Vor dem Knüller: Deutsche Mannschaft ist gewarnt
Bilanz spricht für Frankreich

Berlin -

Das Knallerspiel der Vorrunde steigt am Dienstagabend (20.30 Uhr). Deutschland gegen Frankreich hat eine lange Historie bei großen Turnieren. Allein in den vergangenen zwölf Jahren prallten die Kontrahenten achtmal aufeinander. Und fast immer ging es um alles. Die Bilanz spricht für die Grande Nation.

Montag, 14.01.2019, 20:20 Uhr

►  WM 2007: Der Gastgeber und der Top-Favorit liefern im Halbfinale das zweifellos beste Spiel des Turniers. 32:31 (27:27, 21:21, 11:12) heißt es nach der zweiten Verlängerung in Köln. Eine der packendsten Handballpartien aller Zeiten, sind sich Beobachter einig. Markus Baur , der schon die erste Verlängerung erzwungen hatte (die zweite rettete Holger Glandorf ), gelingt per Siebenmeter das goldene Tor. Die Unterlegenen hadern mit den Schiedsrichtern. Schon in der Haupt­runde in Dortmund setzte sich der Ausrichter, der wenig später den Titel holt, mit 29:26 (14:9) durch.

►  EM 2008: Der amtierende Weltmeister muss nach der Halbfinalpleite gegen den späteren Champion Dänemark im Spiel um Platz drei eine klare 26:36 (9:18)- Schlappe, die höchste der EM-Geschichte, gegen Frankreich hinnehmen und bleibt ohne Edelmetall in Lillehammer. Schon in der Hauptrunde in Trondheim hat Deutschland knapp das Nachsehen mit 23:26 (10:11), schafft es aber ­dennoch später in die Runde der letzten vier.

►  EM 2010: In Innsbruck verliert Deutschland in der Hauptrunde trotz guter Leistung mit 22:24 (10:12) und ist damit so gut wie draußen. Der Dauerrivale gewinnt auch dieses Turnier.

►  WM 2011: Keine Chance für die DHB-Auswahl beim 23:30 (10:13) im schwedischen Kristianstad in der Vorrunde. Die Aussichten aufs Halbfinale sind damit quasi dahin – und Frankreich besteigt den Thron.

► WM 2013: Im letzten Vorrundenspiel im spanischen Granollers setzen sich die Deutschen mit 32:30 (16:16) durch, sichern sich Platz eins, scheitern aber im ­Viertelfinale am Gastgeber und späteren Sieger.

►  Olympia 2016: Im Halb­ finale von Rio platzt der Gold-Traum des Europameisters im Halbfinale. 28:29 (13:16) heißt es nach einer heißen Schlussphase. Daniel Nar­cisse trifft Sekunden vor Schluss, nachdem sein Team schon einen 22:15-Vorsprung verspielt hat. Den Titel holt am Ende Dänemark.

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