Volleyball: Frauen-Bundesliga
Zwei Teams, eine Kragenweite: Der USC Münster gastiert beim VC Wiesbaden

Münster -

Schon früh in der Bundesliga zeichnet sich das gewohnte Kräfteverhältnis ab. Die drei Top-Teams Schwerin, Dresden und Stuttgart führen das Feld an, dahinter tummeln sich die Verfolger. Zu denen gehört der USC Münster, der am Samstag beim Mitkonkurrenten VC Wiesbaden punkten will.

Freitag, 07.12.2018, 17:28 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 17:34 Uhr
Ohne Kompromisse: Luisa Keller, hier gegen Stuttgarts Mallory McCage und Pia Kästner (r.), will mit dem USC in Wiesbaden punkten.
Ohne Kompromisse: Luisa Keller, hier gegen Stuttgarts Mallory McCage und Pia Kästner (r.), will mit dem USC in Wiesbaden punkten. Foto: Jürgen Peperhowe

Die beiden letzten Aufgaben waren undankbar für den USC Münster. Erst gab es unter dem Schock von Ivana Vanjaks schwerer Knieverletzung das 0:3 im Pokal-Viertelfinale gegen den SSC Palmberg Schwerin, dann folgte das gleiche Ergebnis in der Bundesliga gegen Allianz MTV Stuttgart. Zwei Top-Teams, die ihre Muskeln spielen und so den Unabhängigen keine Chance ließen. Doch vor der anstehenden Auswärtspartie am Samstag (19 Uhr) haben sich die Vorzeichen geändert, beim VC Wiesbaden geht es gegen ein Team, das die gleiche Kragenweite wie der USC hat.

Mit kaum einem Kontrahenten lieferte sich Münster in den vergangenen Jahren so ausgeglichene und wechselhafte Duelle wie mit den Hessinnen. 17 Mal inklusive zweier Playoff-Viertelfinals und einem Pokal-Treffen in der Runde der letzten 16 (3:2 für Münster im Oktober 2016) standen sich der USC und der VCW seit der Saison 2013/14 gegenüber, acht Mal davon verließ die Mannschaft vom Berg Fidel das Feld als Sieger. Zuletzt in der Hinserie der vergangenen Spielzeit zu Hause (3:1), das folgende Wiedersehen in Hessen verlor die Truppe von Teun Buijs (1:3), der erneut ein knappes Match erwartet. „Wiesbaden hat den Heimvorteil auf seiner Seite, das bedeutet in der Bundesliga viel. Aber es sieht auch so aus, als ob der VCW noch nicht die Stabilität und Sicherheit gefunden hat“, erklärt der Coach.

Personeller Umbruch

Den personellen Umbruch führt Buijs als einen der Gründe an. Im Zuspiel mit der Amerikanerin Morgan Bergren und der Niederländerin Nynke Oud, auf der Diagonalen und in der Mitte gab es einschneidende Veränderungen im Aufgebot von Coach Dirk Groß. „Und das braucht Zeit, bis alles passt. Daraus wollen wir unseren Nutzen ziehen. Wir haben im Kopf, was wir machen wollen und haben den Matchplan im Training gut simuliert“, erklärt Buijs, ohne taktische Geheimnisse preisgeben zu wollen.

Fest steht einzig, dass die Dauerpatientinnen Juliet Lohuis (Entzündung im Adduktorenbereich) und Vanjak weiter fehlen. Die deutsche Nationalspielerin wurde am Mittwoch erfolgreich in Heidelberg nach ihrem Kreuzbandriss operiert. Der Eingriff sei nach Buijs‘ Angaben gut verlaufen. So bleiben dem Trainer zwölf Spielerinnen, die allesamt die Reise in die hessische Hauptstadt angetreten haben – und zwar optimistisch gestimmt. „Wiesbaden ist für uns ein Gegner auf Augenhöhe und ein Konkurrent um die Plätze im oberen Mittelfeld. Sie haben zwar in den letzten Wochen teils wechselhafte Ergebnisse abgeliefert, sind aber zu Hause eine starke Mannschaft. Es wird ein schweres Spiel, bei dem auf jeden Fall die Tagesform und der Wille entscheidend sein werden. Wir haben die Chance, Punkte mitzunehmen“, sagt Libera Lisa Thomsen.

Groß: „USC brandgefährlich“

Respekt genießt der USC, der bereits am Freitag anreiste, auf jeden Fall beim Kontrahenten. Als „brandgefährlich“ bezeichnet Groß die Grün-Weißen, die letztmals vor zwei Jahren in Wiesbaden gewannen – nach 143 Minuten im Tiebreak. Eine derart umkämpfte Partie ist auch diesmal nicht unwahrscheinlich, zumal der VCW in drei seiner bislang vier Spiele über die volle Distanz musste.

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