Basketball: 2. Liga
WWU Baskets schlagen Bayer Giants aus Leverkusen und die Rheinstars Köln

Münster -

Es kann losgehen. Nach den beiden Testspielerfolgen gegen Leverkusen und Köln scheinen die WWU Baskets gerüstet für das Auftaktmatch in Liga zwei gegen Dresden. An die neue Umgebung haben sich die Jungs von Trainer Philipp Kappenstein schnell gewöhnt.

Montag, 17.09.2018, 16:28 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 19:22 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.09.2018, 16:28 Uhr
Der Weg ist frei zum Korb: Münsters Malcom Delpeche (rechts) lässt Leverkusens Marian Schick rechts liegen.
Der Weg ist frei zum Korb: Münsters Malcom Delpeche (rechts) lässt Leverkusens Marian Schick rechts liegen. Foto: Wilfried Hiegemann

Ab sofort sind die Körbe in Berg Fidel die Zielscheibe der WWU Baskets Münster. Der Drittliga-Aufsteiger, der aus der Uni-Halle auszog, um noch mehr Fans einen Mehrwert bieten zu können, akklimatisierte sich an zwei Tagen in Tests gegen Pro-B-Clubs aus der Südstaffel in der neuen Heimat – bevor es genau hier am Samstag gegen die Dresden Titans zur Sache geht.

200 Neugierige sahen beim 86:74 (48:39)-Sieg über die Bayer Giants Leverkusen die neue Team-Mischung unter bewährter Leitung von Coach Philipp Kappenstein funktionieren, der sichtlich zufrieden ist mit dem Stand der (Personal-)Dinge, sieht man vom Fehlen des Centers Kai Hänig und des Aufbau-Backups Nico Funk ab. Die Baskets liefen in Trainings-shirts auf – auf dem neuen Dress wird das Logo eines neuen Sponsors prangen.

Mit Aufbau Joseph „Jojo“ Cooper, 2,03-Meter-Center Malcolm Delpeche und Flügelspieler Anton Geretzki starteten drei von vier Neuzugängen. Kappenstein muss beim Coachen noch mehr aufpassen. In der ProB dürfen nur zwei „Importspieler“ zugleich auf dem Feld sein. Den US-Boy Cooper, den Briten Delpeche und den Spanier Marco Porcher wird man also als Paket nie erleben.

Der zuletzt verpflichtete Schlüsselspieler Cooper drückte dem Baskets-Vortrag direkt seinen Stempel auf, verlieh Stabilität, spielte auch harte Pässe präzise und übernahm mit starken Würfen (insgesamt 22 Punkte/fünf Dreier) Verantwortung, als es eine dünne Phase gab. „So einen brauchen wir“, sagte Kappenstein, der insgesamt „im Kollektiv einen klaren Schritt nach vorne“ ausmachte gegen die alle Kräfte fordernde Physis der von Hansi Gnad (55), dem 181-fachen früheren deutschen A-Nationalspieler, trainierten Giants.

Schlüsselspieler Nummer zwei agierte effektiv unterm Korb: Der am Ball geschickte wie im Duell hartnäckige Delpeche stopfte 80 Prozent seiner Chancen rein. Nur an der Freiwurflinie stand er nicht so gerne (drei von neun). Geretzki brachte sich gut ein, bis er vier Fouls gesammelt hatte. Porcher, der wie Jan König noch sein Wurfglück suchte, kann auch im Aufbau wirken. „Dass alle Spieler ihre Aktionen hatten, stimmt mich zuversichtlich“, wertete Kappenstein, der nach wie vor die Baskets als echtes Team erleben will.

Am Sonntag gegen die Rheinstars Köln, die ersatzgeschwächt antraten, ließ der Aufsteiger ein 80:60 folgen. „Klar, die Beine waren müde, aber wir haben das gut gemacht. Jetzt sind wir froh, dass es endlich losgeht“, so Kappenstein. „Ich denke, wir haben beste Werbung in beiden Spielen betrieben.“ Baskets-Punkte gegen Leverkusen: Cooper (22/5), Delpeche (19), A. König (9/1), Padberg (8/2), Wess (7/1), Porcher (6/1), Goolsby (5/1), Geretzki (5/1), J. König (5) Baskets-Punkte gegen Köln: Cooper (15), J. König (13), Wess (13), Geretzki (10), A. König (7), Husmann (6), Porcher (6), Delpeche (5), Goolsby (4), Padberg (1)

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