Reiten: K+K-Cup
Schuld ist der Opa – Nico Kapche geht seinen Weg in der Dressur

Münster -

Aus Velbert nach Münster – für diesen Weg entschied sich Nico Kapche im vergangenen Jahr. Eine Entscheidung, die er nicht bereut. In Westfalen fühlt sich der Oberhausener wohl. Und dies hängt zum ganz großen Teil mit seiner Arbeitgeberin sowie seiner WG-Kollegin zusammen.

Freitag, 11.01.2019, 14:08 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 14:10 Uhr
Ein starkes Team: Chefin Helen Langehanenberg (Mitte) setzt große Hoffnungen in Nico Kapche und Sabrina Geßmann.
Ein starkes Team: Chefin Helen Langehanenberg (Mitte) setzt große Hoffnungen in Nico Kapche und Sabrina Geßmann. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Opa ist schuld. „Er hat mir das erste Pferd gekauft.“ Und damit die Leidenschaft geweckt, die Nico Kapche seitdem nicht mehr losließ. „Für mich stand ziemlich früh fest, dass ich Hobby und Beruf vereinen möchte.“ Heute weiß der inzwischen 26-Jährige, dass alles nach Plan gelaufen ist. Und er hofft, dass das möglichst ungebremst so weiter geht. Die Voraussetzungen sind bestens. Weil er gute Pferde reiten darf, in einem intakten Team arbeitet und darüber hinaus die beste Ausbilderin hat, die er sich nur vorstellen kann: Helen Langehanenberg.

Vor einem Jahr sattelte der Oberhausener zum ersten Mal beim K+K-Cup, gewann die M-Dressur, platzierte sich in der S-Dressur und machte damit positiv auf sich aufmerksam. „Thomas Stuhldreier sprach mich an, ob ich bei ihm als Bereiter arbeiten möchte.“ Natürlich hat ihn das gefreut, aber auch nachdenklich gemacht. Immerhin galt es, seine Selbstständigkeit in Velbert zu beenden und ins Münsterland zu ziehen. Der Zufall wollte es, dass auch Helen Langehanenberg eine Hilfe für ihren Betrieb suchte und bei ihm anfragte. Kapche sagte spontan zu und weiß heute: „Die beste Entscheidung meines Lebens.“

Halbtags hier, halbtags dort – alles gut. Ja, er macht einen zufriedenen Eindruck und bestätigt das gerne. „Spaß bei der Arbeit und optimale Unterstützung im Sport. Was will ich mehr?“

Sein Erfolgspferd heißt Samtgraf, ist 15 Jahre alt und seit zwei Jahren in seinem Beritt. Die Besitzerin kommt aus Velbert und scheint so eingestellt zu sein, dass dies ein längerfristiges Projekt werden könnte. Zweites Eisen im Feuer ist der junge Spökenkieker, mit dem er für die Zukunft gut aufgestellt ist.

„Nico macht einen guten Job und hat mir auch schon einige Male geholfen“, lacht Helen Langehanenberg, wenn sie die Qualitäten ihres Bereiters spontan zusammenfassen soll. Sie versteht sich im Übrigen nicht als Chefin, sondern als Mitglied eines sehr intakten Teams. „Und das betrifft Reiter, Pferde und alle Helfer.“ So sieht das auch Sabrina Geßmann, die beruflich genauso wie Kapche unterwegs ist und mit Nico in Münster in einer WG lebt: „Bei Helen lernen wir täglich dazu.“

„Ich wünsche mir, dass einer meiner Bereiter demnächst mal in der Siegerehrung vor mir steht. Denn dann hätte ich alles richtig gemacht“, sagt Langehanenberg. Sollte Nico Kapche das schaffen, wäre sein Opa mächtig stolz.

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