Rad: 13. Sparkassen-Münsterland-Giro
Ein aufgehender Stern – Fernando Gaviria kommt nach Münster

Münster -

Es wird der „Tag der Sprinter“. Mit dem Kolumbianer Fernando Gaviria hat nun ein weiterer Top-Mann seine Zusage für den 13. Sparkassen-Münsterland-Giro gegeben. Er machte in diesem Jahr schon bei den großen Rundfahrten auf sich aufmerksam.

Dienstag, 02.10.2018, 14:00 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 01.10.2018, 18:04 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 02.10.2018, 14:00 Uhr
Ganz in Gelb: Nach seinem Auftaktsieg bei der Tour de France 2018 durfte Fernando Gaviria das „Maillot Jaune“ auf der zweiten Etappe durch Frankreich tragen.
Ganz in Gelb: Nach seinem Auftaktsieg bei der Tour de France 2018 durfte Fernando Gaviria das „Maillot Jaune“ auf der zweiten Etappe durch Frankreich tragen. Foto: Witters

Das Lob kam im Sommer aus berufenem Munde: „Er ist derzeit der Stern am Sprinterhimmel.“ Keinem geringeren als An­dré Greipel gingen diese Worte leicht, ehrlich und wohlgesinnt über die Lippen. Das war am 10. Juli 2018 nach der vierten Etappe bei der Schleife durch Frankreich. Unmittelbar zuvor hatte ein Kolumbianer namens Fernando Gaviria vom belgischen Team Quick-Step Floors die hoch gehandelten Stars wie Peter Sagan (Bora Hansgrohe) und jenen Greipel (Lotto Soudal) auf die Plätze verwiesen – nach einer hauchdünnen Entscheidung. Der zweite Streich des 24-Jährigen.

Schon zum Auftakt drei Tage zuvor beim Grand Départ war das 70 Kilogramm leichte „Fliegengewicht“ bei seiner Tourpremiere nicht zu bremsen und ins Gelbe Trikot gesprintet – vor Sagan und Marcel Kittel (Katusha-Alpecin), der später entkräftet ausstieg. Die gesamte Weltelite des Radsports wurde zwei Mal von einem Neuling distanziert. Respekt! Am Mittwoch können sich die Radsportfans aus der Region selbst ein Bild von dem Südamerikaner mit den fixen Beinen machen. Gaviria wurde für die 13. Auflage des Sparkassen-Münsterland-Giro von seinem Rennstall überraschend nachgemeldet. „Für uns als Veranstalter ist das großartig“, freut sich Chef-Organisator Rainer Bergmann. Klar!

Als erst zweiter Kolumbianer überhaupt nach Victor Hugo Peña 2003 schaffte es der Newcomer am 7. Juli auf der großen Bühne ins begehrte „Maillot Jaune“, das er einen Tag später nach einem Sturz wieder abgeben musste. Halb so wild. „Ich bin überwältigt ob der Ein­drücke“, gab sich Gaviria zu Beginn der Frankreich-Rundfahrt betont zurückhaltend, gar schüchtern. Das scheint seinem Wesen zu entsprechen. Teamkollege Zdenek Stybar hat einmal über ihn gesagt: „Fernando spricht nicht sehr viel. Er kann nur Spanisch, das niemand von uns wirklich versteht. Aber er lässt sein Rad sprechen.“ Und das immer wieder. Beim Giro d’Italia 2017 empfahl er sich mit vier Etappensiegen – das Trikot für den besten Sprinter klemmte er sich ganz nebenbei unter den Arm. Interessant: Kolumbien ist eigentlich die Heimat der Bergspezialisten. Mit Nairo Quintana und Rigoberto Uran sind aktuell zwei exzellente Kletterer unterwegs. Gar nicht so leicht, aus dieser Phalanx auszubrechen. Gaviria hat genau das getan, gehört zu jener neuen Generation an Sprintern, die den alten ­Hasen schon mal die Show stehlen. Dem jungen Mann gehört ohne Frage die Zukunft – und vielleicht auch die Zielgerade in Münster vor dem Schloss.

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