Rudern: Deutsche Sprint-Meisterschaften
Kurzarbeiter an den Rudern geben Vollgas auf dem Aasee

Münster -

Dass Petrus als gelernter Fischer eine Affinität zum Wasser hat, ist bekannt, dass er am Wochenende die Sonne an den Aasee schickt dennoch nicht selbstverständlich. Aber er tut´s und die Männer vom Regattaverein freut´s. Die Deutschen Sprint-Meisterschaften stehen hier nämlich an.

Sonntag, 14.10.2018, 14:44 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 14:08 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 14.10.2018, 14:44 Uhr
Der Sprint-Achter des RV Münster sorgt in der Bundesliga für Furore. Am Wochenende wollen die acht Recken nebst Steuerfrau ins DM-Titelrennen eingreifen.
Der Sprint-Achter des RV Münster sorgt in der Bundesliga für Furore. Am Wochenende wollen die acht Recken nebst Steuerfrau ins DM-Titelrennen eingreifen. Foto: Alexander Pischke/Ruder-Bundesliga

Rudern zählt ohne Frage zu den Ausdauersportarten, auch wenn es am Ende natürlich auch da immer ganz schnell gehen muss. Das gilt insbesondere für die Sprinter unter der Langstrecklern: Am Wochenende stehen bei den Deutschen Sprint-Meisterschaften die Kurzarbeiter in den Rennbooten im Mittelpunkt des Interesses. 350 Meter Vollgas lautet das Motto der insgesamt 260 Boote, die auf dem Aasee auf die Jagd nach Titeln und Medaillen gehen. Die Rennstrategie ist dabei so simpel wie überzeugend: volle Kraft voraus vom Start bis ins Ziel – eine reizvolle Variante zur klassischen Zwei-Kilometer-Variante, die auch den Zuschauern das Leben ein wenig leichter macht. Die Boote bleiben im Blickfeld und die Taktung hoch.

Dafür trägt das Orga-Team des Regattavereins Münster Sorge, das von Samstagmorgen (8.30 Uhr) bis zum späten Sonntagnachmittag immerhin Medaillen in 27 Bootsklassen an die aktiven Männer und Frauen bringen muss. Das geht teilweise vergleichsweise schnell, beispielsweise bei den beiden Para-Bootsklassen, in denen insgesamt nur drei Teilnehmer gemeldet haben. Das kann aber auch eine zähe Auswahlarbeit sein wie in der Konkurrenz der Doppelzweier, die mit 21 Booten am stärksten besetzt ist, oder auch bei den schnellen Achtern, von denen immerhin 14 ins Rennen gehen. Auch ein bislang unerreichter Top-Wert, wie Organisations-Chef Nils Warnke bestätigt.

Ein weiteres Indiz für die wachsende Attraktivität des Sprint-Wettbewerbs, der in den Großbooten bekanntlich längst in einer eigenen Bundesliga präsentiert wird. Tatsächlich sind fast alle führenden Teams dieser Bootsklasse – unter anderem das aus Münster – auch zu den nationalen Titelkämpfen gemeldet und werden bei prognostiziertem Top-Wetter die Bastion am Aasee zum Beben bringen.

Allemal haben sich die Veranstalter für einen großen Ansturm gerüstet, zumal sich bei den Titelkämpfen auch die Sonne als Zuschauer angekündigt hat.

Von den zahllosen Rennen auf dem Aasee wird es kaum eines geben, bei dem sich für den heimischen Zuschauer nicht ein Favorit finden ließe, fast immer sind Boote der beiden heimischen Clubs vertreten. Der RV Münster schickt immerhin 20 Teams ins Rennen, vier tragen das Wappen des ARC. Im Mittelpunkt des Interesses dürfte dabei das vereinsinterne Duell der beiden RVM-Achter stehen. Da nämlich gehen die Sprintspezialisten mit dem Bundesliga-Boot ins Rennen und treffen unter anderem auf die RVM-Allstars, wie Trainer Thorsten Kortmann sie nennt. „Ausschließlich Ruderer, die schon für die Nationalmannschaft und den Verband im Einsatz waren.“ Einen Tipp zum Rennausgang wagt der Trainer nicht: „Ich bin gespannt, aber es wird spannend.“ An Bord der Allstars sind Richard Bensmann, Yannik Sacherer, Henri Schwinde, Felix Brummel, Sönke Kruse, Floyd Benedikter, Sven Ditzel, Bennett Henry Pennekamp und Steuermann Leo Brüggemann.

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