Beachvolleyball: DM in Timmendorf
Bronze wie vor sechs Jahren – Mersmann/Tillmann werden DM-Dritte

Münster -

Als Medaillenkandidatinnen waren Teresa Mersmann und Cinja Tillmann im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand gehandelt worden – und das Beachvolleyball-Duo des USC erfüllte die hohen Erwartungen als Dritte. Den Platz auf dem Podest kennen die Münsteranerinnen noch.

Sonntag, 02.09.2018, 19:11 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 02.09.2018, 18:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 02.09.2018, 19:11 Uhr
Wie 2012 gewannen Teresa Mersmann (l.) und Cinja Tillmann bei der DM in Timmendorfer Strand Bronze.
Wie 2012 gewannen Teresa Mersmann (l.) und Cinja Tillmann bei der DM in Timmendorfer Strand Bronze. Foto: dpa

Es war der 25. August 2012, als Teresa Mersmann und Cinja Tillmann ( USC Münster) ihre Beachvolleyball-Liaison mit einer großen Überraschung hatten ausklingen lassen. Bronze hatte es damals bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand gegeben. Nun, sechs Jahre später, gab es am Sonntag bei der großen Siegerehrung erneut Edelmetall in dieser Farbe – Platz drei war nicht ganz so überraschend wie beim ersten Mal, die Freude darüber aber mindestens genauso groß.

Die seit diesem Jahr wiederbelebte Spielgemeinschaft gehörte im Vorfeld der Titelkämpfe zum Favoritenkreis. Sieben Siege im Sommer hievten sie in diesen Zirkel – und Mersmann/Tillmann bestätigten ihren Status. Ohne Satzverlust ging es aus der Gruppe direkt ins Viertelfinale, in dem das unangenehm zu spielende Duo Melanie Gernert/Elena Kießling wartete. Doch die Münsteranerinnen blieben beim 21:18, 21:14 souverän. „Das war einfach eine gute Leistung von uns“, sagte Mersmann nach dem Einzug in die Vorschlussrunde.

Eine Medaille war nun zum Greifen nah, gar der große Coup, erstmals nach Rieke Brink-Abeler (heute Herzog) und Hella Jurich 2004 den DM-Titel nach Münster zu holen, war in Reichweite – die sich aber schnell als doch nicht greifbar entpuppte.

Vor 6000 Zuschauern

Der Wechsel auf den Center Court bekam dem USC-Paar nicht, die späteren Deutschen Meister Victoria Bieneck und Isabel Schneider vom Hamburger SV waren vor den 6000 Zuschauern beim 19:21, 15:21 zu stark. Auch weil Mersmann/Tillmann nicht ihr volles Vermögen abriefen. „Auf dem Center Court zu spielen, sorgt immer für etwas mehr Aufregung, die Verhältnisse da sind andere. Wir haben nicht gut gespielt, der Gegner hat uns so stark unter Druck gesetzt, dass wir kaum eine Chance hatten, ins Spiel zu kommen. Gerade das Element Aufschlag hat den Unterschied ausgemacht“, erklärte Mersmann.

Die Niederlage nagte an der 28-Jährigen und ihrer Partnerin, eine unruhige Nacht war die Folge. „Wir mussten das erst einmal verarbeiten“, erklärte die Blockspielerin. Aber gemeinsam mit Abwehrspezialistin Tillmann schöpfte das Duo neue Kraft und Motivation, Bronze sollte die so erfolgreiche Comeback-Saison krönen. „Wir wollten noch einmal alles raushauen. Und das haben wir geschafft“, sagte Mersmann.

„Hartes Stück Arbeit“

Dabei machten ihnen Leonie Körtzinger und Julia Sude das Leben deutlich schwerer als im Gruppenspiel (21:14, 21:14) am Freitag, erst im Tiebreak sorgten Mersmann/Tillmann beim 19:21, 21:19, 15:8 für klare Verhältnisse. „Die beiden haben einige Dinge umgestellt, das war ein hartes Stück Arbeit“, meinte Mersmann. Die aber hat sich gelohnt, der bronzene Abschluss rundete den so erfolgreichen Sommer ab.

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