Fußball: Westfalenpokal
Tezel und Schwarz aus der zweiten Preußen-Reihe ins Rampenlicht

Münster -

Beim 4:0 der Preußen im Westfalenpokal gegen den FC Brünninghausen standen zwei Akteure im Mittelpunkt, die in der Liga noch keine Rolle spielten. Ugur Tezel setzte sich rechts gut in Szene, Benjamin Schwarz gab mal wieder sein Comeback.

Freitag, 07.09.2018, 12:12 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.09.2018, 17:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 07.09.2018, 12:12 Uhr
Ugur Tezel (l.), hier gegen Brünninghausens Arif Et, zeigte im Pokal erneut, dass auf ihn Verlass ist.
Ugur Tezel (l.), hier gegen Brünninghausens Arif Et, zeigte im Pokal erneut, dass auf ihn Verlass ist. Foto: Jürgen Peperhowe

Immer dabei, aber nie mittendrin – Ugur Tezel muss in seinen ersten Monaten beim SC Preußen eine Menge Geduld aufbringen. In allen sechs Drittliga-Spielen stand der Neuzugang von Hertha BSC II im Kader, in allen sechs wartete er vergeblich auf einen Einsatz. Trainer Marco Antwerpen wechselt vor allem in der Offensive, das ist kein Alleinstellungsmerkmal.

Tezels Meisterschaft ist aktuell der Westfalenpokal. 90 Minuten beim 7:0 gegen den BSV Schüren, 90 Minuten am Mittwoch beim 4:0 (3:0) über den FC Brünninghausen. Der 21-Jährige überzeugte jeweils. Sein Pech: Hinten rechts ist Vorzeigekämpfer Fabian Menig unantastbar. „Natürlich werde ich gegen unterklassige Gegner nicht so stark gefordert, aber die Partien sind für mich schon wichtig“, so der Außenverteidiger. Andere Aufgabengebiete als der defensive Flügel sind ihm zwar nicht fremd, aber seine Stärke liegt schon dort, wo auch Menig am besten ist. „Fabi spielt gut, ist immer stabil“, räumt Tezel, der schon in der Vorbereitung gute Ansätze zeigte, ein. „Aber meine Zeiten werden kommen. Ich bin vielleicht einen Tick offensiver unterwegs.“ Auf der vorderen Stellen ist die Konkurrenz indes nicht kleiner.

Immerhin weiß Antwerpen einen zuverlässigen Backup in der Hinterhand. Der soll Benjamin Schwarz sogar für zwei Posten werden. Der Routinier, der am Mittwoch in Runde zwei gegen den Dortmunder Oberligisten per Elfmeter den Endstand herstellte, hat sich zum x-ten Mal nach einer Verletzung wieder herangekämpft. Sollten Linksverteidiger Niklas Heidemann oder Mittelfeld-Abräumer Sandrino Braun mal ausfallen, wäre der 32-Jährige die logische und fast einzige Alternative im Kader. „Der Trainer sieht mich eher außen“, so der Pechvogel, der sich seit Sommer mit vielen kleinen Blessuren herumplagte, zuletzt fast einen Monat mit einem Rippeneinriss.

Seit einer Woche trainiert er wieder. Das Zurückkämpfen ist für den Münchener fast schon zur Gewohnheit geworden. „Es kann schon sein, dass ich dadurch meinen Körper etwas besser einschätzen kann. „Nur etwas Praxis fehlt noch“, sagt Schwarz. Die 38 Minuten im Pokal, in denen ihn das Publikum lauthals feierte, waren ein weiterer Schritt.

Dadashov gibt Entwarnung

Den Preußen ist nach langer Zeit mal wieder ein komplett freies Wochenende vergönnt. Am Freitag um 11 Uhr steht noch eine Einheit an, danach haben die Profis zweieinhalb Tage kein Training und können in der Länderspiel-Pause die Füße hochlegen, abschalten oder die Familien besuchen. Auch Rufat Dadashov darf das wohl entspannt tun. Nach einem Schlag aufs Knie am Mittwoch gegen Brünninghausen ging er in den Schlussphase beim Stand von 4:0 vom Feld, obwohl sein Team schon drei Mal gewechselt hatte. Am Donnerstag kam die Diagnose und gleichzeitig Entwarnung: Kapselzerrung, nichts Ernstes. Der Angreifer tritt ein, zwei Tage kürzer und steigt dann wohl am Montag wieder ins Geschehen ein.

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