Basketball: 2. Liga Pro B
Dramatische Schlussphase: WWU Baskets verlieren 76:77 gegen Eagles Itzehoe

Münster -

Was für ein Match. Die WWU Baskets machen das Spiel gegen die Eagles Itzehoe – und gehen beim 76:77 doch als Verlierer vom Feld. 1640 Zuschauer in der Halle am Berg Fidel sehen ein denkwürdiges Duell.

Sonntag, 07.10.2018, 21:04 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 06.10.2018, 22:34 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 07.10.2018, 21:04 Uhr
Jojo Cooper beißt sich durch. Unmittelbar vor der Schlusssirene scheiterte er mit dem Versuch, einen Dreier aus der eigenen Hälfte in der Reuse zu platzieren. Dann hätte die Halle am Berg Fidel Kopf gestanden. So gab es keine Punkte, aber viel Applaus.
Jojo Cooper beißt sich durch. Unmittelbar vor der Schlusssirene scheiterte er mit dem Versuch, einen Dreier aus der eigenen Hälfte in der Reuse zu platzieren. Dann hätte die Halle am Berg Fidel Kopf gestanden. So gab es keine Punkte, aber viel Applaus. Foto: Markella Moraki

Unfassbar! Spieler, Trainer, Offizielle und Zuschauer schweißgebadet ob eines Finish, das es in sich hat und aus Sicht der WWU Baskets ein denkwürdiges ist. 76:75 führen die Schützlinge von Trainer Philipp Kappenstein vor 1640 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel 18 Sekunden vor dem Ende gegen die Eagles Itzehoe. Dann folgt eine fast fünfminütige Unterbrechung, weil es Probleme mit der Zeitnahme der 24-Sekunden-Uhr gibt. Niemanden hält es mehr auf seinem Sitz, auch die Bank des Aufsteigers ist völlig verwaist. Was für eine Dramatik, und dann das: Nach einem Freiwurf von Jojo Cooper bringt Alex Goolsby den Ball per Einwurf ins Spiel – und wird von den Unparteiischen zurückgepfiffen. Er soll den Ball zu lange gehalten und damit gegen die Fünf-Sekunden-Regel verstoßen haben. Eine strittige Entscheidung. Ballbesitz Itzehoe, Stefan Schmidt trifft eine Sekunde vor Schluss – 76:77 aus Sicht von Münster. Das nur noch einen Versuch hat: Jojo Cooper probiert es aus dem eigenen Feld. Sinnlos. Aus und vorbei.

Das haben die Jungs von Trainer Philipp Kappenstein nicht verdient. Sie sind von Beginn an hellwach, führen schnell mit 13:0 und lassen eigentlich nicht viel zu. Im ersten, zweiten und dritten Viertel führt Münster. Erst im letzten Abschnitt lassen die Hallenherren nach hartem Fight das 69:69 zu. Gleichstand, Itzehoe ist wieder im Spiel. Nicht weniger als gut vier Minuten vor Schluss. Dann nehmen die Dinge ihren Lauf. Münster verliert auf der Zielgeraden Punkte, die eigentlich im Sack sind. Coach Kappenstein und Manager Helge Stuckenholz sind bedient. Die Jungs auf dem Feld verstehen die Welt nicht mehr – und hadern mit dem Urteil der Schiedsrichter, die Goolsby aus dem Spiel nahmen.

Ärgerlich allemal. Am 13. Oktober gastieren die WWU Baskets in Bochum. Dann nehmen Jojo Cooper und Co. einen neuen Anlauf. Itzehoes Co-Trainer Timo Völkerink, einst in Ibbenbüren an der Linie, ist sich jedenfalls sicher: „Münster wird die Playoffs erreichen.“

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