Fußball: 3. Liga
Das Rätselraten der Preußen geht weiter

Münster -

Preußen Münster gegen Fortuna Köln, das ist in der 3. Liga zum Jahresabschluss am Samstag um 14 Uhr auch das Aufeinandertreffen zweier angeschlagener Teams. Das Team von Trainer Marco Antwerpen will mit einem Sieg die Trendwende und beruhigt in die Winterpause gehen.

Montag, 17.12.2018, 17:10 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 12:42 Uhr
Mauerarbeiter: Martin Kobylanski (von links), Tobias Rühle, René Klingenburg, Simon Scherder und Fabian Menig
Mauerarbeiter: Martin Kobylanski (von links), Tobias Rühle, René Klingenburg, Simon Scherder und Fabian Menig Foto: Jürgen Peperhowe

Eine spaßige Trainingswoche dürfte das für den SC Preußen Münster wohl nicht werden. Zum einen liegt die 0:2-Pleite gegen FSV Zwickau bleiern auf dem Drittligisten. Zum anderen ist die letzte Partie des Jahres, das Heimspiel gegen Fortuna Köln an diesem Samstag um 14 Uhr enorm wichtig.

Warum?

Mit einem Sieg würde der SCP die aufkommende Krise rechtzeitig vor dem Fest für beendet erklären und mit einem guten Gefühl in das neue Jahr starten können. Zudem wäre ein Sieg über die Rheinländer auch deshalb wichtig, weil es die Fortuna noch deutlicher auf Distanz halten würde. Das Team von Trainer Tomasz Kaczmarek würde zudem auf einem Abstiegsrang überwintern. Drei Punkte und ein bisschen mehr stehen auf dem Spiel.

Mitte Oktober gewann Köln letztmals ein Spiel in der 3. Liga – mit 3:1 über Energie Cottbus. Seitdem gab es magere vier Zähler aus sieben Partien, keinen Sieg, und 522 Minuten blieben die Südstädter ohne Torerfolg, ehe Okan Kurt diese Flaute beendete. Da treffen also zwei Teams aufeinander, die schon wackelig auf den Beinen unterwegs sind.

Münsters Trainer Marco Antwerpen jedenfalls konnte die Weihnachtsfeier des SCP am Samstag – natürlich – nicht wirklich genießen. Nach der Hinrunde hatte er eine erste Bilanz versprochen. Sein Fazit dieser Tage fällt so aus: „Der Punktestand ist okay, mit der Leistung war ich zuletzt nicht zufrieden.“ 29 Zähler und Tabellensechster – er will sich nicht in trügerischer Sicherheit wiegen, dass seine Schützlinge, wie schon im September nach drei Niederlagen in Serie, wieder die Kurve bekommen.

Winterfahrplan

Der SC Preußen Münster verabschiedet sich nach dem letzten Punktspiel des Jahres am Samstag gegen Fortuna Köln direkt in einen zweiwöchigen Winterschlaf. Die Pause endet am 6. Januar mit der ersten Einheit, jeder Spieler bekommt einen individuellen Trainingsplan für die trainingsfreie Zeit verpasst. Möglicherweise folgt am 14. oder 15. Januar eine Leistungsdiagnostik. Trainer Marco Antwerpen plant zwei Testspiele in der kurzen Vorbereitung. Die Gegner stehen definitiv noch nicht fest, aber der SCP wird wohl gegen einen höherklassigen Gegner und vielleicht einen Gegner auf Augenhöhe (Regionalliga/3. Liga) antreten. Die Entscheidung fällt in den nächsten Tage vor Weihnachten. Hier die Ansetzungen der ersten Punktspiele in der 3. Liga im Jahr 2019: Carl Zeiss Jena – SCP (Samstag, 14 Uhr)  SCP – 1. FC Kaiserslautern (Freitag, 19 Uhr)  SF Lotte – SCP (Montag, 19 Uhr).

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„Mein Ziel ist es, die Mannschaft zu verbessern. Ich schaue nur von Spiel zu Spiel“, sagt er. Von einer Generalabrechnung mit Sportchef Malte Metzelder sei er weit entfernt, nur weil dieser ihm bislang nicht die erwünschten Zugänge für die Rückrunde ermöglich hat. Antwerpen: „Das liegt mir fern. Wir haben bislang kein grünes Licht für Transfers. Es macht auch keinen Sinn darüber zu spekulieren, wohin wir mit neuen Spielern kommen könnten.“

Gute Frage eigentlich: Was sitzt noch drin für den SCP? Tatsache ist, beim Blick nach oben, dass die direkten Aufstiegsränge eins und zwei bei allem Optimismus zu weit entfernt sind. Platz drei, der zur Relegation um den Zweitliga-Aufstieg berechtigt, oder Rang vier, der immerhin die lukrative Qualifikation für den DFB-Pokal bedeuten würde, wären mit einer neuerlichen positiven Serie erreichbar. Oder aber, beim Blick nach unten, muss festgestellt werden, dass ein Sieg über Köln Pflicht ist, um sorgenfrei durch die Winterpause zu gelangen.

Eher unwahrscheinlich ist zum Jahresabschluss im Preußenstadion der Einsatz von Kapitän Simon Scherder. Tor verschuldet gegen Halle, derer zwei gegen Zwickau – so geriet der 25-Jährige beim Trainer in die Kritik. „Wir fragen uns auch, was mit ihm los ist. Im Training zeichnen sich diese Fehler nicht ab, da trainiert er auf konstant hohem Niveau.“ Aber Scherder ruft, wie auch Fabian Menig, sein Leistungsvermögen nicht ab. Die Partie gegen Köln könnte somit zur Chance zum Beispiel für Ugur Tezel werden, Neuzugang von Hertha BSC II. Schon gegen Zwickau veränderte Antwerpen seine Startelf auf vier Positionen, gegen Köln wird wieder rotiert. Das ist sicher.

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