Youth Olympics
Münster-Samstag in Buenos Aires mit Mackenbrock und Schepp

Münster -

Romy Mackenbrock hat ihre Regatten bei den Segelwettbewerben der Youth Olympics in Buenos Aires fast schon hinter sich. David Schepp, der Preußen-Speerwerfer, startet dagegen gerade erst ins sportliche Abenteuer. Beide aber erleben eine Menge in Argentinien.

Sonntag, 14.10.2018, 14:44 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 14:18 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 14.10.2018, 14:44 Uhr
Halbzeit in Buenos Aires: Vor einer Woche schoss David Schepp diese Momentaufnahme der eindrucksvollen Eröffnungsfeier, jetzt geht es für den Münsteraner an den Speer.
Halbzeit in Buenos Aires: Vor einer Woche schoss David Schepp diese Momentaufnahme der eindrucksvollen Eröffnungsfeier, jetzt geht es für den Münsteraner an den Speer. Foto: David Schepp

Münster-Samstag in Buenos Aires: Beim Anflug auf die argentinische Hauptstadt hatten Romy Mackenbrock und David Schepp im Flieger bereits Kontakt aufgenommen. „Wir saßen zufällig ganz dicht beieinander“, berichtet Schepp vom Erstkontakt der beiden Münsteraner im Team der deutschen Olympia-Delegation. Anschließend blieben allerdings weder Zeit noch Gelegenheit, westfälische Anekdoten auszutauschen. Während die 17-jährige Seglerin erst noch eine Klausur zu schreiben hatte und direkt anschließend die ersten Regatten im Kampf um die Medaillen bestritt, blieb für ihren gleichaltrigen Mitstreiter zunächst ausreichend Zeit, den olympischen Geist bei diesen Youth Olympics auf sich wirken zu lassen.

„Die Eröffnungsfeier war schon sensationell“, erzählt Schepp, der vor sich eine spektakuläre Bühnenshow und fast direkt neben sich den weltweit ranghöchsten Olympiafunktionär sah. „Ich stand ganz dicht bei Thomas Bach“, sagt Schepp, der dann auch kurz Tuchfühlung zum IOC-Chef bekam. Viel mehr Olympia ging zu diesem Zeitpunkt schon nicht.

In der Folge nutzte der Leichtathlet von Preußen Münster vor und nach den Trainingseinheiten die Gelegenheit, das olympische Dorf und eben Buenos Aires zu erkunden – gleichzeitig verbrachte hingegen Mackenbrock jeden Tag im Club Nautico de San Isidro und auf ihrem Katamaran.

In der Nacra-15-Konkurrenz absolvierte die Münsteranerin am Freitag schon den vierten und vorletzten Wettkampftag, an diesem Samstag steht die finale Wettfahrt an – dann beginnt für die Schülerin des münsterischen Mariengymnasiums der entspannte Teil dieses Sportereignisses – und für Schepp der „Ernst“ des Sportlerlebens.

Wenn Mackenbrock mit Steuermann Silas Mühle letztmals über die Ziellinie segelt, hofft der Leichtathlet auf einen günstigen Wind für den ersten von insgesamt acht olympischen Speerwürfen. Vier Würfe absolvieren die Konkurrenten am Samstag, weitere vier am Dienstag, die beiden besten gehen in die Wertung und machen einen der Teilnehmer zum Sieger dieser Youth Olympics. „Ich habe wirklich keine Ahnung, wo ich stehe“, sagt Schepp. „Ich weiß nichts über die Konkurrenten, habe sie auch nicht trainieren sehen. Und ich weiß auch nicht genau, was ich am Ende dieser Saison noch leisten kann.“ Entsprechend hat sich der Münsteraner, der in Argentinien von Bundestrainer Gerald Bergmann betreut wird, zwei solide Würfe jenseits der 70-Meter-Marke zum Ziel gesetzt.

Was die in der Gesamtwertung wert wären, ist nicht nebensächlich – aber dann auch nicht entscheidend, denn gefeiert wird spätestens bei der Abschlussfeier auf jeden Fall – dann gerne westfälisch gemeinsam mit Romy Mackenbrock.

► Mackenbrock absolvierte am Freitag drei Rennen mit den Platzierungen elf, sieben und drei. Im Gesamtklassement bedeutet das aktuell Rang fünf für sie und ihren Partner Mühle. Nach oben ist noch Luft.

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