Volleyball: 3. Liga Frauen
BW Aasee kassiert gegen Cloppenburg eine Tiebreak-Niederlage im Kellerduell

Münster -

Diese Heimspiel-Serie war alles andere als berauschend für BW Aasee. Die Partie gegen den TV Cloppenburg war die dritte in eigener Halle am Stück, dreimal verlor der Drittligist. Immerhin gab es gegen die Niedersachsen aber einen Punkt. Zu wenig im Abstiegskampf.

Sonntag, 16.12.2018, 19:50 Uhr aktualisiert: 17.12.2018, 16:08 Uhr
Vergeblich streckten sich Louisa Janning (M.) und Anna Walke (r.) nicht nur hier gegen Cloppenburgs Carina Mählmeyer.
Vergeblich streckten sich Louisa Janning (M.) und Anna Walke (r.) nicht nur hier gegen Cloppenburgs Carina Mählmeyer. Foto: fotoideen.com

Das lief richtig bitter! Nach einer starken Leistung beider Teams musste sich BW Aasee hauchzart mit 2:3 (20:25, 25:18, 19:25, 25:21, 13:15) geschlagen geben. So nahmen die Münsteranerinnen zwar einen Punkt mit, stehen aber nach dem Duell gegen den direkten Konkurrenten weiter knöcheltief im Abstiegskampf. Trainer Kai Annacker sieht sein Team in der Abwärtsspirale: „In den letzten Wochen waren die Niederlagen viel Kopfsache. Diesmal wirkten wir aber schon viel weniger gehemmt.“

Obwohl die Gastgeber den Beginn des ersten Satzes komplett verschliefen und schnell mit 3:9 zurücklagen, entwickelte sich ein wahrer Abstiegskrimi. Denn Aasee zeigte zum ersten und nicht zum letzten Mal an diesem Tag Nehmerqualitäten. Durch einige erfolgreiche Blocks vor allem durch Anna Walke – stets vom Publikum frenetisch bejubelt – kämpfte sich das Team zurück und führte zeitweise sogar (17:16) – doch der Durchgang ging am Ende doch verloren. Im zweiten Abschnitt machten es die BWA-Frauen besser. Nach einigen tollen Ballwechseln legten sie vor und ließen sie sich die Führung auch nicht mehr aus der Hand nehmen.

Aber auch die Gäste zeigten ihre Comeback-Fähigkeiten. In dem bis dato spannendsten Satz nahmen sich beide Teams nicht viel – spektakuläre Rettungsaktionen und Blocks waren auf beiden Seiten zu sehen – bei den Blau-Weißen vor allem erneut durch Walke und Libera Frauke Bartonitz, die immer wieder durch blitzschnelle Hechtsprünge den Ball wegbaggerte. Beim Stand von 19:19 ließen die Kräfte der Heimmannschaft dann aber nach. Cloppenburg nutze diese kleine Schwäche und entschied den Satz für sich.

Erneut kämpften sich Gastgeberinnen allerdings zurück. Im vierten Satz stellten sie mit einem 25:21 den Ausgleich wieder her, machten es allerdings durch einige Patzer unnötig spannend. Ein Umstand, der auch Annacker Sorgen bereitete: „Wir haben zu viele unnötige Fehler gemacht, es hat sich am Ende mit den starken Abwehraktionen in der Waage gehalten.“

So musste der Tiebreak für die Entscheidung sorgen, der an Spannung kaum zu übertreffen war: Zunächst gingen die Norddeutschen deutlich mit 12:8 in Führung, ehe sich BWA wieder auf 13:14 herankämpfte. Bei der letzten Angabe versagten Ronja de Boer die Nerven. Der Ball landete im Netz und sicherte Cloppenburg den knappen Sieg. Die Verlierer aber konnten auch einiges mitnehmen. „Wir haben viele Sachen gut gemacht, das bringt Selbstvertrauen für die Rückrunde“ so Annacker. In der muss der Drittletzte ein paar Plätze gut machen.

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