Reiten: K+K-Cup
Sieg im Special: Wahlkamp-Nilsson feiert mit Eddieni ein Debüt nach Maß

Münster -

Viele Experten hatten im Vorfeld mit einem Sieg von Dorothee Schneider gerechnet, schließlich hatte sie schon den Grand Prix am Samstag gewonnen. Doch am Sonntag im Special machte eine Schwedin der Team-Weltmeisterin einen Strich durch die Rechnung und überraschte die Fachleute.

Sonntag, 13.01.2019, 15:42 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 12:50 Uhr
Von Null auf Eins: Malin Wahlkamp-Nilson sicherte sich auf Eddieni bei dessen Debüt gleich den Sieg im Grand Prix Special.
Von Null auf Eins: Malin Wahlkamp-Nilson sicherte sich auf Eddieni bei dessen Debüt gleich den Sieg im Grand Prix Special. Foto: Jürgen Peperhowe

Vor knapp neun Jahren hatte Malin Nilsson eine sehr gute Idee: „Ich möchte nach Deutschland, um reiten zu lernen.“ Gesagt, getan – fortan war die junge Schwedin bei Patrik Kittel beim ZRFV Appelhülsen zu erreichen. „Für mich ein Glücksfall. Dort durfte ich als Bereiterin arbeiten und konnte gleichzeitig meinen Dressursport trainieren.“ Dass ein renommierter Fachmann ihr dabei zur Seite stand, konnte nun wirklich nicht schaden.

Offensichtlich hat sie so viel gelernt, dass sie inzwischen den Etablierten der Szene den Kampf angesagt hat. In Münster stellte die junge Blonde, die inzwischen Wahlkamp-Nilsson heißt, den zehnjährigen Eddieni vor. Für das Ross das Debüt in Grand Prix und Special, für beide ein Triumphritt in der Halle Münsterland. Am Samstag Fünfte beim Warmlaufen, am Sonntag Sieg in der Königsdisziplin. „Das Pferd ist echt Hammer. Es hat jede Menge Talent, kann alles, es mangelt nur an Erfahrung.“ Und daran wird ab sofort verschärft gearbeitet. „Ich hatte uns schon etwas ausgerechnet, aber mit dem Sieg im Special wurden all unsere Erwartungen übertroffen.“

Am Samstag hatte Dorothee Schneider auf Rock‘n Rose noch die Nase vorn, am Sonntag langte es „nur“ zum zweiten Rang. Für die erfolgsverwöhnte Frankfurterin kein Problem. „Münster ist nicht so leicht zu reiten. Die Halle ist sehr eng, die Zuschauer sind nah am Geschehen. Für meine hochsensible Stute sicherlich ungewohnt; Sie hat das aber super gemacht.“ Für die Reiterin scheint sich die Verbindung zu diesem Vierbeiner immer mehr zu festigen: „Sie vertraut mir mittlerweile.“

So richtig hatte Helen Langehanenberg ihrer ­Annabelle nicht zugetraut, dass sie in der großen Halle gut klar käme. „Meine kleine Krawallschachtel lief aber wie ein Glöckchen; ich bin absolut sprachlos.“ Vierte am Samstag, Dritte am Sonntag; die Münsteranerin war sehr zufrieden. Und das auf einem Pferd, das so gerne seine Zicken macht. „Das Schnuppern am frühen Sonntag im großen Rund ersparte die Reiterin ihrem Pferd: „Sie war nach dem Samstag doch ziemlich erschöpft, da habe ich auf die Proberunde am Sonntag verzichtet. No risk, no fun. Aber es ist noch Luft nach oben.“

Zufriedenheit bezeichnet ebenfalls die Gefühlslage von Anabel Balkenhol, die mit Heuberger Zweite am Samstag und Vierte am Sonntag wurde. „Lief doch prima.“ Dritte im Bunde vom RV St. Georg Münster war Ingrid Klimke, die ihren Franziskus souverän durchs Viereck steuerte und auf den Plätzen drei und sechs einkam.

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