Fußball: Landesliga
Kinderhaus spielt gegen Stadtlohn nicht schön, aber erfolgreich

Münster -

Zehn Punkte aus den ersten fünf Partien, vier Mal nun ungeschlagen – diese Werte sind richtig stark für einen Aufsteiger. Westfalia Kinderhaus ist angekommen in der Landesliga. Das 2:0 gegen den SuS Stadtlohn war allerdings kein Augenschmaus.

Montag, 10.09.2018, 14:16 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 09.09.2018, 19:52 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 10.09.2018, 14:16 Uhr
Philipp Hollenhorst (r.) freut sich nach seinem Kopfballtreffer zum 2:0 für Westfalia Kinderhaus gegen Stadtlohn.
Philipp Hollenhorst (r.) freut sich nach seinem Kopfballtreffer zum 2:0 für Westfalia Kinderhaus gegen Stadtlohn. Foto: Heimspiel/Fabian Renger

„Jetzt fangt doch mal wieder an, Fußball zu spielen und lasst euch nicht anstecken!“ Auch René Steinke, Torhüter des Fußball-Landesligisten Westfalia Kinderhaus, hatte im Heimspiel gegen den SuS Stadtlohn irgendwann die Faxen dicke. Seine Mannschaft gewann die Begegnung zwar mit 2:0 (1:0), doch dieser Sieg fiel mehr in die Kategorie Arbeitssieg als in die eines schönen Spiels.

Hauptsächlich lag das an den Gästen, die von der ersten Minute an quasi ausschließlich mit langen Bällen operierten. Das war gegen die Malocher in der Westfalia-Abwehrreihe das verkehrte Mittel. Die Defensive um Gerrit Göcking stand einmal mehr wie eine Eins. Normalerweise kann Göcking sich allerdings auf seine Vorderleute verlassen. Diesmal nicht. Statt mit drei, vier Toren Vorsprung in die Halbzeitpause zu gehen, gelang bloß Luca Jungfermann ein Treffer. Und das auch noch per Strafstoß (5.).

Direkt nach dem Wiederanpfiff lagen sich die Kinderhauser aber wieder in den Armen. Christoph Göbel hatte von rechts eine Ecke hinein gebracht, Philipp Hollenhorst schraubte sich zum 2:0 hoch (47.). Hochverdient. Aber dann legte Kinderhaus – zumindest fußballerisch – für eine gute Viertelstunde erst einmal die Beine hoch. Das Spiel wurde hektisch, es gab pausenlos Nickligkeiten – auch die Westfalia mischte munter mit. Schiedsrichter Cengiz Kabalakli hatte einiges zutun, reagierte meistens aber richtig. Alleine die erkannte Abseitsposition bei einem wunderbar herausgespielten Tor durch Moritz Knemeyer (69.) erschloss sich Beobachtern nicht so wirklich.

In der Defensive wankte Kinderhaus fortan zumindest so manches Mal, hatte aber Glück, dass es Stadtlohn vorne einfach an Esprit und Ideen fehlte. Offensiv gingen in der Schlussphase noch ein paar Kleinigkeiten. Simon Winter scheiterte im Alleingang am Gäste-Keeper Jan Hintemann (70.), zwei Minuten später parierte dieser einen Freistoß Jungfermanns. Der war an diesem Nachmittag auffälligster Heim-Akteur. Sein Trainer Marcel Pielage zog ein gemischtes Resümee: „Das war nicht so der Fußball, den wir eigentlich können. Aber zehn Punkte aus den ersten fünf Spielen als Aufsteiger – das kann sich doch sehen lassen.“ Womit er nicht Unrecht hat. Westfalia: Steinke – Hölscher, Schwinn, Göbel – Hollenhorst, Niehues, Gogoll (46. Knemeyer), Winter, Jungfermann (73. Alic), Liszka (65. Kreutzer)

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