Fußball: Bezirksliga
Bartelink lässt Aasee aufatmen

Münster -

Am Aasee leuchtet wieder ein kleines Lichtlein – und nein, es ist nicht mehr die rote Laterne. Mit dem 1:0-Erfolg über Riesenbeck beendete BW endlich seine lange Pleitenserie.

Dienstag, 02.10.2018, 22:34 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 22:34 Uhr
Manuel Eustermann (r.) von BW Aasee lässt weder den Ball noch Gegenspieler Jona Langer aus Riesenbeck in dieser Szene aus den Augen. Das vorgezogene Spiel endete mit 1:0 für die Gastgeber.  
Manuel Eustermann (r.) von BW Aasee lässt weder den Ball noch Gegenspieler Jona Langer aus Riesenbeck in dieser Szene aus den Augen. Das vorgezogene Spiel endete mit 1:0 für die Gastgeber.   Foto: Jürgen Peperhowe

Erstmals seit dem 26. August gab es für die Fußballer von Blau-Weiß Aasee wieder Jubel mit dem Abpfiff. Das 1:0 (0:0) in der Bezirksliga über Teuto Riesenbeck beendete eine bittere Durststrecke, die an Nerven und Laune gegangen war. Vorerst sind die Münsteraner nach diesem vorgezogenen Spiel Vorletzter.

„Das tut so gut“, strahlte BWA-Trainer Matthias Gerigk unter Flutlicht nach 93 gespielten Minuten, die seine stark ersatzgeschwächte Elf mit großer Leidenschaft absolvierten – gegen einen auch nur 14-Mann-starken erschienenen Gast, der um die Spielverlegung gebeten hatte, weil er am Wochenende auf dem heimischen Oktoberfest feiern möchte. Riesenbeck ärgerte sich nach 80 Minuten über die Gelb-Rote-Karte gegen Kapitän Niklas Plake, dem das Gebaren einer Schwalbe vorgehalten wurde. Eine sehr umstrittene Sanktion von Spielleiter Andre Deelen aus Gronau.

Entscheidend war die Unterzahl wohl nicht mehr, denn nach dem Tor des Abends durch den eminent schnellen Daniel Bartelink (73.), der einen von Michael Runge verlängerten Ball gegenüber Abwehrmann Jona Langer behauptete und zielsicher traf, rannte Riesenbeck zwar an, aber im Konterspiel besaßen die Münsteraner noch weitere gute Chancen. „Das war eine Willensleistung, die angesichts der Besetzung bemerkenswert ist. Heute waren alle Mann heiß“, lobte Gerigk die Bereitwilligen, die ihr Spiel vor der Pause auf den schnellen Bartelink auf der linken Bahn anlegten. Der 22-Jährige blieb konsequent auf der Überholspur, aber die Hereingaben kamen nicht immer an.

Laufintensiv agierten beide Teams, aber auch mangelhaft in der Ruhe am Ball und im Zusammenspiel. Oft wurde das Mittelfeld glatt überbrückt. „Eine gewisse Verunsicherung steckt in den Köpfen drin – normal“. so Gerigk. Daniel Abelmann vergab für die Gäste, auch Christopher Beer fand seinen Meister in BWA-Keeper Valentin Schulz. In der Phase, in der Riesenbeck länger am Ball war und vorne aktiv blieb, setzte es den blau-weißen Treffer. Mit A-Liga-Spieler Runge, der für Christian Hülsmeier in den Aasee-Sturm gekommen war (60.), erhöhte sich die Präsenz vorne. Und am Tor war der lange Kerl, der sich unverzagt den Zweikämpfen stellte, ja auch noch beteiligt.

BWA: Schulz – Kampschulte, Roth, Stiens, Pelz – Steur, Roesmann – Eustermann, Sprenger, Bartelink – Hülsmeier (60. Runge)

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