, 18:44 Uhr
Kommt rum: Daniel Masuch.
Kommt rum: Daniel Masuch. Foto: Thomas Austermann

In jeder Woche wechselt er den Arbeitsdress. Hier ist Daniel Masuch mit dem Logo des SC Münster 08 zu sehen, dort mit dem des 1. FC Gievenbeck. Für viele ein undenkbares Szenario bei der belegten Rivalität der Clubs. „Ich habe keine Probleme bekommen und verspüre auch keinerlei Vorbehalte“, sagt der 41-Jährige, der sowohl beim Landes- als auch Oberligisten als Torwarttrainer tätig ist.

Der 1,90-Meter-Mann, Münsteraner seit seiner Zeit beim SC Preußen von 2011 bis 2015, gibt seit Mitte letzten Jahres sein Know-how an sechs Nullacht-Keeper weiter – je zwei aus der U 17, der U 19 und der Ersten. Neuerdings coacht Masuch auch noch die „Schnapper“ des FCG-Flaggschiffs mindestens einmal pro Woche. „Wir sind heilfroh, dass das so schnell geklappt hat“, sagt Gievenbecks Trainer Benjamin Heeke, der den Neuen „problemlos und zügig“ integriert sah.

Um Anerkennung muss sich der 161-fache Drittligaspieler Masuch, der auch 60 Zweitliga-Einsätze in der Vita stehen hat, nicht bemühen. Sein Standing ist unumstritten in der Szene. Den Tipp, Masuch zu fragen, gab Bastian Görrissen, der zuletzt amtierende Torwarttrainer, der aktuell auf einer längeren Auslandsreise weilt und auch seine Jobchancen auslotet.

„Ich stand bei Nullacht im Wort und habe von dem Club die Zustimmung bekommen, auch in Gievenbeck einsteigen zu dürfen – da sich die Teams nicht in der Liga begegnen, ist das doch kein Problem“, erklärt er das kurze Prozedere. Flexibilität bringt der Kaufmann für Marketing-Kommunikation mit, denn im Fußballalltag ist eine Woche nur bedingt im Voraus planbar. „Ich bin am späten Nachmittag oder abends am Platz. Und vorher wird telefoniert.“ Es kann passieren, dass Masuch binnen Stunden von A nach B wechselt und nacheinander bei beiden Clubs am Trainingsplatz auftaucht.

Ihn reizt es, „mit den jungen Talenten und den ehrgeizigen Etablierten“ zu arbeiten. Mit sehr unterschiedlichen Charakteren hat er zu tun und wird vielfach gefordert. „Ich sage ja immer, dass ein Torwart auch ein bisschen bekloppt sein darf“, spricht Masuch gelassen und aus seiner langjährigen Erfahrung. „Mauch“ will Typen, die auch mal den Mund aufmachen.

Eingedenk der relativ beschränkten Einheiten erwartet er nicht, den „modernen Torwart“ ausprägen zu können. „Ich kann es versuchen, aber eigentlich braucht man dann viel mehr Zeit, als es im Amateursport möglich ist.“ Masuch widmet sich vordringlich den grundlegenden Erfordernissen. „Das eigentliche Torwartspiel ist mir wichtiger. Denn noch immer zählt es, Bälle zu halten. Die Sicherheit dazu will ich vermitteln.“

Dass Masuch an Spieltagen nur bedingt dazu kommt, seine Schützlinge in Prüfungssituationen zu beobachten, erklärt sich aus seiner Leidenschaft, selbst aktiv zu werden. Für die neue Vierte von GW Amelsbüren, die von einer großen Clique gebildet wird. „Termine mit dem Team haben Vorrang für mich“, setzt der Routinier eben Prioritäten.

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