Fußball: Landesliga
Roxel unterliegt Heiden durch Haverkamps Eigentor

Münster -

Dem BSV Roxel drohen auch in der Landesliga schwere Zeiten. Das Heimspiel gegen Viktoria Heiden, einen der biederen Vertreter dieser Klasse, verloren die glücklosen Kleeblätter mit 0:1 und boten dabei eine bedenkliche Vorstellung.

Montag, 17.09.2018, 16:28 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 18:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.09.2018, 16:28 Uhr
Hendrik Flaßhar (r.) bedrängt Viktoria-Mittelfeldmann Jan Rimbach ohne Erfolg.
Hendrik Flaßhar (r.) bedrängt Viktoria-Mittelfeldmann Jan Rimbach ohne Erfolg. Foto: Wilfried Hiegemann

Dass Sebastian Hänsel direkt nach dem 0:1 (0:0) gegen Viktoria Heiden beim üblichen Treffen im Kreis schon die komplette Mängelliste zur Sprache bringen konnte, ist unwahrscheinlich. Der BSV Roxel zeigte in einem Landesliga-Spiel auf insgesamt dünnem Niveau derart viele Unzulänglichkeiten, dass der gewissenhafte Coach am Abarbeiten der Liste noch zu tun haben wird.

„Die Vorstellung war ein Abbild der Trainingswoche“, kritisierte Hänsel den Kader, der sich augenscheinlich nicht adäquat vorbereitet hatte. Zwei Kicker waren davon ausgenommen: Die Brüder Benjamin und Marvin Leifeld nämlich hätten sich den Startelfeinsatz verdient, weshalb sie in der Offensive ihre Plätze bekamen, aber Thomas Kroker zum Beispiel nicht. Das Leifeld-Duo jedoch ließ zu keiner Zeit erkennen, die Spielchance aktiv nutzen zu wollen. Auch Yusuf Güllü blieb blass.

Gegen eine sattelfeste, aber wenig zwingend aufbauende Gäste-Elf blieb Roxels Ansatz ein einziges großes Stückwerk. Anfangs suchten Dickens Toka links und Sandro Pietsch rechts noch den Raum zum Spurt, aber Heiden stellte mit der Zeit auch diese Räume zu. In der Zentrale scheute sich jeder, Verantwortung zu übernehmen. Torgefahr strahlte so gut wie niemand aus. Alleine Toka gelang einmal ein Abschluss (37.). Kein Wunder, dass die BSV-Abwehrspieler lange Bälle schlugen, um ab und an für Raumgewinn sorgen zu können. Heiden nahm gerne Glück in Anspruch beim Tor des Tages. BSV-Routinier Nico Haverkamp sprang der Ball nach einem Freistoß ans Bein und dann hinter die Linie (55.). Eine Möglichkeit zur Initialzündung gab es noch: Keeper Daniel Neuhaus parierte einen von Pietsch verursachten und von Ferdinand Möllmann geschossenen Elfmeter (58.) – einen Schub holte sich Roxel aber nicht. Nun mit Kroker, der zwei Abschlüsse hatte, und später auch mit Toka als Mittelmann eines Dreiersturms drehte Hänsel an diversen Stellschrauben. Aber dem Gast wurde kaum Cleverness abverlangt, die Minuten sicher zu überstehen. Ein paar Konter spielten die Gäste schlecht aus.

„Defensiv gegen den Ball haben wir es ganz gut gemacht, aber auf allen Offensivpositionen waren wir viel zu statisch“, so Hänsel. „Wir haben die nötige Bewegung vermissen lassen – so waren wir ganz einfach zu verteidigen.“ Im Vergleich zum 1:1 in Werne sei das ein klarer Rückschritt. Der neue Viertletzte wird mithin eines müssen – viel trainieren. BSV: Neuhaus – Pietsch, Sojeva, Kintrup, Haverkamp, Toka – Niesing, Flaßhar (77. Hunnewinkel) – M. Leifeld (59. Wesberg) – Güllü (59. Kroker), B. Leifeld

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