Fußball: 3. Liga
Preußen-Sportchef Metzelder schließt sich Kritik am DFB ausdrücklich an

Münster -

Die Debatte um den Aufstieg zur 3. Liga und auch die entgegengesetzte Richtung hat in dieser Woche wieder Fahrt aufgenommen. Preußen-Sportvorstand Malte Metzelder schließt sich klipp und klar dem Standpunkt der Drittliga-Vertreter an.

Mittwoch, 28.11.2018, 15:36 Uhr aktualisiert: 28.11.2018, 21:48 Uhr
Malte Metzelder
Malte Metzelder Foto: Gunnar A. Pier

Mit seiner geäußerten Sympathie für eine zweigleisige 3. Liga und Andeutungen, nach denen es gerade im Nordosten und in Bayern wenig Willen zur Verschlankung der Regionalliga auf vier Staffeln gibt, hat DFB-Vize Rainer Koch viele Clubs aufgeschreckt. In einer gemeinsamen Erklärung klagen die 20 Drittligisten den Verband schwer an. Dort heißt es unter anderem: „Aufgrund der jüngsten Entwicklung beim Ligaträger sind die Vereine zu der Erkenntnis gekommen, dass es gerade in den Regional- und Landesverbänden Kräfte gibt, die ausschließlich den traditionellen Machterhalt im Auge haben und nicht über eine sachgerechte Lösung für den Fußball nachdenken.“ Starker Tobak. Gefordert wird die Rückkehr zu drei Drittliga-Absteigern.

Malte Metzelder, Sportdirektor und Geschäftsführer des SC Preußen, bringt es auf den Punkt: „Die jüngsten Entwicklungen zeugen nicht davon, dass die 3. Liga den Wert zugewiesen bekommt, den sie eigentlich als Speerspitze unterhalb der Bundesligen haben soll. Eine Zweiteilung würde sie wieder in den Status einer Amateurspielklasse befördern und wäre ein Schlag ins Gesicht.“

„Mit dem Dampfhammer auf die 3. Liga“

Hintergrund: Für diese und die nächste Saison hatten sich die Drittliga-Vertreter auf vier Absteiger aus ihren Reihen eingelassen, allerdings verbunden mit der Zusicherung, dass danach die Zahl der Regionalligen auf vier reduziert wird und somit künftig jeder Meister auch aufsteigt. Das erscheint schwerer denn je, da aus dem Nordosten einige Vereine der Nordstaffel und andere (Thüringen, Sachsen) der bayrischen Liga zugewiesen werden müssten. Die wiederum möchte Koch als Regionalverbandspräsident natürlich mit aller Macht behalten. „Es sieht so aus, als solle mit dem Dampfhammer auf die 3. Liga draufgehauen werden. Und es zeigt, dass die AG‘s, die extra zur Reduzierung der Staffeln gegründet wurden, nicht einwandfrei laufen“, sagt Metzelder.

Von der aktuellen sportlichen Lage betrachtet der 36-Jährige die Dinge aber komplett losgelöst: „Wir Drittligisten haben da eine Meinung und vertreten sie natürlich auch gemeinsam.“

Warschewski einziger Mittelstürmer nach Dadashov-Aus

Bislang blieb der SC Preußen von Verletzungen, gerade im muskulären Bereich, in dieser Saison nahezu komplett verschont. Doch nun hat es nach Cyrill Akono sogar einen zweiten Stürmer erwischt. Rufat Dadashov zog sich nach seiner Einwechslung gegen Braunschweig am Montag bei einem Schussversuch einen Teilbündelriss im Oberschenkel zu und muss rund drei Wochen pausieren. Ob der siebenfache Torschütze vor der Winterpause (letztes Spiel am 22. Dezember gegen Fortuna Köln) noch mal für den Kader infrage kommt, ist unsicher. Hinter dem 27-Jährigen liegen stressige Monate. Im Oktober und November war er jeweils für etwa eine Woche und je zwei Partien bei der aserbaidschanischen Nationalmannschaft. Von der letzten Länderspielreise kam er mit Adduktorenbeschwerden zurück. Die müssen zwar nicht zwingend im Zusammenhang mit der jetzigen Verletzung in der Innenseite des Oberschenkels stehen, doch klar ist auch: Der Körper fordert nicht selten bei Profifußballern seinen Tribut. Mit Tobias Warschewski ist aktuell nur noch ein klassischer Zen­trumsstürmer fit, zuletzt ließ Trainer Marco Antwerpen jedoch schon mit einer wendigen Dreierreihe (Philipp Müller, Tobias Rühle, Martin Kobylanski) spielen.

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