Fußball: Westfalenliga
Viel Leidenschaft im Derby zwischen dem TuS Hiltrup und Preußen Münster II

Münster -

Gepflegt, intensiv, leidenschaftlich – das Derby zwischen Hiltrup und Preußen Münster II hielt viel von dem, was es vorher versprochen hatte. Einen Sieger gab es nicht, die Halbzeitführung der Gäste glich der TuS nach der Pause aus.

Sonntag, 04.11.2018, 20:52 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.11.2018, 19:38 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 04.11.2018, 20:52 Uhr
Im Liegen, im Fallen und im Stehen wurde verbissen um das Spielgerät gerungen: Guglielmo Maddente (unten) vom TuS hat gegen Jan Klauke (l.) und Julius Woitaschek diesmal das Nachsehen.
Im Liegen, im Fallen und im Stehen wurde verbissen um das Spielgerät gerungen: Guglielmo Maddente (unten) vom TuS hat gegen Jan Klauke (l.) und Julius Woitaschek diesmal das Nachsehen. Foto: Peter Leßmann

Besser konnten die Vorzeichen für das mit Spannung erwartete Derby zwischen dem TuS Hiltrup und der zweiten Garde des SC Preußen Münster kaum sein. Die Preußen führten mit 24 Punkten die Westfalenliga an und verbuchten damit nur drei Zähler mehr als der Lokalkonkurrent aus Hiltrup. Am Ende der Partie mussten sich beide Mannschaften mit einem Punkt zufriedengeben, das Spiel endete mit 1:1 (0:1).

Das Derby hielt, was es versprach: Leidenschaft, Wille und Kampf waren über 90 Minuten präsent, die fußballerische Klasse überwog allerdings erst in Durchgang zwei.

Eine erste Torannäherung wagte Hiltrups Kapitän Manuel Beyer, der sich zum Ende der ersten Halbzeit verletzte und ebenso wie sein Mannschaftskamerad Michael Fromme ausgewechselt werden musste. „Dass sich Manu Beyer und Michael Fromme beide so früh verletzt haben, ist natürlich besonders bitter“, gestand TuS-Trainer Carsten Winkler ein. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen, effizienter waren jedoch die Adlerträger, die durch André Born in Führung gingen, der eine gut getretene Flanke von Tobias Warschewski unhaltbar verwertete (38.). Kurz vor der Pause verpasste Preußen-Kapitän Nils Burchardt das zweite Auswärtstor, als er nach einem Fehler des eingewechselten ­Guglielmo Maddente seine freie Schussbahn nicht nutzte (44.). Das 0:1 zur Pause war aufgrund der besseren Chancen nicht unverdient, doch daran sollte Hiltrup in Hälfte zwei etwas ändern.

Mit mächtig Rückenwind stürmte Jannik Bohnen in den gegnerischen Sechzehner und kam zu Fall, als Jan Klauke ihn an der Hacke traf. Ex-Preußen-Spieler Kai Kleine-Wilke versenkte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:1 Ausgleich. Kurze Zeit später probierte es Maddente aus der Distanz und Warschewski schoss das Leder auf der anderen Seite nur Millimeter am Torpfosten vorbei (60.). Es begann die Zeit des unermüdlichen Maddente, der es mehrfach verpasste, rechtzeitig abzuschließen. Durch seine ex­trem enge Ballführung schaffte er es immer wieder in den Strafraum der Preußen, konnte jedoch im letzten Moment noch gestoppt werden. War zunächst noch ein Verteidiger im Weg (61.), legte er sich das Spielgerät zu weit vor (69.) und bugsierte den Ball nach einem Freistoß von Kleine-Wilke volley über den Kasten (89.).

„Es war das erwartet intensive Derby. Beide Mannschaften waren gut und aus unseren Fehlern können wir nur lernen“, resümierte Preußen-Coach Sören Weinfurtner. Gefühlte Verlierer an diesem Nachmittag waren die Hiltruper, und Winkler beschäftigte vor allem die mangelnde Effizienz. „In der zweiten Halbzeit müssen wir vier oder fünf Tore schießen. Anfangs hat uns noch etwas die Courage gefehlt, aber dann haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind.“

TuS: Böcker - Blesz, Finkelmann, Brüggemann, Kleine-Wilke – Wiethölter, Gockel (64. Rottstegge) – Fromme (31. Maddente), Bohnen, Lauretta – Beyer (50. Castro)

Preußen: Dedovic – Conze, Klauke, Woitaschek, Ströker – Klann, Burchardt – Born, Knüver, Kerelaj (85. Özmen)– Warschewski (67. Ibraim)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6167072?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Aufklärungsarbeit über politischen Salafismus: Bevor es zu spät ist
Deler Saber ist Kurde und Deutscher Staatsbürger und hat früher in Bagdad gelebt und studiert. Vor über 20 Jahren kam er nach Deutschland, seit 2000 lebt er in Münster. Die Stadt, sagt er, sei zu seiner Heimat geworden, die er nicht mehr verlassen will.
Nachrichten-Ticker