Fußball: 3. Liga
Preußen-Linksverteidiger Heidemann greift wieder an

Münster -

Lange war Niklas Heidemann in der Hinrunde unangetastet beim SC Preußen, ehe er Mitte Oktober etwas aus dem Tritt geriet. Nach überstandener Verletzung will der Neuzugang, der erst im Sommer aus der Regionalliga kam, seinen Stammplatz hinten links zurück.

Mittwoch, 09.01.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 09.01.2019, 16:22 Uhr
Ein typischer Niklas Heidemann (r.): Energisch erobert der Linksverteidiger mit einer Grätsche den Ball.
Ein typischer Niklas Heidemann (r.): Energisch erobert der Linksverteidiger mit einer Grätsche den Ball. Foto: Jürgen Peperhowe

Die ersten Eindrücke, die Niklas Heidemann im vergangenen Sommer beim SC Preußen hinterließ, waren vielversprechend. Auf der linken Seite wetzte der Blondschopf aus Schwerte die Linie rauf und runter. Power, Offensivdrang, Dynamik, Kampfgeist – das waren die Schlagworte, die den Neuzugang vom Wuppertaler SV zu einem echten Hoffnungsträger werden ließen.

Im ersten Teil der Hinserie erfüllte der Linksverteidiger die Erwartungen auch. Dann aber kamen ein Infekt zur Unzeit, der Verlust des Stammplatzes auch aus taktischen Gründen, zuletzt ein Muskelfaserriss. Der Jahreswechsel soll also auch für den inzwischen 24-Jährigen ein kleiner Neustart werden. Das Wichtigste schiebt er gleich vorweg: „Ich bin fit, kann im Training zu 100 Prozent mitziehen.“ Zum Auftakt am Sonntag, seinem Geburtstag, bestritt er mit den Physios noch ein paar Tests, das war aber eine Vorsichtsmaßnahme nach zwei Wochen Urlaub. „Ich habe in der Weihnachtspause meinen kompletten Trainingsplan durchgezogen.“ Der Rückstand hielt sich somit also in Grenzen.

Seit Montag steht Heidemann wieder mit der Mannschaft auf dem Rasen. Im Blick hat er das Auftaktspiel am 26. Januar. „Wir werden sehen, wer gegen Jena auf dem Platz steht“, sagt er und lässt keinen Zweifel daran, dass er dabei sein möchte.

Auf der Außenposition, egal ob Dreier- oder Viererkette, ist inzwischen ein Dreikampf entbrannt. Im Herbst übernahm der offensiver ausgerichtete Moritz Heinrich den Posten, zuletzt kehrte der genesene Routinier Benjamin Schwarz hier zurück ins Team. Heidemann blieb nach zehn Startelf-Einsätzen erst nur die Bank, ehe es mit der Oberschenkelverletzung ins Lazarett ging. „Die Erkältung hat mich etwas aus dem Tritt gebracht, dann kam eine Umstellung – aber mir war klar, dass es nicht nur nach oben gehen wird, sondern auch mal Schwankungen auftreten. Es ist ja mein erstes Jahr, und da muss ich mich anpassen und etablieren“, sagt der Sommer-Neuzugang.

Dass ihm auf der langen Strecke, auf der er auch jedes Westfalenpokal-Spiel zu bestreiten hatte, am Ende die Kraft ausging, kann Heidemann allerdings nicht bestätigen. „Natürlich ist es auf allen Ebenen ein bisschen intensiver als in der Regionalliga, doch dafür trainiere ich ja auch hart.“

Heinrich hatte anfangs als Konkurrent auf dem ungewohnten defensiven Flügel durchaus ordentliche Spiele. „Mo hat es sehr gut gemacht, und wenn es läuft, wechselt man ja nicht. Da musste ich mich auch mal weiter hinten anstellen“, sagt Heidemann, ganz Teamplayer. „In den letzten Wochen hatten wir aber auch unsere Probleme“, fügt er an. Logisch, dass da einer eine neue Chance wittert. Zumal Trainer Marco Antwerpen und sein Stab ihm ausschließlich positives Feedback vermitteln. „Sie sagen mir, dass ich mich sehr gut eingefügt habe“, so Heidemann, der natürlich nicht der einzige ist, der 2019 wieder bei null beginnt. „Für uns alle gilt doch, dass wir zeigen wollen, was unser wahrer Leistungsstand ist.“

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